CD-Review: Insanity Alert - Insanity Alert

Besetzung

Heavy Kevy – Gesang
Dave of Death – Gitarre
Moosi – Bass
Don Melanzani – Schlagzeug

Tracklist

01. Glorious Thrash
02. The Claw (Of All That Is Evil)
03. Zongo Vs. Eyeball
04. Macaroni Maniac
05. F.U.N.
06. Crucified By Zombies
07. Weedgrinder
08. Blunt In / Blunt Out
09. Flamethrower
10. Shit For Brains
11. Twist-Off Betrayal
12. Mankind Eraser (Must Destroy All)
13. Shell-Shocked
14. Arac Attack
15. Run To The Pit (Iron Maiden Cover)


Full-Length-Invasion aus Österreich! Wer sich Thrasher schimpft und bislang noch nichts von INSANITY ALERT gehört hat, sollte das spätestens jetzt ändern, denn die Innsbrucker sind nicht nur einer der aktuell hellsten Sterne am europäischen Thrash-Himmel, sondern legen nach der Demo „First Diagnosis“ und der EP „Second Opinion“ nun ihre erste, selbstbetitelte Langrille vor.

Dabei ist die Bezeichnung „lang“ mit Vorsicht zu genießen, denn die 15 Tracks auf „Insanity Alert“ werden in nicht einmal 30 Minuten heruntergeprügelt. Dass es allerdings auch nicht mehr Spielzeit braucht, um in diesem Genre ein ausgezeichnetes Album abzuliefern, wissen wir spätestens seit Slayers „Reign In Blood.“ Dementsprechend fackeln INSANITY ALERT auch nicht rum und treten das Gaspedal größtenteils durch. Lediglich in der Mitte der Scheibe bietet die Nummer „Blunt In / Blunt Out“ eine kleine Verschnauf- oder wohl eher Raucherpause, endet jedoch auch in einer Hochgeschwindigkeitsorgie.

Das passt gut ins Bild, bieten die Österreicher doch rastlosen Crossover-Thrash im Stile von Municipal Waste und D.R.I. Ihre Hausaufgaben haben die Jungs gemacht, die üblichen Trademarks wie Uptempo-Attacken, Mosh-Parts und schleppende Groove-Passagen sind technisch einwandfrei eingebunden und hier und da verfeinert mit Gang-Shouts, überraschenden Tempowechseln und netten Bridges. Was INSANITY ALERT dabei von der grauen Masse abhebt, ist der jugendliche und vor allem hungrige Charme, mit dem sie die Songs darbieten – das und natürlich der bisweilen herrlich dämliche Humor, der der Platte innewohnt. Titel wie „Zongo Vs. Eyeball“ oder „Macaroni Maniac“ sprechen da eine deutliche Sprache und unterstreichen, dass bei INSANITY ALERT „F.U.N.“ oberste Priorität hat. Der Blick in die Trackliste verrät außerdem, dass einige Lieder aus den vorangegangenen Veröffentlichungen den Weg auf die Scheibe gefunden haben und jetzt noch mal in besserem Soundgewand genossen werden können – so auch „Run To The Pit“, der Rausschmeißer und textlich modifizierte Coversong des Iron-Maiden-Klassikers.

Wie es kaum anders zu erwarten war, haben sich INSANITY ALERT mit jedem ihrer bisherigen Releases gesteigert und zeigen sich auf ihrem ersten Langeisen in Höchstform. „Insanity Alert“ ist ein mitreißendes, erfreulich frisches Thrash-Album ohne Durchhänger oder sonstige erkennbare Schwächen geworden, das man am liebsten gleich noch ein zweites Mal anhört und die Refrains mitbrüllt – wenn man das Tempo halten kann.

Bewertung: 8.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: