Interview mit Jeremy Bolm von Touché Amoré

Nachdem sie Ende September ihr drittes Album „Is Survived By“ veröffentlichten und damit zeigen konnten, dass sie ihrem bereits sehr innovativen Zugang zu melodischem Hardcore noch eine ganz neue Dimension verleihen können, ohne dabei ihren Stil zu verfremden, machen sich TOUCHÉ AMORÉ im November 2013 auf, einmal mehr Europas Clubs abzureißen. Vor einer schweißtreibenden und beeindruckenden Show in München trafen wir uns mit Sänger Jeremy Bolm, der uns Einiges über den Songwriting-Prozess, seine Meinung zur Reunion von Modern Life Is War und zur aktuellen Hardcore-Generation erzählte.

Touché Amoré Logo

Hi Jeremy, erstmal danke, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst!
Nichts zu danken, immer gerne!

Ihr seid ja seit ein paar Tagen auf Europatour – wie läuft es bisher?
Es ist großartig. Um genauer zu sein, war es bisher sogar sehr, sehr überwältigend, wenn man sich vor Augen führt, wie viele Leute bisher zu den Shows gekommen sind. Das ist echt irre. Gleichzeitig aber auch total schön.

Kommen denn mehr Leute zu euren Konzerten als auf eurer letzten Europatour?
Hm, das ist schwer zu sagen. Die Sache ist, wir haben hier so viele Support-Touren hier gespielt, dass wir gerade zum ersten Mal seit unseren ersten Shows in Europa, also seit 2010, eine ‚echte‘ Headliner-Tour durch Europa spielen. Das letzte Mal sind wir mit Converge unterwegs gewesen, davor mit Rise Against und davor waren wir auf einigen Festivals. Klar, wir haben vereinzelt auch Headliner-Shows gespielt, aber keine vollständige TOUCHÉ-AMORÉ-Headliner-Tour, wenn du weißt, was ich meine. Aber ja, wie gesagt, bisher ist es echt irre – es ist schon toll zu sehen, dass die ganzen Support-Geschichten sich scheinbar gelohnt haben, dass sich vielleicht ein paar Leute gedacht haben: „Hm, die schau ich mir das nächste Mal wieder an, wenn sie kommen!“

Also ihr vergleicht das momentan besser mal nicht mit den Zuschauerzahlen bei den Rise-Against-Shows, oder?
(lacht) Nein, sicher nicht. Ich glaube, mit diesen Shows werden wir niemals irgendetwas vergleichen, das war wahrscheinlich das Wahnsinnigste, was wir jemals gemacht haben. Ich bin zwar wirklich froh, dass wir so etwas einmal durchgezogen haben, aber ich glaube nicht, dass ich so eine Arenatour jemals wieder in meinem Leben mitmachen will.

Touché Amoré 1

Wie du schon angesprochen hast, wart ihr bereits einige Male in Europa, ich habe euch hier jetzt glaube ich schon drei Mal gesehen…
Ja, das ist unser sechster Besuch hier.

Gibt es denn eine spezielle Verbindung zu Europa oder Deutschland für euch? Unterscheiden sich die Shows von denen, die ihr in Amerika spielt?
Weißt du, wir haben gerade eine US-Tour gespielt und ich finde es echt am besten, direkt danach nach Europa zu kommen, denn es ist wirklich unterschiedlich. Hier gibt es einfach ein anders Level an…, hm, wie soll ich das beschreiben… Begeisterung, vielleicht. Es ist schwer, das in Worte zu fassen. In den USA sind die Shows meistens ziemlich wild, die Kids springen dauernd in die Menge, singen mit, all das eben – da gibt es so etwas wie eine Sprachbarriere einfach nicht. Dann kommst du hierher und klar, ab und an gibt es vielleicht Verständigungsschwierigkeiten – aber das Level an Begeisterung ist dafür auch wirklich auch so eine Art Wertschätzung, dass wir den Weg hierher auf uns genommen haben. Du fühlst dich wirklich sehr, sehr willkommen, während es in den Staaten eben so ist, dass die Leute sowieso davon ausgehen, dass du spielst, weil du ja eh schon ‚da‘ bist. Da heißt es dann eben „Cool, sie kommen in die Stadt“. Ich würde sagen, das ist der größte Unterschied in der Einstellung.

Kannst du uns denn etwas über die Supportbands auf dieser Tour sagen? Wenn ich richtig informiert mit, dann ist Dad Punchers das Nebenprojekt eures Drummers, oder?
Japp, genau so ist es. Normalerweise spielt er jedes Mal mit einer unterschiedlichen Bandzusammensetzung, wenn er auf Tour ist, aber nachdem wir dieses Mal alle hier sind, spielen dort insgesamt drei Jungs von uns. Die andere Band ist „Self Defense Family“. Sie sind, wie wir, auf Deathwish, aber haben auch eine unfassbare Menge an 7“-Platten auf anderen Labels veröffentlicht. Wenn Leute denken, dass wir viele 7“s veröffentlicht haben, glaub mir, das ist lachhaft gegen Self Defense Family. Lass mich überlegen, ich glaube sie haben… (überlegt angestrengt) Ich glaube mindestens zwölf bis 15 7“s. Und der Plan ist, dass innerhalb des nächsten Jahres neun weitere veröffentlicht werden. Und dazwischen kommt auch noch ein Album, dass im Januar erscheint. Es heißt „Try Me“ und ist großartig.

Kanntest du Self Defense Family vor dieser Tour schon besser?
Ja, ich kenne Patrick, ihren Sänger, schon seit einer Weile. Er hat früher in einer Band namens Drug Church gespielt, die auch großartig sind. Ich habe letztens auf meinem eigenen Label erst eine 7“ von Drug Church veröffentlicht. Patrick ist auf jeden Fall ein ganz eigener Charakter. Wenn du das Konzert nachher siehst, dann wirst du wissen was ich meine. Er ist wahrscheinlich einer der besten Menschen, die ich kenne. Das würde ich ihm sicher nicht persönlich sagen, weil er mich wahrscheinlich auf Übelste aufziehen würde, aber ich mag ihn unfassbar gerne.

Is Survived ByWo du gerade das neue Album von Self Defense Family angesprochen hast: Euer aktuelles Album „Is Survived By“ wurde Ende September veröffentlicht. Wie waren die knappen zwei Monate seit der Veröffentlichung?
Es ist wirklich wahnsinnig, dass das schon wieder zwei Monate her ist… Es ist auch schwer, die Zeit und die Reaktionen seitdem einzuschätzen. Ok, wenn man sich die Medien anschaut, sei es Reviews oder Interviews, dann sind die Reaktionen schier überwältigend und es ist unfassbar, wie viel Liebe wir für dieses Album erfahren. Das ist besonders toll, wenn man sich die Nervosität noch einmal vor Augen führt, die während dem Schreibprozess vorgeherrscht hat. Da ist uns echt ein Stein vom Herzen gefallen. Aber in den USA war es uns bisher kaum möglich, ein direktes Feedback einzuholen, weil wir quasi direkt mit der Veröffentlichung von „Is Survived By“ auf Tour mit AFI gegangen sind. Das Ding war, dass quasi alle AFI-Shows innerhalb von 30 Sekunden ausverkauft waren. Sprich: Wir haben ausschließlich vor AFI-Fans gespielt. Niemand im Publikum wusste, dass wir ein neues Album draußen haben, niemand wusste, dass wir überhaupt ein Album draußen haben – wir waren einfach irgendeine Band, die halt vor AFI spielt.
Diese Shows in Europa sind also das erste Mal, dass wir neue Songs vor ‚unserem‘ Publikum spielen. Und man kann soviel Reaktionen auf die neuen Sachen auf Twitter oder in Foren lesen, wie man möchte: Du wirst erst wissen, wie gut ein Album ankommt, wenn du die Atmosphäre bei den Shows spürst. Und wie bisher gefeiert und mitgesungen wurde, fühlt sich einfach unfassbar gut an.

Wie schwer ist es denn für euch mit nun drei Alben die Setlist zusammenzustellen?
Wir spielen ungefähr 50 Minuten und werden, wenn ich mich jetzt nicht verzähle, 25 Songs spielen. Ich denke, letztes Mal, als wir hier waren, waren es so 18 oder 19, wie spielen also immer noch ziemlich viel von all unseren Veröffentlichungen. Ok, von den 7“s spielen wir nur noch „Gravity, Metaphorically“ von der Split mit Pianos Become The Teeth. Aber ansonsten ist es eine ziemlich gesunde Mischung, würde ich sagen.

Ich frage das auch hinsichtlich eurer Texte – während eure alten Lieder ja häufig sehr verzweifelt und traurig waren, sind die neueren Stücke insgesamt deutlich positiver. Ist es jetzt schwerer für euch, die alten Songs zu spielen, weil ihr euch nicht mehr so gut damit identifizieren könnt?
Das ist wirklich interessant, du hast gerade exakt die gleiche Frage gestellt, wie der Interviewer vor dir. Ich bin das bisher noch nie gefragt worden und hatte bis vorhin wirklich auch nicht darüber nachgedacht, vielleicht sollte ich mich auf diese Frage in Zukunft besser vorbereiten.
Weißt du, es kann so etwas scheinbar Kleines sein, wie die Reaktion eines Zuschauers auf einen alten Song sein, die dich daran erinnert, wie wichtig dieser Song war und der zeigt, wie wichtig dieser Song für eben diese Person ist. Dann macht es auf einmal ‚klick‘ und du willst diesen Song so intensiv du nur kannst für diese eine Person singen. Was du gleichzeitig auch bedenken musst: Wir haben alle diese Songs so oft gespielt – wenn ich jeden Abend so gefühlt hätte, wie ich es beim Schreiben dieser Songs getan habe, wäre das höchst ungesund. Es ist also wirklich die Reaktion im Publikum, die ein bestimmtes Gefühl aufkommen lässt.
Im Bezug auf die generell positivere Tendenz der Texte muss man festhalten, dass es uns allen einfach viel besser im Vergleich zu damals geht. Ich habe da ja auch immer sehr offen drüber geredet, wie es mir geht, und ich werde sicher kein trauriges, depressives Album schreiben, wenn es sich nicht richtig anfühlt. Daher habe ich eben dieses Mal über andere Themen nachgedacht, habe etwas tiefer in mir gegraben und über andere Dinge geschrieben, die mich bewegen. Was es auch wirklich sehr schwer gemacht hat, das Album zu schreiben. Glaub mir, sehr schwer.

Wie schreibt ihr eure Songs denn generell?
Wir schreiben zuerst die Musik und dann dauert es normalerweise sehr lange, bis ich die Texte dazu schreibe. Wir schreiben die Songs als Band, schreiben also die ganze Musik gemeinsam. Jeder von uns kann Gitarre und Bass spielen, ein paar von uns auch Schlagzeug. Wir sitzen quasi im Kreis und spielen mit Ideen herum und wenn wir das Gefühl haben, dass es das jetzt ist, nehme ich es mit meinem Telefon auf und höre es mir dann immer und immer und immer und immer wieder an, bis ich irgendwann das Gefühl für einen Song bekomme und dann schreibe ich einen Text dazu. Und schreibe ihn dann noch hundert Mal um. (lacht)

Touché Amoré 2

Neben den positiveren Texten fällt auf „Is Survived By“ vor allem auf, dass eure Songs länger geworden sind und sich auch stilistisch geändert haben, meiner Meinung nach besonders in Richtung Post Rock. War das etwas, dass von selbst passiert ist oder hattet ihr geplant, etwas im Vergleich zum letzten Album zu ändern?
Auch hier glaube ich, dass es einfach damit zu tun hat, dass wir als Band gewachsen sind. Wir haben immer schon ein bisschen Einflüsse aus dem Post Rock gezogen, auch schon auf „Parting The Sea Between Brightness And Me“, das hat sich von da dann stetig weiterentwickelt. Leute werden einfach besser an ihren Instrumenten und werden sicherer in dem, was sie tun, kaufen sich dann ein paar neue Effektgeräte – und zack, kann so ein neues Effektgerät einen ganzen Song bestimmen. Ich weiß noch, als wir angefangen haben und Clayton [einer der beiden Gitarristen von Touché Amoré, Anm. d. Red] meinte: „Ich will niemals so ein Effektgerät benutzen.“ – und jetzt hat er eine ganze Bataillon.

Lass mich dir mal eine andere Frage stellen: Gibt es denn etwas, dass dir persönlich wichtig an „Is Survived By“ ist, dass du genauer ausführen möchtest?
Da ist tatsächlich eine spannende Sache, die ich gerne von dir wissen möchte. Ich habe vor einigen Monaten Telefoninterviews mit europäischen Journalisten geführt und da gab es öfter Missverständnisse beim Titel des Albums. Scheinbar ist es schwer zu übersetzen, daher wurden wir oft gefragt, was der Titel denn bedeuten soll. Er soll eben anzeigen, dass jemand von seiner Familie überlebt wurde, du weißt schon, wenn es die Todesanzeigen in der Zeitung gibt und man das irgendwie formulieren will, dass er jemanden zurückgelassen hat. Das ist mir schon wichtig, dass diese Referenz auch beim nicht-englischsprachigen Publikum ankommt.

Ok, ich kannte diese Formulierung. Wurde denn damals etwas anderes in den Titel interpretiert oder der Titel einfach nicht verstanden?
Er wurde tatsächlich nicht verstanden. Aber für mich ist es wirklich der treffendste Titel – es geht auf dem Album eben um das Thema der Sterblichkeit und wofür man in Erinnerung bleiben wird.

Touché Pianos SplitLass mich vielleicht zum Schluss hin eine allgemeinere Frage stellen: Wenn du dir die heutige Hardcore-Szene ansiehst, glaubst du, dass es so etwas wie eine ’neue Generation‘ gibt, sowohl hinsichtlich der Bands als auch im Bezug auf das Publikum?
Hm, wenn du jetzt damit Bands wie uns, La Dispute, Title Fight und dergleichen meinst, dann glaube ich, dass es derzeit auf jeden Fall eine gute und interessante Zeit für Hardcore ist. Aber diese Momente gab es früher auch schon. Mir fällt es schwer, mich selbst als Teil einer sogenannten ‚Bewegung‘ zu sehen, da das für mich etwas zu selbstbezogen klingt und ich nicht so klingen will. Aber unsere Zeit erinnert mich wirklich an die frühen 2000er, als Bands wie Glassjaw, Thursday, Thrice und all diese Bands damit angefangen haben, diesen sehr melodischen und sehr ehrlichen Sound zu spielen. Ich glaube eben, das was du als ’neue Generation‘ bezeichnest, sehr ähnlich zu diesem Sound ist, wie du zum Beispiel an Bands wie Pianos Become The Teeth, La Dispute oder Tigerjaw siehst. Das ist aufregend, auch für mich. Besonders, da ich oft das Gefühl hatte, dass Hardcoremusik für eine ziemlich lange Zeit sehr lapidar und belanglos klang. Ich meine damit nicht, dass es überhaupt keine guten Bands gab, aber wenn ich jetzt Hardcore 2005 oder so entdeckt hätte – ich hätte keine Ahnung, wo ich heute wäre, zu welchen Bands ich mich verbunden fühlen sollte. Das liegt sicherlich auch daran, dass es kaum Bands gab, die eine Botschaft vermittelt haben, mit der man sich wirklich identifizieren konnte. Daher: Ja, es ist eine spannende Zeit.

Auch wenn du diese Frage wahrscheinlich schon hunderte Male beantwortet hast: Was hältst du davon, dass die Medien den Begriff ‚The Wave‘, mit dem ihr ursprünglich befreundete Bands bezeichnet habt, für diesen ’neuen Sound‘ adaptiert haben?
Ja, das ist alles irgendwie ein bisschen aus dem Ruder gelaufen. ‚The Wave‘ ist eben, wie du schon meintest, kein Genre, sondern eine Gruppe von Freunden. Diese musikalische Entwicklung schließt ja eben viel viel mehr ein als nur diese fünf Bands, die sich so genannt haben. Und dazu klingen wir alle eben total unterschiedlich. Wir klingen einfach überhaupt nicht nach Make Do And Mend, wir klingen nicht wie Daylight, wir klingen nicht wie Deafheaven. Jede Band hat doch ihren eigenen Stil, ihren eigenen Sound. Genauso wie Self Defense Family: Du wirst nachher sehen, wir klingen nicht mal im Ansatz ähnlich. Aber klar, wir sind auf dem gleichen Label und es ist auch nicht merkwürdig, dass wir gemeinsam auf Tour sind. Das Schöne an Hardcore derzeit ist, dass es so offen ist.

Was sind denn eure Pläne für nächstes Jahr?
Bisher ist noch nichts in Stein gemeißelt. Ich denke mal, wir werden eine Headliner-Tour in den USA spielen, ich bin mir ziemlich sicher, dass wir im Sommer auch wieder hier sind, weil es bisher immer so gelaufen ist, auch wenn ich nichts versprechen kann. Wir haben darüber gesprochen, wieder nach Japan zu fahren, Australien ist auch in unseren Überlegungen… Naja, neues Album eben, du versuchst überall hinzufahren, wo du schon warst, vielleicht auch neue Orte mitzunehmen. Konzerte, Konzerte, Konzerte. Und dazwischen werden wir sicherlich versuchen, neue Songs zu schreiben und neue 7“s zu veröffentlichen.

Parting The Sea

Dann kommen wir doch mit einer kleinen allgemeinen Frage zum Schluss: Nachdem wir bereits Mitte November haben, gibt es denn so etwas wie ein Bestes Album 2013 für dich, sowohl was Hardcore betrifft als auch generell?
Puh, das ist eine schwere Frage, es gab so viel tolle neue Musik dieses Jahr. Aber wenn ich mich festlegen müsste, wäre das neue Album von The National wahrscheinlich meine Nummer 1 des Jahres. Das neue Nine-Inch-Nails-Album ist auch spitze.
Wenn ich mich jetzt auf Hardcore beschränken müsste… hm. Das neue Modern-Life-Is-War-Album ist ziemlich gut, das Defeater-Album… Ich merke gerade, irgendwie komme ich da doch nicht mehr so wirklich mit. Ich hab zwar viele Alben gekauft und es gab wirklich viele tolle Releases, aber es kommt immer seltener vor, dass ich mich so richtig in diese Alben fallen lasse und eine besondere Verbindung mit ihnen eingehe. Aber ja, es war großartig, das neue Album von Modern Life Is War zu hören und zu sehen, dass sie es immer noch können.

Was war denn deine Reaktion, als du von der Wiedervereinigung von Modern Life Is War gehört hast? Oder wusstest du vorher schon davon?
Ich wusste es früher, als mir lieb war. Ende letzten Jahres, als wir mit Converge unterwegs waren, hat mich Jacob [Bannon, Frontmann von Converge, Anm. d. Red.] in einem ruhigen Moment zur Seite genommen und mir diese Information gegeben und ich musste es monatelang für mich behalten. Ich bin wirklich ein großer Fan der Band und dann kommt er an und meint: „Jo, sie haben ein neues Album geschrieben, das sie jetzt dann aufnehmen und sie werden auch wieder Shows spielen.“ Und irgendwann im März ruft mich dann Jeff, ihr Sänger, an – er ist ein guter Freund von mir und hat auch auf unserem ersten Album mitgesungen – und erzählt mir irgendwelchen Blödsinn und ich dachte mir die ganze Zeit „Erzählst dus mir mir jetzt endlich?“ bis er dann schließlich meinte „Ok, ich hab Neuigkeiten… weißt du schon davon?“, worauf ich meinte „Ich hab sowas rumoren hören…“
Wir haben vor kurzem bei ihrer Albumreleaseshow in ihrer Heimatstadt zusammen mit ihnen gespielt – und es war einfach perfekt. Ich hab sie zwar auch schon ein paar Mal gesehen, bevor sie sich aufgelöst hatten, aber dieses Mal war es echt wieder großartig. Es war wirklich inspirierend ihnen zuzuschauen.

Jeremy, vielen Dank für das Interview und viel Spaß auf eurer Tour!
Danke Dir, hat mich gefreut!