CD-Review: Koldbrann - Stigma: Pa Kant Med Livet (EP)

Besetzung

Mannevond - Gesang, Gitarre
Kvass - Gitarre
G. (Geir) Antonsen - Gitarre
S.(Stian) Johnskareng - Bass
Fordervelse - Schlagzeug

Tracklist

01. Opium Fields Forever
02. Intifada
03. Fredløs
04. Avmaktens Isolat
05. Bestial Lust


Ruhig ist es geworden. Neben einer Split CD mit den Landsmännern von Faustcoven haben sich KOLDBRANN recht rar gemacht in den letzten zwei Jahren. Mit der EP „Stigma: Pa kant med livet“ melden sich die Norweger um Fronter Mannevond eindrucksvoll zurück.

Die EP beinhaltet neben 3 brandneuen Tracks auch den Song „Fredløs“ aus der Split LP mit Lja aus dem Jahre 2004, sowie das Bathory Cover „Bestial Lust“. Letzteres konnte meiner Meinung nach kaum besser gausgesucht werden. Passt dieser Song doch mitunter am besten zum Stil von KOLDBRANN.

Mit gewohnt räudigem Sound startet „Opium Fields Forever“ als erster Song im Mid-Tempo , bis Drummer Fordervelse in Fahrt kommt und der gewohnte KOLDBRANN-Sound erklingt. Der raue Gesang Mannevonds unterstützt die kreischenden Gitarrenriffs und im Nu ist die altbekannte, eisige Atmosphäre wieder da.
„Intifada“ und „Fredløs“ stehen dem in Nichts nach und bedürfen keine weiteren Worte als: Kalt, rau, bösartig. Das „Fredløs“ für die EP-Version in gekürzter Version neu eingespielt und abgemischt wurde ist zu verkraften, denn der Song profitiert hiervon eindeutig. Musikalisch wie auch soundtechnisch kein Vergleich zur ersten Version.Lediglich „Avmaktens Isolat“ fällt nun etwas aus der Reihe. Als düsterer Mid-Tempo Song, könnte man ihn fast als eine KOLDBRANN’sche Ballade über 7 Minuten bezeichnen. Dennoch muss er sich vor keinem anderen Song der Band verstecken.
„Bestial Lust“ darf sich zudem in die Reihe der Cover einreihen, welche nicht wie eine billige Kopie des Originals klingen. Ohne den Geist Quorthons zu verärgern, wird hier dem Großmeister gehuldigt, wie es bisher nur wenige Bands getan haben. Würde Quorthon aus Norwegen stammen, dann würde sein Sound mit großer Wahrscheinlichkeit genau so klingen!

Nach knappen 25 Minuten ist auch schon wieder Schluss, und trotzdem zeigen KOLDBRANN, dass sie auch abseits der Bühne in den vergangenen zwei Jahren nichts verlernt haben. Sie spielen nach wie vor das, was sie können: Kalter, echter Norwegischer Black Metal ohne Kompromisse, der kraftvoll, aber nicht überproduziert aus den Boxen hämmert.

„Stigma: Pa kant med livet“ist die perfekte EP für die kommenden Herbstnächte. Sie kann mit den bisherigen Releases von KOLDBRANN locker mithalten und ist definitiv ihr Geld wert. Dennoch, nach über 2 Jahren wollen die Fans eigentlich nur eines: Ein neues Album!

Keine Wertung

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