CD-Review: Saxon - Thunderbolt

Besetzung

Biff Byford – Gesang
Paul Quinn – Gitarre
Doug Scarratt – Gitarre
Nibbs Carter – Bass
Nigel Glockler – Schlagzeug
Gastmusiker: Johann Hegg – Gesang (Track 06)

Tracklist

01. Olympus Rising
02. Thunderbolt
03. The Secret Of Flight
04. Nosferatu (The Vampires Waltz)
05. They Played Rock and Roll
06. Predator
07. Sons Of Odin
08. Sniper
09. A Wizard’s Tale
10. Speed Merchants
11. Roadies‘ Song
12. Nosferatu (Raw Version)


SAXON, das ist eine Institution. Nicht nur, weil die Band weltberühmt ist für ihre Leistungen in den 1980ern. Seit der Jahrtausendwende verwaltet sie ihr Alterswerk mit einer beinahe beispiellosen Würde: sich selbst treu, ohne Trends hinterherzulaufen und doch ohne größere Durchhänger. Gelingt das auch mit dem jüngsten Output, „Thunderbolt“?

Auffällig ist, dass SAXON darauf verzichtet haben, das Album mit allzu schnellen Drums zu unterlegen. Es geht insgesamt wieder etwas ruhiger zur Sache als noch auf „Battering Ram“ oder „Sacrifice“. Vielleicht liegt es gerade daran, dass es den Mannen um Biff Byford gelungen ist, abwechslungsreiche Songs zu schreiben. So geht es auf „Nosferatu“ mit ordentlich Keyboards theatralisch zur Sache, wohingegen „The Secret Of Flight“ leicht progressive Einschläge aufzuweisen hat. Auf „Predator“ gibt es Gastvocals von Johann Hegg (Amon Amarth). Mit „They Played Rock And Roll“ ist schließlich eine typische Motörhead-Nummer auf dem Album zu finden, die sich ganz, ganz tief vor Lemmy und seiner Lebensleistung verneigt.

Dass dieses Konzept immer noch so gut funktioniert, liegt vor allem an der Qualität der beteiligten Musiker. Biffs Gesang ist immer noch bemerkenswert klar und ausdrucksstark. Aber auch der Rest der Band arbeitet ohne jede Schwäche. Bei aller Abwechslung auf dem Album kann „Thunderbolt“ aber natürlich nicht verhehlen, dass es das 22. Studioalbum von SAXON ist. Schon alleine deshalb kann nicht alles taufrisch klingen und soll es wohl auch nicht. Man wird deshalb nicht umhinkommen, festzustellen, dass „Thunderbolt“ trotz der erkennbaren Stärken in zehn Jahren sicher nicht zu den Must-Haves der Briten gehören wird.

Wer sich damit abfinden kann, erlebt auf „Thunderbolt“ eine spielfreudige Band, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten Varianzen testet, ohne aber jemals wirklich ihre Komfortzone zu verlassen. Das sind eben unverkennbar SAXON – nicht mehr, aber keinesfalls weniger.

Bewertung: 7.5 / 10

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