CD-Review: Nocte Obducta - Aschefrühling (EP)

Besetzung

Marcel Breuer - Gesang, Gitarre
Torsten – Gesang
Stefan – Gitarre
Patrick – Bass
Matthias R. – Schlagzeug
Flange - Keyboard

Tracklist

01. Aschefrühling
02. Vorbei


NOCTE OBDUCTA haben kurz vor ihrer Pause noch eine Single veröffentlicht. Wirklich neu ist das Material nicht. Der erste Track „Aschefrühling“ findet sich auch auf der Vinyl-Version der EP „Stille“. „Vorbei“ war in dieser Form zwar noch nicht zu hören, dennoch ist es eine Remix-Version des Stückes.

Beginnen wir mit „Aschefrühling“: Schleppend und wohl überlegt erklingt das erste Lied, langsam kommt Doublebass hinzu. Zunächst einmal besteht der bald aufkommende Gesang schlicht aus einem Sprechpart, doch nur kurz darauf meldet sich der Gesang. Ab und an ertönt im Hintergrund die Stimme in Form eines klaren Zwischenrufes und zieht sich gesangähnlich hin. Dieses Zusammenspiel hört sich durchaus gut an, das Kreischen ist langgezogen, wirkt energievoll und steht im Vordergrund. Der Hintergrundgesang ist recht melodisch, wobei die Stimme nicht jedem gefallen wird. Die Riffs sind sehr melodiös und gelungen, sie hören sich also sehr gut an. Doch die Freude am Track währt nicht lange, denn nach der völligen Entfaltung geht es rapide bergab und NOCTE OBDUCTA beginnen mit dem Abspann. So gesehen hat man gut zwei interessante Minuten. Diese sind dafür nicht schlecht, erklären aber keinesfalls, warum die Band teils so gepriesen wird. „Aschefrühling“ ist wohlklingend, aber definitiv keine Offenbarung.

Da wirkt „Vorbei“ um Längen interessanter, wobei es sich auch hier um kein Meisterwerk handelt. Hier handelt es sich auch um Material von der „Stille“-EP, was man auch hört, da einzelne Charakteristika der beiden Lieder deckungsgleich sind. Ein ernstzunehmender Remix ist das nicht gerade, vielleicht eine überarbeitete Version, doch wahnsinnig stark verändert klingt „Vorbei“ im neuen Gewand beileibe nicht. Es fällt hauptsächlich auf, dass das Keyboard-Outro fehlt und die neue Version nicht mehr ganz so roh, sondern vielmehr gezielt dynamischer herüberkommt. Am stärksten erscheinen NOCTE OBDUCTA, wenn sie das Tempo mal wieder wechseln; die ruhigen Parts, in welchen auch der Bass zur Geltung kommt, wirken absolut gelungen. Ebenso sind auch hier die Riffbögen fein ausgearbeitet und schön anzuhören.

Alles in allem keine Veröffentlichung, die man braucht. Knapp zwölf Minuten Spielzeit mit zwei Stücken, die weit von neu entfernt sind, somit nur für wirkliche Fans der Gruppe geeignet. Die werden hiermit sicherlich ihre Freude haben, da die beiden Lieder schon gelungen sind. Nur eben nichts Grandioses; nichts, was man nicht schonmal vernommen hätte.

Keine Wertung

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