CD-Review: Dark Funeral - De Profundis Clamavi Ad Te Domine (Live In South America 2003)

Besetzung

Emperor Magus Caligula – Gesang, Bass
Lord Ahriman – Gitarre
Chaq Mol – Gitarre
Rikard Cabeza – Bass
Matte Modin – Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. The Arrival Of Satan's Empire
03. An Apprentice Of Satan
04. The Dawn No More Rises
05. Thy Legions Come
06. Hail Murder
07. Goddess Of Sodomy
08. The Secrets Of The Black Arts
09. Vobiscum Satanas
10. Shadows Over Transylvania
11. Open The Gates
12. Ineffable Kings Of Darkness
13. Thus I Have Spoken
14. My Dark Desires
15. Armageddon Finally Comes


Mit diesem Werk legen Dark Funeral zu ihrem 10-jährigen Bandbestehen ihre erste Live-CD in die Plattenregale. Da es erst drei Full-Length Alben der Band gibt, darf man über die Notwendigkeit dieser Veröffentlichung zwar geteilter Meinung sein, allerdings ist die Vehemenz mit der diese Bands auf ihren Platten zuschlägt atemberaubend. Die einzige Combo die einen ähnlich vergleichbaren Druck aufbringt sind Marduk.
Aufgenommen wurde die Platte während ihrer Südamerika Tour durch Brasilien, Chile und Columbien im September 2003 und wurde wohl in mehreren Stätten mitgeschnitten. Das Cover hätte zwar etwas spektakulärer sein können, vorallem da Dark Funeral die Poserkings vor dem Herrn sind, allerdings soll das Foto dem Zuhörer wohl vermitteln er würde sich mitten im Publikum befinden. Doch das schaffen die Jungs auch so.

Beim Intro faselt zuerst irgendein Typ etwas auf spanisch bevor vermutlich eine Szene aus einem Horrorstreifen die Leute in die richtige Stimmung bringen soll. Und das tut es auch, so sind bereits nach anderthalb Minuten erste Dark Funeral-Sprechchöre zu vernehmen. Der Opener von ‘Diabolis Interium’ eröffnet auch das Set und Emperor Magus Caligulas (alias Masse Broberg) Anfangsschrei ist genauso imposant wie in der regulären Version. In der Gitarrenarbeit sind absolut keine Fehler zu hören und Matte Modin trommelt wie ein Tier, aber das ist auch kein Geheimniss mehr. Da das Schlagzeug manchmal klingt also würde er auf Pappkartons hauen, gehe ich auch nicht davon aus, dass da etwas im Studio nachbearbeitet wurde.

Auf die Songs im einzelnen möchte ich nicht weiter eingehen, insgesamt muss man aber zugeben dass Dark Funeral die Setlist nicht besser hätten gestalten können, so wechseln sich pfeilschnelle mit langsameren Songs ab und es wurde nur das Beste aus ihrer bisherigen Schaffensperiode genommen. Das Publikum ist sehr gut aufgelegt und macht sich öfters bemerkbar und muss wohl bei jedem Lied ausgerastet sein.
Da man bei einer Black Metal-Band in punkto Sound bei einer Live-Performance oft nicht allzu viel erwarten kann, war ich doch positiv überrascht von der Transparenz und dem Druck des Sounds. Masse Brobergs Stimme versagt kein einziges mal und so kann er auch gelegentlich durch gekonnte Growls überzeugen, die er wohl noch aus Hypocrisy-Tagen in petto hat.

‘De Profundis Clamavi Ad Te Domine’ (zu deutsch etwa: Aus den Tiefen rief ich zu dir Herr) ist sowohl Dark Funeral-Fans zu empfehlen als auch Leuten die nur mal in die Band reinhören wollen, denn wegen des guten Sounds kann man es auch als Best Of gebrauchen. Well done, boys.

Keine Wertung

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