CD-Review: Thorngoth - Thelema Of Destruction

Besetzung

Akhorahil - Gesang, Keyboard
Sorath - Gitarre, Keyboard
Corpse - Bass
Grond - Schlagzeug

Tracklist

01. Marching Order
02. The Nameless
03. Pentaklysm
04. Eternal Downfall
05. Der Übergang
06. Purgatory
07. Requiem Aeternam
08. Deity of Malice
09. Consequence Of Fate
10. Son Of Damnation


THORNGOTH – Was verbirgt sich hinter diesem Namen? Nunja, zunächst einmal wäre nennenswert, dass Sänger Akhorahil außerdem bei den wesentlich bekannteren Black Metallern von Lunar Aurora als Keyboarder tätig ist. Ansonsten kann man über die Band nicht viel erzählen, sie wurde vor mittlerweile vier Jahren gegründet und konnte mit ihrem Demo „Sigillum“, auf dem rauer und dennoch melodischer und atmosphärischer Black Metal geboten wurde, schon einige Blicke auf sich ziehen. „Thelema Of Destruction“ nennt sich nun das erste Volllängenalbum, das über Northern Silence Productions erschien. Mit über einer Stunde Material wartet man auf und bleibt sich selbst vollkommen treu. Fast schon zu treu.

Ein kurzes Intro zu Beginn von „Marching Order“ läutet die Scheibe ein, doch schnell findet man sich in typischen Black Metal-Songs wieder. Die Produktion ist durchaus gut, wenn auch gegenüber dem Demo etwas drucklos geraten – was ich etwas schade finde. Der Gesang hingegen wirkt bereits wesentlich reifer und klingt insgesamt sehr eigenständig, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Rifftechnisch geht es recht simpel zu, ab und zu streut man die ein oder andere Old-schoolig wirkende Passage ein, überwiegend herrschen jedoch Blastbeats vor. Die schwedisch anmutende Mitte dieses Songs erzeugt eine tolle Atmosphäre und stellt so den Höhepunkt des eröffnenden Liedes dar und insgesamt muss man sagen, dass „Marching Order“ ein durchaus gelungener Opener ist, trotz der fast gar anstrengenden Länge. Bei „The Nameless“ wagt man sich auch überwiegend in etwas langsamere Gefilde und erinnert ein wenig an die letzte Scheibe von Koldbrann, „Pentaklysm“ hingegen ist wieder sehr melodisch und eher eingängig. Weiterhin bleibt man dem Stil sehr treu, versucht sich aber lediglich in grob gesagt zwei Rhythmusschemen; schleppenden und knüppelnden Songs. Rifftechnisch zeigt man durchaus Abwechslung, auch wenn man sich davon hier und da mehr dieser guten Momente gewünscht hätte. Ein großes Problem des Albums ist auch die überdurchschnittliche Länge, die wirklich aufmerksames Zuhören verlangt, was sich bei dieser Musik jedoch als schwieriger herausstellt, als man meinen würde.

So ist „Thelema Of Destruction“ ein durch und durch solides Album, auf dem man allerdings noch einige Schwächen des Demos besser hätte ausbessern können (wobei mit dem hier großartigen Artwork ein sehr deutlicher Schritt getan wurde). Einen Namen werden sich THORNGOTH hiermit sicher erspielen können, wie groß dieser dann sein wird, das hängt vom zukünftigen Schaffen der Band ab. Der Erstling dieser Band ist ein durchaus guter „Einstieg“, Anspruchsvolle wird das aber nicht vom Hocker reißen. Wer das Demo mochte oder auf melodisch-rauen Black Metal ohne viel Schnickschnack steht, der ist hier bestens bedient.

Bewertung: 6.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: