Review The Crown – Death Is Not Dead

Alles noch einmal auf Anfang im Hause THE CROWN – nachdem die schwedische Death-/Thrash-Kapelle sich 2010 mit „Doomsday King“ und neuem Sänger Jonas Stålhammar zurückmeldete, fand diese Zusammenarbeit schon bald ein jähes Ende. Unter den Jubelrufen der Fans kehrte Ur-Sänger und bekennender Elvis-Koteletten-Träger Johan Lindstrand im Herbst 2011 zum zweiten Mal (nach 2002) in der Bandgeschichte wieder zurück. Der Titel des nun richtigen Comeback-Albums „Death Is Not Dead“ ist demzufolge in seiner Schlussfolgerung logisch und nur allzu deutlich. Aber macht Lindstrands Rückkehr automatisch alles besser?

THE CROWN waren schon seit jeher dafür bekannt, eine gelungene Mischung aus schwedischen Death Metal und thrashigen Klängen zu kreieren und dies zudem noch mit einer rockig-rotzigen Attitüde zu versehen. Höhepunkte wie „Deathrace King“ oder „Crowned Unholy“ stehen stellvertretend hierfür. So gesehen war „Doomsday King“ schon eine kleine Enttäuschung, doch das neue Album macht in dieser Hinsicht wieder einiges wett. Mit Lindstrand kehren augenscheinlich die Spielfreude und das Rock-Flair, welches der gute Mann einfach mit seinem herrlichen Groove in der Stimme zu transportieren weiß, zurück. Zwar fällt der Start mit dem holprigen Opener „Headhunter“ noch etwas mager aus, doch schon der Nackenbrecher „Iblis Bane“ reißt mit seinen abwechslungsreichen Riffs und seiner Ausgewogenheit aus Härte und Melodie mit. Ein typischer THE CROWN-Track, welcher dem Fan ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte. Im weiteren Verlauf des Albums gelingt es den Schweden nahezu spielerisch leicht, an ihr altes Niveau heranzukommen. Songs wie das thrashige „Struck By Lightning“ oder die Abreißbirnen „Speed Kills“, „Herd Swine“ und „Godeater“ hätten auch genauso auf älteren Platten stehen können. Dies entpuppt sich auf lange Sicht hin leider auch als einziges Problem der Scheibe – Überraschungen sucht man auf „Death Is Not Dead“ vergebens. Einzig das gemächliche „Eternal“ (Paradise Lost-Cover) sowie das sehr melodische Instrumental „Meduseld“ fallen hier aus dem Rahmen. Dennoch ist diese Rückbesinnung auf alte Stärken insgesamt absolut hörenswert und es dürfte der Band auch ein Anliegen gewesen sein, genauso zu klingen. Zudem hat man mit „Horrid Ways“ einen neuen potenziellen Live-Klassiker fabriziert.

So gesehen dürfen sich die langjährigen Fans auf ein angenehm old-schooliges Comeback freuen, welches zwar keine großen Neuerungen auffährt, dafür aber mit Spielfreude, fetten Riffs und der unverwechselbaren Röhre Johan Lindstrands zu punkten weiß. Im Endeffekt lässt sich sagen: Aufgabe erfüllt. Wegtreten!

 

Wertung: 7.5 / 10

Publiziert am von Sebastian Ostendarp

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