BLECH Folge 55: Wie peinlich ist Metal? (Und wie cool?)

Na, wer von euch ist schon mal auf einem Konzert oder beim Plattenhören zusammengezuckt, weil etwas so richtig peinlich war? In dieser Folge BLECH geht es um Cringe und Coolness – und zwar in der Eigen- und in der Fremdwahrnehmung der Szene.

Ist es cringe, Metalfan zu sein? Gelten im Metal andere Dinge als cool als im Mainstream? Welche Stilrichtungen, Bands oder Looks finden wir in der Szene so richtig peinlich? Und wieso gibt es eigentlich so viele metallische Selbstparodien? Schämt sich der Metal hier etwa für sich selbst?

Martina beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte der Coolness, Justus hat sich damit auseinandergesetzt, was es über den Zeitgeist jüngerer Generationen aussagt, dass „cringe“ so omnipräsent ist. Gemeinsam finden wir heraus, was Metal als Genre und Szene vielleicht ganz anders macht als die Massenkultur und teilen unsere gnadenlos subjektiven Einschätzungen: Schwarz-weiß-Ästhetik, Fusselbärte, Pathos-Balladen, Uralt-Bandshirts, Party Power Metal, knappe Ansagen, Kronkorken auf der Kutte, der D-Beat, Christopher Lee, Alan Averill oder Ihsahn – was davon finden wir cool? Und was ganz doll cringe?

Außerdem geht es um die unsichtbare Orange, Headbangen in der Kirche, die Erfindung der Bürokutte und die Frage, ob das Didgeridoo das Growling unter den Musikinstrumenten ist.

Metal1.info sucht Redakteur*innen! 

Du hast Lust, von Konzerten zu berichten, spannende Interviews zu führen, neue Alben zu rezensieren und in einem tollen Team die Feder zu schwingen? Dann schau doch mal hier vorbei!

Shownotes:

Der Metal1.infoletter

ZEIT-Online-Artikel zur Geschichte der Coolness

Studie zu Attributen cooler Menschen

Quellen zu Cringe (Gen Z und Dating) 

Cartoon “Wir zeigen alle unsere Schals”


Lust auf mehr? HIER findest du alle Folgen im Überblick:


Du willst uns FEEDBACK geben?

Gerne! Unsere Podcaster erreichst du per Mail unter blech@metal1.info oder öffentlich über die Kommentarfunktion!

4 Kommentare zu “BLECH Folge 55: Wie peinlich ist Metal? (Und wie cool?)

  1. Moin,
    darf man hier Themenvorschläge machen? Ich meine, das Thema Metalvereine hattet ihr noch nicht. Ich find das eigentlich total spannend, dass Leute Vereine zum Thema Metal gründen. Teilweise sicher, um sich einfach auszutauschen und zusammen auf Konzerte zu fahren und so. Aber es gibt ja auch Vereine, die ehrenamtlich selber Konzerte und teilweise über Jahre richtige kleine Festivals veranstalten. Oder Nachwuchsförderung machen. Das ist irgendwie voll beeindruckend. Und die Kombo aus ausgerechnet Metal und (im besten Sinne) biederer Vereinsmeierei mit Satzung, Sitzung und Finanzamt und so … Es ist auch eigentlich unglaublich (wieder im besten Sinne), dass Heavy-Metal-Kultur zu fördern in Deutschland als gemeinnützig anerkannt ist. =D (Völlig berechtigt, trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei, den wir heutzutage leider vielleicht besonders fördern müssen.) Aber wie viele Metal-Vereine gibt’s eigentlich so? Und wie sind die entstanden?
    Vielleicht habt ihr ja irgendwann Bock auf das Thema. Aber die bisherigen Themen waren auch alle interessant. (Danke!) =D

    1. Moin, danke für den Vorschlag (und die Blumen)! Das Thema scheint auf den ersten Blick ein bisschen nischig, aber wir schnacken mal und schauen, ob sich das vielleicht sogar in was Größeres einbetten lässt. Auf jeden Fall sind Vorschläge immer super!

  2. Ihr habt es angerissen, das Mitsingspiel, aber ihr ward jüngst nicht in Nürnberg bei Powerwolf und Hammerfall (Windrose ausgenommen). Zugegeben, als Be’lakor-Hörer ist das nicht meine Komfortzone, aber ab und an gibt mir dieser Heavy-Einschlag was, insbesondere die beiden Vertreter. Erstmalig also live…
    Es ist einfach unfassbar, wie nahezu jeder Song eine „Ohohoho“(Weihnachtsmann)-Linie zum Mitschunkeln aufweist, die Ansagen dann noch ein „Seid-ihr-alle-da?“ (Kasperltheater)-Gebrüll einfordern – gerne drei Mal wiederholt – und wie man jeder Fan-Eigeninitiative mit Vorab-Einlernen eines Refrains begegnet, den eh jeder Neuhörer nach dem ersten Vorsingen gekonnt hätte. Das mag schon mal drin sein, aber in der Masse war es malträtierend… und arg peinlich!

    Auch dass sich Powerwolf den Bühnentechnik-Katalog komplett gönnen und dann mehrfach die große Videoleinwand so ideenlos und grafisch dilettantisch ausfüllen (und dabei ist nicht generell ihr Maskottchen gemeint, sondern eher dessen abgehackte Bewegung, die sich minimalistisch fortwährend wiederholt)… das ist auch peinlich! Und kein Einzelfall, wie Parkway Drive nach wunderbar choreografierten „kleineren“-Konzerten mit ihrer neuen Monsterleinwand unter Beweis gestellt haben.

    Ist jetzt länger geworden als gedacht; hat mich euer Podcast scheinbar getriggert ;) Dank!

    1. Das ist bandmäßig alles nicht so unsere Tasse Bier, aber klingt schon wahrhaft unangenehm, wenn’s so dermaßen forciert und mit dem Holzhammer auf Live-Erlebnis getrimmt wird. Nicht zuletzt das Mittel des „Vorab-Einlernen eines Refrains“ sollte wirklich nur sparsam eingesetzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert