CD-Review: Hammerfall - Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken

Besetzung

Joacim Cans – Gesang
Oscar Dronjak – Gitarre
Stefan Elmgren – Gitarre
Magnus Rosen – Bass
Anders Johansson – Schlagzeug

Tracklist

01. Secrets
02. Blood Bound
03. Fury Of The Wild
04. Hammer Of Justice
05. Never, Ever
06. Born To Rule
07. The Templar Flame
08. Imperial
09. Take The Black
10. Knights Of The 21st Century


Die neue HAMMERFALL– CD steht zum Verkauf bereit und hört auf den etwas längeren Namen „Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken“. Nach der erfolgreichen „Crimson Thunder“ gehen die Schweden nun in die fünfte Runde, wie man am Albumnamen unschwer erkennen kann. Und auch erneut gibt es von den Männern, die so manches Klischee erfüllen, wirklich erstklassigen Heavy Metal zu hören.

Sehr eingängige Melodien und Rhythmen gibt es gleich beim ersten Lied „Secrets“, welches schon gute sechs Minuten dauert. Besonders der wunderbare Refrain ist hier hervorzuheben. Auch bei „Blood Bound“ ist der Refrain das Herzstück. Dieser besticht durch einen mehrstimmigen Gesang bei dem der Titel des Stücks gesungen wird. Leider hört man aber auch dass die Hammerfall-Gitarrensoli zwar gut sind, aber nicht in der oberen Liga wie z.B. bei Iced Earth, Iron Maiden oder Judas Priest mitspielen können.

Der erste Umschwung erfolgt dann mit „Fury Of The Wild“. Und dieser Track ist wirklich wild. Ein schweres Riffgewand wartet zunächst bis der Gesang Joacim Cans etwas zu hoch ausfällt und nicht so ganz astrein klingt. Mit gekonnten Breaks mitten im Refrain macht es dieses Lied dennoch zu einem Schmaus für die Ohren. „Hammer Of Justice“ glänzt erneut mir mehrstimmigen Stimmlagen und ist wie das Vorgängerstück sehr heavylastig. Das ist beim nächsten Song „Never, Ever“ aber schon wieder anders. Dieser kann durchaus als Halb-Ballade durchgehen. Mit ruhigen Akustikgitarren-Strophen und späteren elektrischen Klängen inklusive Solo geht es recht abwechslungsreich zur Sache.

An sechster Stelle steht das gute „Born To Rule“, das zwar nicht durch Eingängikeit überzeugen kann, aber trotzdem im Gesamtbild klasse ist. „The Templar Flame“ ist dann nicht ganz so gut und reiht sich in die Reihe dann ein. Und wie es bei solchen Alben sein muss, gehört ein Instrumental dazu. Dieses nennt sich hier „Imperial“, dauert klassische zweieinhalb Minuten und setzt selbstverständlich voll auf eine Akustikgitarre.
Der Hammer kommt aber erst in Form von „Take The Black“. Erst typische Heavy Metal Strophen und dann ein unbeschreiblich gefühlvoller Gesang im Refrain. So hat ein wirklich perfekter Song auszusehen.

Und es hat sich wohl in letzter Zeit quasi zum Trend entwickelt, als Abschluss noch einmal ein überlanges Lied dem Hörer zu präsentieren. So gibt es auch bei Hammerfall mit „Knights Of The 21st Century“ einen 12-minüter zum Ende. Dieses Lied setzt sich aus grölenden Stimmen, Regengeprassel und einem vollständigen Song sowie einer stummen Phase zusammen. Nicht der Hit aber ein typischer Schlusspunkt eines Albums.

Schlechte Sachen gibt es „Chapter Five: Unbent, Unbowed, Unbroken“ mit Sicherheit nicht aber trotzdem kann man immer ein paar Sachen besser machen. Die fünfte Hammerfall-Scheibe bietet gekonnten klassischen Metal mit rauen, ruhigen, schnellen und lauten Tönen. Wer „Crimson Thunder“ mochte, wird auch diesen Longplayer mögen.

Bewertung: 8 / 10

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