CD-Review: Iron Maiden - Brave New World

Besetzung

Bruce Dickinson – Gesang
Steve Harris - Bass
Dave Murray - Gitarre
Janick Gers - Gitarre
Adrian Smith - Gitarre
Nicko McBrain: Schlagzeug

Tracklist

01. The Wicker Man
02. Ghost Of The Navigator
03. Brave New World
04. Blood Brothers
05. The Mercenary
06. Dream Of Mirrors
07. The Fallen Angels
08. The Nomad
09. Out Of The Silent Planet
10. The Thin Line Between Love & Hate


Darauf haben die Fans gewartet! Nach den zwei eher schlecht angekommenen Alben mit Blaze Bayley als Sänger ist jetzt wieder Bruce Dickinson am Mikrophon. Nach seinen Soloalben ist er mit einer Reunion-Tour nun zu seinen Maiden zurückgekehrt. Zugegeben – ein großer Maiden-Fan war ich noch nie. Auch die „Brave New World“ stand bei mir auch nie hoch im Kurs und ich konnte ihr lange Zeit kaum etwas abgewinnen.
Doch bei einem weiteren der unzähligen Durchläufe machte es klick. Halt, das war doch gut! Das gefällt mir!

Der Mitsing-Kracher „The Wicker Man“ und das treibende „The Fallen Angels“ hatten mir von Anfang an gefallen und sind wohl die eingängigsten Tracks der Platte.Mit der späten Erleuchtung kam dann erst der Gefallen an „Ghost Of The Navigator“, das durch seine vielen Tempo-Wechsel sehr abwechslungsreich und nie langweilig wird. Der gute Titelsong, dass mit einem arschtretendem Riff versehene und etwas schnellere „The Mercanery“ und der maiden-typische Knaller „Out On The Silent Planet“ sind Maiden-Hymnen, wie sie im Buche stehen.
Mit „Dream Of Mirrors“, „The Nomad“ und „The Thin Line Between Love & Hate“ sind drei überlange Tracks auf der Platte gelandet ( 9 ½, 9 und 8 ½ Minuten), die ziemlich abwechslungsreich sind, aber beide im Endeffekt einfach nicht das gewisse Etwas haben, um ein besonderer Song zu sein. Gut, aber nichts herausragendes. Bei „Blood Brothers“ werden eher ruhigere Töne angeschlagen, und ist einer der stärksten Songs auf dem Album.

Innovativ ist „Brave New World“ sicher nicht, Maiden kopieren sich eher selbst als etwas wirklich neues zu erschaffen. Mit Bruce Dickinson zurück an der Front gewinnt der Longplayer einiges an Power und Stärke, keine Frage. Seine Stimme erkennt man unter Tausenden Sängern wieder, das war immer so und ist auch heute nicht anders. Meistens bleibt er jedoch in einer mittleren Stimmlage, große Experimente in hohen oder tiefen Regionen gibt es hier wirklich nicht, ist vielleicht auch ganz gut so.
Das Album ist gut, wenn man den Maiden-Stil mag – aber dennoch gibt’s auch hier Kritikpunkte. Der Drumsound ist viel zu leise und schwachbrüstig aufgenommen, deswegen knallt die Platte einfach nicht genug, dafür ist Steve Harris’ Bass ziemlich laut. Vielleicht war das aber auch alles genau so beabsichtigt… Und warum brauchen Maiden nur 3 Gitarristen? Wirklich, dass will mir nicht in den Kopf. Mit 2 Saitenzupfern würde alles wohl genau gleich klingen.

Wie auch immer. Ein Meilenstein oder ein göttliches Werk ist diese Reunion-Scheibe (neben Dickinson kam auch Adrian Smith zurück) wahrlich nicht. Ein gutes Heavy Metal Album, mehr nicht.

Bewertung: 7.5 / 10

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