CD-Review: Seth - Les Blessures De L’Ame (Re-Release)

  • Veröffentlichung: 2012
  • Label: Season Of Mist
Besetzung

Black Messiah – Gesang
Heimoth – Gitarre
Cyriex – Gitarre
Helldryk – Bass
Alsvid – Schlagzeug

Tracklist

01. La Quintessence Du Mal
02. Hymne Au Vampire (Acte I)
03. Hymne Au Vampire (Acte II) … Vers Une Nouvelle Ere
04. Le Cercle De La Renaissance
05. Les Silences D’Outre-Tombe
06. Dans Les Yeux Du Serpent…
07. ...A La Mémoire De Nos Frères
08. Corpus Et Anima (Bonus-Track)
09. Les Sévices De La Peste (Bonus-Track)


Dass französischer Black Metal derzeit groß im Kommen ist, zeigt sich nicht nur am Erfolg von Bands wie Merrimack oder Blut Aus Nord – auch alte Größen kehren zurück. So meldete sich unlängst mit SETH eine der traditionsreichsten Black-Metal-Bands aus Frankreich mit einem Live-Auftritt zurück, nun folgt der Re-Release des Debüt-Albums, weitere Aktivität darf vermutet werden.

Doch bereits der Re-Release dürfte Fans der Band erfreuen, ist das Debüt aus dem Jahr 1998 heutzutage doch äußerst schwer zu bekommen – und die Wiederveröffentlichung insofern durchaus sinnvoll. Doch auch aus anderen Gründen ist dieser Re-Release eine durchaus gute Idee gewesen – wurde hier doch am Sound der Platte nochmal kräftig gedreht, was dem Werk mehr als gut zu Gesicht steht: So bleibt dem Album sein roher, ungezähmter Charakter zwar erhalten, jedoch klingen die Instrumente dennoch differenziert und im Gesamtbild stimmig abgemischt – was man von der Original-Version ja nicht unbedingt behaupten könnte. Ergänzt um ein neues Artwork, sowie zwei Bonustracks, die sich gut in das Werk einfügen und tatsächlich eine echte Bereicherung für das Album darstellen, ist „Les Blessures De L’Ame“ so heute tatsächlich empfehlenswerter als es seinerzeit war, so man bereit ist, über die ein oder andere leicht verstimmte Gitarrenspur hinwegzusehen: Was durch das neue Soundgewand in neuem Glanz erscheint, ist nämlich wirklich gut gemachter, melodischer Black Metal, der Fans der frühen Cradle Of Filth oder Dimmu Borgir-Scheiben durchaus ansprechen sollte.

„Les Blessures De L’Ame“ ist auch 2012 noch kein Avantgarde-Album, und warum die Band bisweilen in diesen Kontext gestellt wird, ist mir bis heute unklar – Fakt ist jedoch, dass man hier ein grundsolides Melodic-Black-Metal-Album zu hören bekommt, dessen Facettenreichtum durch den überarbeiten Klang deutlich besser zur Geltung kommt als im Original. Ein gelungener Re-Release, der sich vielleicht sogar für diejenigen rentieren könnte, die das Album besitzen und im Original schätzen – allemal jedoch für Fans der Band oder auch der genannten Vergleichs-Bands, die nicht im Besitz der Scheibe sind.

Bewertung: 7.5 / 10

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