CD-Review: Shahyd Legacy - Dhivehi Covers Vol. 1

  • Veröffentlichung: 2018
  • Label: Eigenproduktion
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Shahyd Legacy – Gitarre
Zaahil – Gitarre
Jessy – Bass
Sinnu – Schlagzeug

Tracklist

01. Angaa Dheyshey
02. Loabeega
03. Fazzey Dhillenee
04. Mila Mila Handhuvaru
05. Aadhey
06. Jaazubee Asarugadha
07. Hinithun Velaashey Kalaa
08. Loabiveema


Aufmerksame Metal1.info-Leser kennen SHAHYD LEGACY von den Malediven natürlich längst von unserem „Metallisierte Welt”-Special. Es wird daher höchste Zeit, dass wir uns nicht nur mit der malediveischen Szene, sondern auch verstärkt mit ihrer Musik auseinanderzusetzen. Passenderweiser erreichte uns da SHAYD LEGACYs neuester Streich: „Dhivehi Covers Vol. 1“.

Im Gegensatz zu SHAHYDs Hauptband Sacred Legacy und seinen diversen anderen Nebenprojekten spielt er sich auf „Dhivehi Covers“ allerdings, wie der Name schon sagt, Coverversionen. Diese sind aus einem besonderen Grund interessant: Es handelt sich um Melodien von Liedern, die auf den Malediven besonders beliebt sind. Vornehmlich sind dies lokale Stars aus den 70ern, 80ern und 90ern. Aber keine Sorge: Wer jetzt Pop fürchtet, der irrt sich. SHAHYD LEGACY hat die Melodien ausnahmslos in ein gefälliges Melodic-Rock-Gewand gekleidet, sodass sie als leicht zu hörende, erwachsene Songs daherkommen und nur selten nach Radio klingen.

Stattdessen erwarten den aufgeschlossenen Hörer verträumte Songs mit streckenweise elegischen Melodien. Ein gutes Beispiel ist das ruhige „Mila Mila Handhuvaru“. Dass er auch lebendiger kann, beweist er dagegen beim flinkeren „Hinithun Velaashey Kalaa“. Wer sich aber auf maledivische Texten gefreut hatte, wird enttäuscht sein: Alle Songs auf „Dhivehi Covers Vol. 1“ sind rein instrumental. Lediglich auf „Jaazubee Asarugadha“ gibt es zwischendurch etwas Gesang zu hören. Das entscheidende an der CD ist aber definitiv SHAYD LEGACYs Gitarrenarbeit. Man hört ihm sofort seinen neoklassischen Ansatz an, der hier die Melodieführung dominiert.

Natürlich mag man kritisieren, dass einem mit gut 30 Minuten nicht gerade viel Musik geboten wird und dass die Produktion erkennbar die eines Heimstudios ist. Und vermutlich funktionieren die Songs ein Stück besser, wenn man die Originale kennt. Wer aber auf sanfteren Melodic Rock steht und offen für ein paar neue Harmonien ist, sollte „Dhivehi Covers Vol. 1“ eine Chance geben.


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Bewertung: 7 / 10

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