CD-Review: Orden Ogan - To The End

Besetzung

Sebastian Levermann — Gesang, Gitarre
Tobias Kerstling — Gitarren
Nils Löffler — Bass
Dirk Mever-Berhorn — Schlagzeug

Tracklist

01. The Frozen Few
02. To The End
03. The Things We Believe In
04. Land Of The Dead
05. The Ice Kings
06. Till The Stars Cry Out
07. This World Of Ice
08. Dying Paradise
09. Mystic Symphony
10. Angels War
11. Take This Light


Erstklassiger Power Metal aus der Heimat — dafür stehen ORDEN OGAN seit ihrer Erstveröffentlichung. Mit ihrem im Jahre 2010 erschienen „Easton Hope“ haben sie diese durch den Zugewinn an Erfahrung und eine Verbesserung der Spielweise noch übertreffen können. Und nun, passend zur etwas kälteren Jahreszeit, lässt Deutschlands größte Hoffnung in diesem Genre „To The End“ nach knapp zwei verstrichenen Jahren aus den Wolken schneien.

Schon, wenn man das in einem kühlen blau gehaltene, Artwork betrachtet, ahnt man, dass es auf „To The End“ frostiger zur Sache gehen wird, als auf den Vorgängeralben. Das Werk wird wie gewohnt durch ein Gitarren-Intro eingeleitet, das einen zugegebenermaßen etwas ungelenken Übergang zu dem Titelsong schafft, welcher mit schnellem Gitarrenspiel, starkem Refrain und wohlbekannten „Ohh-„ und „Ahh-“ Chören den Hörer jedoch von der altbekannten Qualität zu überzeugen weiß. Eingängige Riffs, schepperndes Schlagzeug, anmutiges Klavierspiel, eine hervorragende Stimme (die nicht wie bei so manch anderer Power-Metal-Band in nur für Eunuchen zu bewältigende Tonhöhen verfällt) und der gekonnte Einsatz von Chören vereinen sich hier zu einem bombastischen Gesamtwerk. An Abwechslung und mitreißenden Refrains wurde nicht gespart — gerade hier liegt, wie auch schon auf den vorhergehenden Veröffentlichungen zu erkennen war, eine nicht zu verachtenden Stärke der Band.
Da gibt es schnelle Stücke auf der Platte wie „Till The Stars Cry Out“, härtere, Blind-Guardian-anmutende Geschosse wie „Land Of Dead“ und bedrohliche Midtempo-Kompositionen („This World Of Ice“), die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Der Refrain von „The Things We Belive In“ hat einen schon fast hymnenhaften Charakter und mit „The Ice Kings“ ist auch eine sehr stimmungsvolle Ballade vorhanden… „Dying Paradise“ setzt auf den Kontrast zwischen relativ flotter, freudiger Strophenführung und einem choralen Refrain. Mit „Mysic Symphony“und „Angels War“ enthält „To The End“ obendrein die Live-Klassiker schlechthin— und das in kristallklarer Qualität. Das mich leicht an „The Candle Light“ von „Vale“ erinnernde, akustische Stück „Take This Light“ beendet das Werk schließlich auf relativ seichte, aber nicht unangenehme Art.

ORDEN OGAN haben ihr Können mit „To The End“ erneut unter Beweis gestellt! Ein Album ohne Schwachstellen, abwechslungsreich bis zum Schluss und doch eingängig in der Thematik. Hervorragend! Direkte Kaufempfehlung, bevor der erste Schnee naht! Der Winter kann kommen!

Bewertung: 9 / 10

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