CD-Review: The Crown - Deathrace King

Besetzung

Johan Lindstrand – Gesang
Marko Tervonen– Gitarre
Marcus Sunesson – Gitarre
Magnus Olsfelt - Bass
Janne Saarenpää - Schlagzeug

Tracklist

01. Deathexplosion
02. Executioner (Slayer Of The Light)
03. Back From The Grave
04. Devil Gate Ride
05. Vengeance
06. Rebel Angel
07. I Won’t Follow
08. Blitzkrieg Witchcraft
09. Dead Man’s Song
10. Total Satan
11. Killing Star (Superbia Luxuria XXX)


Im Musikbusiness gibt es viele dieser Bands, Bands die gute bis geniale Musik machen, meistens sogar vielen Leuten gefallen und recht bekannt sind und trotzdem nicht über die Runden kommen. Die Schweden The Crown sind leider eine dieser Bands, die viel zu früh sterben musste. Anfangs der 90er nahmen sie ihre ersten Alben auf und wurden stets größer, „Deathrace King“ ist ein Manifest das deutlich zeigt wie groß diese Schweden geworden sind, in musikalischer Hinsicht. Denn dieses Album ist wohl das erste das wirklich von der breiten Metalgemeinschaft wahrgenommen wurde, was zum einen am erstklassigen Soundmaterial sowie auch daran liegt wie es dargeboten wird, doch darauf gehe ich noch später ein. „Deathrace King“ mutet fast wie ein Konzeptalbum an, jedoch nicht weil durchgehend eine Geschichte erzählt wird, sondern weil hier jedes Metalklischee zur Geltung kommt. Leute lest die Texte durch, die sind teilweise zu geil. Auch musikalisch wird ein großer Teil an Metalgeschichte durchritten. Ob Galoppriffs, Thrashgranaten, punkige (!) Death Metalbrecher usw. alles ist enthalten. Deshalb ist es für mich sozusagen ein Metalklischee Konzeptalbum.

„Deathexplosion“ schimpft sich der Opener und das trifft durchaus auf den Song zu. Die Jungs wissen ganz genau wie man eine CD eröffnen muss. Thrash meets Death und dazu dieser typische The Crown Sound, so lässt sich das Stück am besten beschreiben und mehr muss auch nicht gesagt werden. Denn alle Stück bewegen sich in diesem musikalischen Spektrum, mal langsamer, mal schneller und immer wieder abwechslungsreich. Einige Songs sind es aber wert erwähnt zu werden, so z.B. das unverschämt schnelle „Devil Gate Ride“ was musikalisch sehr gut zum rasenden Konzept passt. Im Gegensatz dazu steht der „Dead Man’s Song“, ein schleppendes Stück welches gut für eine kleine Verschnaufspause ist. Der absolute Oberhammer der Platte ist aber der sechste Song „Rebel Angel“, dieses Stück kann einfach alles. Es rockt nach vorne wie Motörhead, allerdings mit einer Kraft wie man sie nur aus dem Death Metal kennt. Dazu gesellen sich noch einige Hooklines und eine Ohrwurm-Refrain. Ihr habt noch nie einen Extrem Metal-Sommerhit gehört, den man auch im Schwimmbad hören kann? Hier ist er. Herausstechen tut zudem noch das punkig dahingerotzte „Total Satan“ und das abschließende, recht epische „Killing Star“.

Unter Strich ist „Deathrace King“ also die volle Bedienung für The Crown-Liebhaber die es nicht zu anspruchvoll lieben und eher auf Effektivität und Spaß als auf technisch ausgefeilte Death Metal-Massaker. The Crown gehen hier keinerlei Komprisse ein und rocken einfach nur von der ersten bis zur letzen Sekunde und genau das macht den Charme dieses Werkes aus.

Bewertung: 8.5 / 10

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