CD-Review: Edguy - Burning Down The Opera (live)

Besetzung

Tobias Sammet – Gesang
Jens Ludwig - Gitarre
Dirk Sauer - Gitarre
Tobias Exxel - Bass
Felix Bohnke - Schlagzeug

Tracklist

CD 1:
01. Welcome to the opera
02. Fallen Angels
03. Tears of a mandrake
04. Babylon
05. Land of the miracle
06. Painting on the wall
07. Wings of a dream
08. The Headless Game
09. The Pharao

CD 2:
01. Vain Glory Opera
02. Solitary Bunny
03. Save us now
04. How many Miles
05. Inside
06. Avantasia
07. Out of Control


Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens, bringen nun auch die Fulderaner PST-Metaller Edguy ihr erstes Live-Album heraus, was nach fünf Studio-Alben und zwei meisterhafte Side-Projekts (Avantasia I und II) von Mastermind Tobias Sammet durchaus legitim ist. Aufgenommen wurden die Songs auf der folgenden World-Tour des letzten Albums „Mandrake“ in Paris.
Jedoch ist „Burning down the opera“ keine Live-Performance des Albums, sondern vielmehr eine Best-of Scheibe aus zehn Jahren Edguy mit Ausnahme der ersten beiden Alben, die bis auf „Wings of a dream“ nicht berücksichtigt wurden, was ein ganz großes Manko der Scheibe ist, da grade Songs wie „Hallowed“, „Paradies“ oder „The Kingdom“ (ok, der Song geht knapp 20 Minuten, aber was solls) es verdient hätten einen Platz auf dem Album zu finden, plus zwei Stücken aus Avantasia Part One (Inside und Avantasia).

An der Songs Auswahl gibt es ansonsten nichts zu meckern. Mit „Vain Glory Opera“, „Pharaoh“, „The Headless Game“ und natürlich der Abschuss „Out of Controll“ sind die Highlights der Diskographie vertreten.
Live Alben, bzw. Konzerte an sich, leben von Studio untypischen Versionen der Songs und dem Zusammenspiel zwischen Band und Publikum, vor allem zweites ist bei diesem Album gegeben. Das gut aufgelegte französische Publikum singt Midtempo-Songs und Balladen lautstark mit und feiert das hervorragende „Solitatary Bunny“ Drum Solo von Felix Bohnke frenetisch ab.

Kommen wir zu einem der wichtigsten Komponenten eines Albums, der Sound, welcher hier äußerst authentisch rüberkommt und nicht nach einer Nachbearbeitung klingt. Grade durch diese orginalität ist man auch ein wenig von Tobias Sammets Stimme überrascht, die sich ein hier ein wenig gewöhnungsbedürftig anhört. Nichts desto trotz liefert der Mann hinter dem Mikro eine ordentliche Leistung ab, die hohen Töne, die live noch etwas höher klingen, werden souverän getroffen, so dass es hierüber nichts zu beschweren gibt.

„Burning down the opera“ geht ein wenig in der diesjährigen Flut an Live-Alben leider ein wenig unter, so dass diese Scheibe hinter Gamma Rays „Skeletons in the closet“ und Blind Guardians „Live at Bards Taverne 2003“nur der dritte Platz in der relevanten Kategorie einnimmt, dafür ist sie ganz weit vorne wenn es um Aussehen und Inhalt des Booklets geht.

(Ben)

Keine Wertung

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