CD-Review: Dark Tranquillity - Lost To Apathy (EP)

Besetzung

Mikael Stanne – Gesang
Martin Henriksson – Gitarre
Niklas Sundin – Gitarre
Michael Nicklasson – Gitarre
Andres Jivarp – Schlagzeug
Martin Brändström - Electronics

Tracklist

01. Lost To Apathy
02. Derivation TNB
03. The Endless Feed (Chaos Seed Remix)
04. Undo Control (live)


Kaum eine Melodic Death CD wird wohl so sehnsüchtig erwartet wie die im Januar 2005 erscheinende neue Scheibe von Dark Tranquillity mit Namen „Character“. Nun wirft man in Form der „Lost To Apathy EP“ schon mal einen kleinen Appetitanreger vor die Füße der wartenden Fanscharen.

Erwartungsvoll wird die CD in den Player geschoben und dem neuesten Erguss gelauscht. Und gleich vorweg: „Lost To Apathy“ ist ein affengeiler Song. Stilistisch könnte er ohne weiteres auf der „Damage Done“ stehen, wobei man da auch zugeben müsste, dort wäre er wohl der schwächste Song gewesen. Was aber kein negatives Qualitätsurteil darstellen soll, denn mal ehrlich, glaubt auch nur einer daran, dass „Character“ das Überalbum „Damage Done“ zu toppen im Stande sein wird?! Wohl kaum! Was ich von „Derivation TNB“ halten soll, weiß ich auch nicht so genau, im Booklet wird er als „Featuring severly altered bits & pieces from various songs from the upcoming album“ beschrieben, nur irgendwie kann ich da nicht zwischen irgendwelchen Teilen unterscheiden. Auf jeden Fall überrascht bin ich von vorhandenen Streichinstrumenten, sowas gabs auch noch nicht. „The Endless Feed“ liegt dann im „Chaos Seed Remix“ vor, was auch immer das sein soll, beschrieben wird die Version als „A harsh and violent version“. Da ich selbstverständlich nicht weiß, wie die endgültige Fassung tönen wird, kann ich hierzu nur sagen, die sich ins Hirn sägenden Gitarren lassen erahnen, was für ein Hammersong das sein könnte, hier mit sehr viel Elektronik unterlegt, bleibt zu hoffen, dass diese nur dem Remix zu zuordnen ist. Abgeschlossen wird die EP mit einer Live Version von „Undo Control“, seines Zeichens ein Lied von der „Projector“ Platte. Eine Kuriosität am Rande: Zu Beginn hört man das Publikum applaudieren, wohl noch dem Song vorher. Dann sagt Stanne, der nächste Song sein von „Projector“…und es klatscht grade mal noch einer! Vielleicht nicht die glücklichste Wahl für einen Live Song.

Um ganz ehrlich zu sein, so wirklich brauchen tut diese EP niemand. Ein neuer Song, zwei Remixe von neuen Songs, ein Live Track eines Projector-Songs und als Enhanced Part das Video zum Titeltrack und ein Screensaver ist nun wirklich nicht gerade value for money. Wenigstens ein sonst unveröffentlichter Song hätte doch möglich sein müssen. Auf der anderen Seite, die Die-hard Fans werden sie sich trotzdem kaufen, um einfach alles zu haben, siehe meine Wenigkeit. Eine definitive Aussage zum neuen Album kann hiermit aber keiner machen.

(Oli)

Keine Wertung

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