CD-Review: Dead Letter Circus - Dead Letter Circus

Besetzung

Kim Benzie - Gesang
Clint Vincent - Gitarre
Luke Palmer - Gitarre
Stewart Hill - Bass
Luke Williams - Schlagzeug

Tracklist

01. The Armour You Own
02. The Real You
03. Change
04. Running Out Of Time
05. We Own The Light
06. Heartline
07. Ladders For Leaders
08. Trade Places
09. Say It Won't Be Long
10. Home


Bereits 2005 wurden DEAD LETTER CIRCUS in Brisbane, Australien gegründet – über ihr Heimatland hinaus sind die Alternative-Rocker aber noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Als Einflüsse nennt die Band u.a. Tool, Deftones oder Soundgarden. Das selbstbetitelte Album „Dead Letter Circus“ ist bereits der fünfte Longplayer des Quintetts, mit dem sich die Musiker aus Down Under nun auch über den Tellerrand des Musikliebhabers hinaus Gehör verschaffen wollen.

Erstaunlich ist dabei wie spielerisch Alternative Rock mit progressiven Elementen, aber auch poppigen Einschüben zu einem stimmigen Ganzen vermengt werden. „The Real You“ wartet beispielsweise mit vertrackten Schlagzeug-Rhythmen auf, während sich darüber der radiotaugliche Refrain energetisch in die Höhe schraubt. Leider kommt relativ schnell erste Ernüchterung auf, da die folgenden Songs alle nach einem sehr ähnlichen Schema gestrickt sind („Change“, „Running Out Of Time“).

Dass DEAD LETTER CIRCUS aber auch Abwechslung ihre Songs bringen können, beweisen sie glücklicherweise doch: „We Own The Light“ birgt sehr verhaltene Strophen in sich, die die Hookline in ein noch kraftvolleres Licht stellen. Weitere Highlights sind die Soundtrack-verdächtige Ambient-Ballade „Ladders For Leaders“ und das kraftvolle „Say It Won’t Be Long“. In Bezug auf Produktion und Mix kann man eigentlich nichts bestanden, hier wurde definitiv vorzeigbare Arbeit geleistet. Auch Frontmann Kim Benzie liefert stimmlich eine sehr gute Leistung ab.

DEAD LETTER CIRCUS beherrschen ihr Metier weitgehend, setzen auf hörerfreundliche Refrains und klingen nicht wie ein bloßer Abklatsch ihrer Vorbilder. Dennoch überzeugt „Dead Letter Circus“ nicht auf ganzer Linie, da sich viele Songs in einer gewissen Gleichförmigkeit verlieren. Hier wären einige auflockernde Elemente eine nette Beigabe gewesen. Wer Alternative Rock mit leichten Prog-Einflüssen nicht abgeneigt ist, der kann dennoch gerne die Scheibe antesten. Qualitativ geben sich die Australier nämlich keine Blöße und legen solide Rockmusik vor.

Bewertung: 6.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: