CD-Review: SuuM - Buried Into The Grave

Besetzung

Mark Wolf - Gesang
Painkiller - Gitarre
Marcas - Bass
Rick - Schlagzeug

Tracklist

01. Tower Of Oblivion
02. Black Mist
03. Buried Into The Grave
04. Last Sacrifice
05. Seeds Of Decay
06. The Woods Are Waiting
07. Shadows Haunt The Night


Schluss mit „la dolce vita“! Hier kommen die Doom-Metaller SUUM direkt aus der italienischen Hauptstadt Rom und zeigen mit ihrem Debüt „Buried Into The Grave“ souverän, dass unsere Miteuropäer aus dem Süden auch ganz anders können. Dieses steht nicht nur mit jeder Note in der Tradition der schleppenden, hoffnungslos klingenden Musik des Genres, sondern kann sich auch in so ziemlich jeder Hinsicht sehen bzw. hören lassen.

Was die Italiener mit ihrem Debüt nämlich bieten, ist feiner, old-schooliger Doom-Rock bzw. -Metal, der sich stilistisch relativ treffsicher zwischen Black Sabbath und Candlemass verorten lässt und eine drückende Atmosphäre aufweist. Schwermütige, zähflüssige Gitarrenläufe dröhnen dem Hörer ans Ohr und dazu singt sich Mark Wolf mit markanter, wehklagender Stimme sämtliches Leid und Kummer von der Seele. Dieses Zusammenspiel von Instrumentalarbeit und Gesang fühlt sich so organisch an, wie man sich das von allen Gruppen dieser Richtung wünschen würde und verleiht der Musik eine melancholische und bisweilen schaurige Stimmung. Gelungene Soli und Gesangseinschübe in rauen Stimmlagen, wie beispielsweise im Titelsong, tun zum Gefallen der Platte ihr Übriges.
Wenn es dieser jedoch an einer Sache mangelt, dann ist es Abwechslung, welche in der Tat über weite Strecken eher hintenan steht. Die sieben Songs sind allesamt sehr hörenswert, ähneln sich aber auch stark, vor allem hinsichtlich der durchgehend gedrosselten Geschwindigkeit. Wollte man einen Song besonders hervorheben, würde die Wahl auf „Last Sacrifice“ fallen, das sich durch seinen markanten Refrain ein Stück weit hervortut. Darüber hinaus ist es zwar schwierig, besonders auffallende Nummern zu nennen, den Umstand, dass jede für sich gelungen ist, hat „Buried Into The Grave“ allerdings so manch anderer Platte voraus. Und die Sogwirkung, die die finstere Musik entfaltet, kommt ohnehin dann am besten zum Tragen, wenn das Debüt von SUUM in einem Stück gehört wird.

Wer an oben genannten Bands oder dem Doom-Metal-Genre im Allgemeinen gefallen findet, ist bei SUUM mit „Buried Into The Grave“ in jedem Fall gut aufgehoben. Für die Zukunft wären noch mehr Songs mit hohem, eigenem Wiedererkennungswert eine schöne Sache, bis dahin sollte der Genre-Fan an diesem Werk aber viel Freude finden.

Bewertung: 7.5 / 10

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