CD-Review: Treblinka - Shrine Of The Pentagram

Besetzung

Johan „Helslaughter“ Edlund – Gesang, Gitarre
Stefan“Emetic“ Lagergren – Gitarre
Jürgen „Juck“ Thullberg – Bass
Anders „Najse“ Holmberg – Schlagzeug

Tracklist

Disc 1:
Crawling In Vomits (demo - 1989)
01. Crawling In Vomits
02. Earwigs In Your Veins
03. Hail To Cruelty
04. Cadaverous Odour
The Sign Of The Pentagram (demo - 1989)
05. Nocturnal Funeral
06. Evilized
07. Necrophagous Shadows
08. Mould In Hell
Severe Abominations (seven-inch - 1989)
09. Severe Abominations
10. Earwigs In Your Veins
Rehearsals
11. Hail To Cruelty (1989)
12. Earwigs In Your Veins (1989)
13. Mould In Hell (1989)
14. Evilized (1989)
15. Hail To Cruelty (2008)

Disc 2:
Live At Roy (November 20, 1988)
01. Crawling In Vomits
02. Earwigs In Your Veins
03. Hail To Cruelty
04. Cadaverous Odour
Live At Vita Huset (February 25, 1989)
05. Intro
06. Necrophagous Shadows
07. Crawling In Vomits
08. Mould In Hell
09. Hail To Cruelty
10. Earwigs In Your Veins
11. Evilized
12. Cadaverous Odour

Disc 3:
Live Somewhere In Stockholm (April 7, 1989)
01. Nocturnal Funeral
02. Crawling in Vomits
03. Cadaverous Odour
04. Necrophagous Shadows
05. Evilized
06. Hail To Cruelty
07. Earwigs In Your Veins
"Sumerian Cry" Instrumental Studio Outtakes
08. Apotheosis Of Morbidity
09. Necrophagous Shadows
10. The Malicious Paradise
11. In The Shrines Of The Kingly Dead
12. Altar Flame
13. Evilized
14. Nocturnal Funeral
15. Where The Serpents Ever Dwell


TREBLINKA dürften den meisten nur vom Namen her ein Begriff sein, sei es aufgrund des provokativen Namens oder des Faktes, dass mit Johan Edlund der Chef von Tiamat hier seine ersten musikalischen Gehversuche unternahm. Doch neben vielen anderen Bands brachte Daniel Erkeroths „Swedisch Death Metal“ auch TREBLINKA wieder in den Fokus. Denn obwohl die Band aufgrund ihres Namens (gleichzeitig der eines der brutalsten Konzentationslager) recht kurzlebig war, kann ihr eine gewisse Bedeutung in der Frühphase der schwedischen Death- und Black-Metal-Szene nicht abgesprochen werden. „Shrine Of The Pentagram“ fasst nun den gesamten Output der Band zusammen.

Eines vorweg: Mit Tiamat, Johan Edlunds Hauptband, haben TREBLINKA überhaupt nichts gemein. Vielmehr bietet „Shrine Of The Pentagram“ eine Sammlung von Tracks, die alle zwischen Death- und Black Metal angesiedelt sind, ohne dabei wirklich in eine der beiden Kategorien zu passen.
Auf der ersten Scheibe sind die Studioaufnahmen der Bands verewiglicht – die beiden 1989er Demos „Crawling In Vomits“ und „The Shrine Of The Pentagram“ sowie die „Severe Abominations“-7“ aus dem gleichen Jahr. TREBLINKA spielen auf diesen Stücken einen recht rohen Sound, der an Celtic Frost erinnert, was auch als musikalische Referenz nicht fehl am Platz ist. Auffällig ist, dass der Sound der Band im Verlaufe der Scheibe immer brutaler bzw. härter und auch durchaus schneller wird.
Zusätzlich finden sich auf dieser ersten CD von „Shrine Of The Pentagram“ noch fünf Mitschnitte aus dem Probenraum, die klanglich natürlich noch einen Zacken schlechter und dumpfer sind, den Geiste der Bands jedoch widerspiegeln.

Die die beiden anderen Tonträger enthalten Livemitschnitte von drei Konzerten aus den Jahren 1988 und 1989. Neue Songs enthalten diese natürlich nicht, allerdings sorgen die raue Aufnahmequalität und der Lärm des Publikums dafür, dass man sich in einen kleinen stickigen Klub voller Metalheads hineinversetzt fühlt. Man fühlt sich mittendrin, sieht förmlich den kondensierten Schweiß an den Wänden herablaufen genießt die ungezügelte, urtümliche Mischung aus Death- und Black Metal, die TREBLINKA ausmachte.
Den Abschluss der dritten CD von „Shrine Of The Pentagram“ bilden ein paar instrumentelle Rehersalmitschnitte, die noch einmal ein paar neue Songs mitbringen. Qualitativ auf einer Stufe mit den anderen Songs, fehlt diesen Stücken doch merklich der Gesang. TREBLINKA sind schlicht keine instrumentelle Prog-Kapelle, sondern eine rohes Abrisskommando.

„Shrine Of The Pentagram“ ist allen Liebhabern alter Demos und dem Sound der ersten Extreme-Metal-Alben dringend ans Herz zu legen. TREBLIKNAs Musik ist nun endlich flächendeckend zugänglich, was bei der Qualität des Materials längst überfällig war. Der Sound dürfte natürlich einige abschrecken, aber dass man hier nicht mit einer modernen Produktion rechnen darf sollte eigentlich klar sein. Wer also nicht in Schweden, Polen oder Frankreich lebt (denn dort wird diese Zusammenstellung nicht offiziell vertrieben) sollte hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

Keine Wertung

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