CD-Review: Megadeth - Peace Sells... But Who's Buying?

Besetzung

Dave Mustaine - Gesang, Gitarre
Chris Poland - Gitarre
David Ellefson - Bass
Gar Samuelson - Schlagzeug

Tracklist

01. Wake Up Dead
02. The Conjuring
03. Peace Sells
04. Devils Island
05. Good Mourning / Black Friday
06. Bad Omen
07. I Ain't Superstitious
08. My Last Words


Das zweite Album um Exzentriker und Ex-Metallica Gitarrist Dave Mustaine, dass es bis zur Platinauszeichnung (1992) gebracht hat. Gleich von der ersten Sekunde an geht es richtig zur Sache, „Wake Up Dead“ ist ein wahres Riff-Monster, das stellenweise allerdings etwas verworren klingt. Hat jedoch einen genialen Rhythmus und ist ein wahrer Headbangertraum. „The Conjuring“ macht an gleicher Stelle weiter und kann ebenfalls mit starker Melodie und krachenden Riffs überzeugen. Etwas gemäßigter lässt es der Midtempo-Kracher „Peace Sells“ angehen, der vor dem Erscheinen des Albums schon als Single ausgekoppelt wurde. Die Bridge zum Refrain besticht durch eine geiles Bass- und Gitarrenspiel, gegen Mitte wird auch dieser Song noch richtig schnell. „Devils Island“ ist ein wahrer Brecher, bei dem wieder mal und vor allem hier Chris Poland (Gitarre) und David Ellefson (Bass) ihre Stärken voll ausspielen, auch das Drumming (Gar Samuelson) spielt hier eine gewichtige Hauptrolle.

Mit akustischen Gitarren beginnt „Good Mourning / Black Friday“. Langsam setzen die restlichen Instrumente ein und begeben sich immer mehr in den Vordergrund, und es wird eine wundervolle Endzeitstimmung geschaffen. Härter und bombastischer wird der Sound nach und nach… bis etwa Mitte des Songs das Gaspedal volles Rohr durchgedrückt wird und jede noch lebende Gehirnzelle ins Jenseits bläst, was dann erfreulicherweise bis zum Ende hin konsequent durchgezogen wird. Mit Endzeitstimmung geht es auch bei „Bad Omen“ weiter. Hier wird die Spannung wunderbar aufgebaut, bis wieder ein richtig starkes Thrash Stück geboten wird. Exzellente, schon teilweise fast krank klingende Soli von Chris Poland gibt es hier wieder zu hören, das Drum’n’Bass Spiel ist überdies sehr hervorstechend und kann begeistern. Das „I Ain’t Superstitious“-Cover ist sehr melodisch, trotzdem hart, aber kann nicht wirklich überzeugen, eher ein Schwachpunkt des Albums. Wahnsinnige und richtig schnelle Riffs gibt es dann wieder bei den überzeugenden letzten Worten.

„Peace Sells….“ ist die wohl wildeste und schnellste Platte der Band, kann jedoch nicht durchgehend begeistern und auch produktionstechnisch nicht immer glänzen. Trotzalledem verstand es die Combo wirklich hervorragend, harten und schnellen Thrash mit überzeugenden Melodien zu verknüpfen. Alles in allem ein starkes Album, dass Megadeth den Durchbruch verschafft hat.

Bewertung: 9 / 10

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