CD-Review: The Crown - Doomsday King

Besetzung

Jonas Stålhammar – Gesang
Marcus Sunesson – Gitarre
Marko Tervonen – Gitarre
Magnus Olsfelt – Bass
Janne Saarenpää – Schlagzeug

Tracklist

01. Doomsday King
02. Angel Of Death 1839
03. Age Of Iron
04. The Tempter And The Bible Black
05. Soul Slasher
06. Blood O.D.
07. Through Eyes Of Oblivion
08. Desolation Domain
09. From The Ashes I Shall Return
10. He Who Rises In Might – From Darkness To Light


Bei allen Wiedervereinigungen, die es im laufenden Jahr schon gab, war die von THE CROWN mit Sicherheit eine der glücklichsten – so viel lässt sich sagen, ohne überhaupt einen Ton ihrer neuen Scheibe „Doomsday King“ gehört zu haben. Die Gruppe, die auch schon vor ihrer Pause perfekt zusammen agierte, kommt in beinahe gleicher Besetzung daher. Lediglich der ehemalige Sänger Johan Lindstrand konzentriert sich lieber auf seine eigene Band, One Man Army And The Undead Quartett, und ist daher nicht Teil des Neustarts.

Mit einem Neustart war für die Schweden auch untrennbar die Vertragsunterzeichnung bei einem neuen Label verbunden, nachdem die ersten vier Langspieler allesamt über Metal Blade Records das Licht der Metalwelt erblickten. „Doomsday King“, immerhin die erste Scheibe seit satten sieben Jahren, bedeutete nun auch gleichzeitig das Debüt bei Century Media Records.
Den Anfang macht dann auch gleich der Titeltrack, der stilecht mit apokalyptisch anmutendem Glockenschlag aufwartet, ehe ungewohnt singende Gitarren mit einem schön in Szene gesetzten Tremolo einsetzen. Wenn THE CROWN im Interview sagen, dass sie sich anno 2010 deutlich rifforientierter zeigen, kommt man auch anhand Songs im Sinne von „The Tempter And The Bible Black“ oder „Desolation Domain“ nicht umhin, dem uneingeschränkt zuzustimmen. Dass die Schweden mit Jonas Stålhammar außerdem einen neuen Mikrofonbefeuchter haben, fällt soweit gar nicht auf – und wenn, dann nur positiv. Stålhammar, bekannt übrigens durch die Schwedentod-Helden Utumno, passt zu THE CROWN wie die Faust aufs Auge, stellt seine Klasse mit variierenden Gesangsparts und damit viel Abwechslung unter Beweis.
Ein bisher ungewohntes Maß an Abwechslung bringt aber auch die Instrumentalfraktion beim Uptempo-Feuerwerk „Blood O.D.“, bei dem sich Schlagzeuger Janne Saarenpää mal so richtig austoben darf und tief in seine Blast- und Double Bass-Trickkiste blicken lässt. Ausladende Soli und melodische Leads („Age Of Iron“) stehen genau so auf der Tagesordnung wie stimmungsvolle Interludes („He Who Rises In Might – From Darkness To Light“). Die einzelnen Rollen sind klar verteilt und intelligent strukturiert, zusammen agieren die Skandinavier dennoch ein wenig komplexer, als man es zuletzt von ihnen gewohnt war („Through Eyes Of Oblivion“).

THE CROWN gehen auf ihrem neuen Studiomitbringsel zwar insgesamt etwas langsamer zu Werke, zeigen sich dafür aber merklich gereift. In Sachen Produktion hat Gitarrist Marko Tervonen beinahe alles richtig gemacht, lediglich das Schlagzeug dürfte dem ein oder anderen Hörer etwas zu modern – oder böse gesagt: steril – ausgefallen sein, ansonsten gibt es an in dieser mörderischen Death Metal-Schlagseite absolut nichts auszusetzen.. Dass die selbstverordnete Pause die absolut richtige Entscheidung war, hört man „Doomsday King“ mit jedem Song aus. THE CROWN sind zurück – stärker und frischer denn je. Willkommen zurück!

Bewertung: 8.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: