Brutal Assault Open Air 2017 – Teil 1

  • Festung Josefov, Jaroměř (CZ)
  • 09. August 2017 - 12. August 2017
Konzertfotos: Brutal Assault Open Air 2017 - Donnerstag Konzertfotos: Brutal Assault Open Air 2017 - Mittwoch

Die vielleicht größte Sensation des BRUTAL ASSAULT OPEN AIR 2016 war die Ankündigung auf dem Programmheft, dass 2017 EMPEROR mit einer Jubiläumsshow in die Festung Josefov kommen würden. Nun ist es soweit: Das Festival im Nordosten der Tschechischen Republik geht in die 22. Runde.

Auch wenn im Billing darüber hinaus die richtig großen Namen, wie man sie in den vergangenen Jahren bereits im Lineup lesen konnte, fehlen, schürt die Bandzusammenstellung auch in diesem Jahr Vorfreude: Unzählige Szene-Veteranen und -Newcomer stehen auf dem Programm. Und, man kann es nicht oft genug sagen: EMPEROR!

Auf eine Warmup-Party am Dienstag folgt auch in diesem Jahr ein viertägiges Festvialprogramm. Hier unser Bericht zu den ersten beiden Konzerttagen!

Mittwoch, 09.08.17

Die Ehre, das Festival offiziell zu eröffnen, gebührt in diesem Jahr den schwedischen Hardcore/Sludge-Haudegen GOD MOTHER, die ab 14:00 außer durch ihre energetische Stilmischung vor allem durch Bassist Daniel im Sommerkleid auffallen. Durch die Thüringer Death-Metaller DESERTED FEAR ist danach erstmals Musik aus deutschen Landen vertreten, bevor THE LURKING FEAR, ein neues Projekt um Tomas Lindberg und Adrian Erlandsson von AT THE GATES, ebenfalls Death Metal auf die Bühne bringt. Zwei Tage vor Veröffentlichung ihres ersten Albums präsentiert die Band hier das frische Songmaterial mit Lovecraft-Thematik, das musikalisch aber eher unscheinbar bleibt.

FLESHGOD APOCALYPSE haben bei ihrem orchestralen Extreme-Metal Probleme mit der Abmischung und stechen heute ganz ungewohnt nicht durch technische Glanzleistungen, sondern allenfalls durch ihr überzeichnet romantisch-klassizistisches Bühnenbild hervor. Weiter geht es mit melodischem Metalcore von THE AMITY AFFLICTION aus Australien, bevor GORGUTS ihren zwar reichlich wirren Tech-Death mit instrumentaler Akkuratesse in die Menge ballern. Zeit für ein erstes einheimisches Highlight: Die Altmeister ROOT aus Brno zelebrieren ihre entschleunigte, doch umso groovigere Okkultrock / -metal-Show. Frontmann Big Boss ist dabei in jeder Lage Mittelpunkt des Geschehens: Klingen die Songs zuvorderst durch seinen eigenwilligen Baritongesang unverkennbar, sorgt er zwischendurch stets für gute Laune und erntet mit offenbar derb-witzigen Ansagen auf Tschechisch von seinem Barhocker herunter so manchen Lacher beim begeisterten Publikum. [FI]

Für mehr Befremden als Begeisterung sorgen im Anschluss WINTERSUN: Bei schlecht abgestimmtem Sound und holprigem Schlagzeugspiel können die einstigen Hoffnungsträger des finnischen Melodic Death Metal heute nur mit den Klassikern vom 2004er Debut-Album punkten. Ratlos lässt auch die Bühnenperformance des in orientalisierendes Dreivierteloutfit gekleideten, wild gestikulierenden Masterminds Jari Mäenpää zurück. [MM]

Anders als bei manchem anderen Metal-Festival hat Hardcore auf dem Brutal Assault einen festen Platz im Billing, aber auch in den Herzen der Fans. Entsprechend groß ist der Andrang bei MADBALL, die als NYHC-Legende für ihre mitreißenden Live-Shows bekannt sind. Dem Ruf werden die Amerikaner voll und ganz gerecht: Vor Tatendrang strotzend, geben MADBALL 55 Minuten lang alles, um das noch muntere Publikum in Bewegung zu halten. [MG]

Auf MÖRKHIMMEL, MERCY TIES und THE NUMBER TWELVE LOOKS LIKE YOU, die das Nachmittagsprogramm auf der Metalgate-Zeltbühne bestritten haben, folgt mit MADDER MORTEM ein erstes progressives Ausrufezeichen des Festivals. Die Norweger um Frontfrau Agnete haben ihr 2016er Album „Red In Tooth And Claw“ im Gepäck und bringen dieses gewohnt souverän auf die Bühne. Die melancholische, tiefsinnige Interpretation des Progressive Metal nehmen viele Zuschauer als musikalische Abwechslung dankbar an. [MM]

Während auf der Hauptbühne die Heavy-Thrash-Legende METAL CHURCH ihre Fans mit Songs aus 37 Jahren Bandgeschichte beglücken, steht im Zelt eine kaum weniger eingespielte Truppe auf dem Programm: In unveränderter Konstellation ebenfalls bereits über 30 Jahre aktiv, bieten die Amerikaner MACABRE den Fans im gut gefüllten Zelt eine unterhaltsame Mischung aus Mörderkunde und Death-Metal-Show. Das eigeschobene Laienschauspiel zur Veranschaulichung der textlich verarbeiteten Mördergeschichten ist da eigentlich überflüssig: Das Entertainment-Talent von Fronter Corporate Death, gepaart mit der abwechslungsreichen Musik der Truppe, hätte allein schon für genug Unterhaltung gesorgt.

Die anschließend zur Auswahl stehenden Shows könnten kaum verschiedener sein: Im Zelt geht es mit den norwegischen Black-Pagan-Metallern HELHEIM weiter, auf der stimmungsvoll in einem Festungsinnenhof gelegenen Oriental-Stage folgt auf den schroffen Black Metal von ULTHA die japanischen Doom-Noise-Band BORIS.

Wem es hier räumlich zu voll oder musikalisch zu zäh ist, der kann zeitgleich auf der Sea-Shepherd-Hauptbühne von THE DILLINGER ESCAPE PLAN Abschied nehmen: Nach ihrem Album „Dissociation“ und der aktuellen Farewell-Tour ist Schluss. Wie schade das ist, legt der heutige Auftritt einmal mehr eindrücklich dar. Energiegeladen, dynamisch und präzise wie ein Uhrwerk brennen die fünf Amerikaner, von einer eindrücklichen Lightshow untermalt, ein echtes Hitfeuerwerk ab. Von ruhigen, melancholischen Momenten bis zum absoluten Mathcore-Brainfuck ist heute alles dabei.

Als schwieriger erweist es sich, für die Show von MASTERS HAMMER Begeisterung aufzubringen. Zwar ist die 1987 in Prag gegündete Band eine lokale Legende und wird für ihre fulminante Show mit aufwändig gestaltetem Bühnenbild entsprechend gefeiert. Rein musikalisch betrachtet, erklärt der Auftritt jedoch nicht, wofür: Die doch eher fragwürdige gesangliche Leistung von Franta Štorm, sowie die im Gesamtsound eher überflüssige Ergänzung des Schlagzeugs um drei Floortoms machen es Außenstehenden schwer, den sperrigen Songs etwas abzugewinnen.

Ganz anders ist das bei OVERKILL: Kurz nachdem CHELSEA GRIN im Zelt mit leichter Verspätung loslegen und dabei arg basslastigem Sound zum Trotz beeindruckende Deathcore-Präzisionsarbeit leisten, liefert die Thrash-Legende eine knackige Show auf der Sea-Shepherd-Bühne ab. Vor allem Fronter Blitz weiß einmal mehr mit seiner markanten Stimme wie seinem dynamischen Stageacting zu überzeugen. Ein unermüdlicher Circlepit und lautstarker Applaus vom zahlreich erschienenen Publikum sind der mehr als verdiente Lohn.

Zeitgleich zu den Hardcore-Punkern BIRDS IN ROW aus Frankreich wird es auf der Mainstage sakral: Mit ihrem orthodoxen Black Metal sorgen BATUSHKA aus Polen seit einiger Zeit für Furore in der Szene. Warum die Band so gehyped wird, wird im Laufe des Auftritts deutlich. Zwar unterscheidet sich die heutige Show kaum von vorangegangenen Shows der Band. Die Inszenierung des Liveauftritts als orthodoxe Messe funktioniert im stimmungsvollen Rahmen des Brutal Assault Open Air jedoch famos: Kristallklar und doch mitreißend druckvoll schallen Black Metal und sakrale Chöre aus den Boxen, dazu zelebriert Bandkopf Варфоломей mit Marienikone, Weihrauch und Hostien das volle Programm durch. Mag das Konzept auch mit Kalkül auf einen Hype zugeschnitten sein – das Ergebnis sucht seinesgleichen.

Wer nach dieser Darbietung noch nicht genug hat, bekommt auf der Zeltbühne zum Abschluss mit WOLVES IN THE THRONE ROOM noch die Vorreiter der amerikanischen Black-Metal-Szene zu sehen. Die späte Spielzeit ist dabei jedoch Fluch und Segen zugleich: Zwar funktioniert der atmosphärische Sound der Truppe bei tiefer Dunkelheit besser als am Nachmittag, verliert jedoch mit einsetzender Müdigkeit auch ihren Reiz. [MG]

Donnerstag, 10.08.17

Den Donnerstag eröffnen die tschechischen Thrasher von EXORCIZPHOBIA, die im fliegenden Wechsel von HIGHER POWER abgelöst werden, die das Publikum mit energetischem Hardcore anheizen. Wiederum auf Thrash Metal setzen die Brasilianerinnen NERVOSA, die in der nun einsetzenden sengenden Mittagshitze bereits manchem Fan zu schweißtreibend ausfallen. Willkommenes Schockfrosting liefern im Anschluss WAR FOR WAR mit ihrem schwarzmetallischen Industrial. Nach INSANIA entfesseln FALLUJAH dann zum ersten, aber sicher nicht letzten Mal an diesem Tag ein Tech-Death-Feuerwerk, dessen Akkuratesse den affinen Fan nur staunend zurücklassen kann.

Ebenso unbarmherzig prügelt der Grindcore der Schweden GADGET. Während die harte Gangart hier durchaus zu begeistern weiß, zeigen CRYPTOPSY, wie man es lieber nicht macht: Neben höchstem technischen Anspruch haben die Kanadier kaum Selling Points zu bieten. Auch das Material des gefeierten 1996er Albums „None So Vile“, das heute in Gänze dargeboten wird, aber auch ohne jegliche griffige Struktur auskommt, kann diesen eher ernüchternden Eindruck nicht aufwerten. Obwohl MISS MAY I mit ihrem Metalcore da im Grunde einen erfreulichen Kontrast liefern, sind auch die Amerikaner kein Paradebeispiel dafür, wie man ein Genre weiterdenkt. Das tun HAVOK im Thrash Metal zwar auch nicht, das erfreulich geradlinig nach vorne gehende Material wird vom Publikum aber trotzdem dankbar angenommen. Traditionalisten scheinen in manchen Genres eben bessere Karten zu haben als in anderen.

Jedenfalls ist die Zeit nun mehr als reif für TERROR. Die Kalifornier machen wie üblich keine Gefangenen und erzwingen mit ihren Hardcore-Brettern reihenweise Moshpits. Dabei wird mehr als deutlich, dass ihnen auch ein späterer Slot gut zu Gesicht gestanden hätte. Die russischen ARKONA können die gute Stimmung vor der Bühne in ein gelungenes Folk-Metal-Set mitnehmen und werden von den Fans geradezu euphorisch gefeiert.

Auf der Metalgate-Stage geben derweil die italienischen HOUR OF PENANCE mit ihrem komplexen, rabiaten Death Metal den Anheizer. Ein gut angenommenes Heimspiel liefern die Black/Deather AVENGER, bevor THE GREAT OLD ONES mit ihrem faszinierenden, Ambient-lastigen Black Metal sinistre, fesselnde Atmosphären erzeugen. Solche Kontrastpunkte sind es, die im insgesamt doch reichlich extremen Line-Up immer wieder für Auflockerung sorgen und die Spielfolgen stimmig erscheinen lassen.

Gab es am Vormittag gute und schlechte Beispiele dafür, wie technischer Death Metal klingen kann, zeigen die Brutal Deather von NILE, wer seit 1993 die legitime Anwartschaft auf den Genrethron innehat. Immer auf Achterbahnfahrt zwischen schleppendem, tonnenschwerem Doom und hektischem Gefrickel überzeugt die Truppe um Bandgründer Karl Sanders vor allem durch starkes Songwriting und wohlplatzierte Soli. Dies manifestiert sich bestens beim über zehnminütigen „Unas Slayer of the Gods“, wo die Band zwischen Akustikgitarren und Doublebass-Overkill alle Register zieht. [MM]

Eine echte Besonderheit sind im diesjährigen Billing SWANS aus New York: Zwei Stunden lang, das Doppelte eines Headliner-Sets, hat das Experimental-Rock-Urgestein die Metalgate Stage für sich. Und leicht macht man es sich nicht: Demonstrativ mit der hier allgegenwärtigen Metal-Subkultur fremdelnd, bestreicht Bandchef Michael Gira mit seiner Gruppe erst mal eine Viertelstunde lang das Zelt mit urgewaltig-dröhnendem Lärm, bevor sich überhaupt einmal Songstrukturen erkennen lassen. Dass so etwas nicht jedermanns Sache ist, liegt auf der Hand und spiegelt sich auch in einer gewissen Publikumsabwanderung wider. Wer allerdings bleibt, wird mit einer wahrhaft denkwürdigen Performance belohnt: Die repetitiv und monoton gehaltene Musik entwickelt über ihren gnadenlos-mahlenden Charakter eine einzigartige Atmosphäre, ohne dabei abzustumpfen. Giras exzentrische Bühnenpräsenz, die Einbindung von Lap-Steel-Gitarre und Hackbrett in die Instrumentierung und Christopher Pravdicas Einsatz am Bass, oftmals als Leadinstrument, tun ein Übriges dazu zu zeigen, welchen Reiz experimentelle Musik auch in ihren anstrengendsten Formen haben kann. [FI]Verglichen damit fast schon poppig geht es zeitgleich bei SAMAEL auf der Jägermeister-Hauptbühne zu. Mit ihrem elektronisch geprägten Dark Metal, der traditionell vom Drum-Computer begleitet und nur gelegentlich um echtes Schlagzeug ergänzt wird, gehören die Schweizer zu den Exoten auf dem Brutal Assault Open Air. Das Publikum nimmt die Abwechslung jedoch dankbar an und bedenkt nicht zuletzt den neuen Song „Angel Of Wrath“ mit Applaus.

Während Freunde ruhigen Post-Rocks bei POSTCARDS FROM ARKHAM im Zelt ihr Glück finden und Root-Fronter BIG BOSS auf der Oriental Stage eine Solo-Show absolviert, steht auf der Sea-Shepherd-Stage mit HATEBREED die vielleicht größte moderne Hardcore-Band auf dem Programm. 15 Jahre ist deren vielgefeiertes Major-Label-Debüt „Perseverance“ nun veröffentlicht, so dass das Album nicht nur im Backdrop, sondern auch mit vier Songs in der Setlist entsprechend gewürdigt wird. Was HATEBREED an Abwechslung fehlt, machen Jamey Jasta und seine Mitstreiter durch geballte Aggression wett. Dem zahlenmäßig vor Showbeginn sprunghaft angewachsenen Publikum gefällts: Von der ersten bis zur letzten Minute tobt vor der Bühne ein wilder Circlepit.

Wer wissen will, wie viele Besucher das Brutal Assault 2017 hat, braucht um 22:00 Uhr im Infield nur noch durchzuzählen: Die Black-Metal-Legende EMPEROR will sich wenig überraschender Weise quasi niemand entgehen lassen. Doch egal, wie hoch die Erwartungen an diese Special-Show zum 20-jährigen Jubiläum von „Anthems To The Welkin At Dusk“ auch gewesen sein mögen: Sie werden übertroffen. Vorwiegend in grünes Licht getaucht, zelebrieren die Norweger ihr „grünes Album“ in vollem Umfang. Kristallklarer Sound setzt die musikalisch absolut gelungene Darbietung des Black-Metal-Klassikers dabei stimmig in Szene.
Auf diese schlichtweg perfekte Darbietung lassen EMPEROR noch „Curse You All Men!“ von „IX Equilibrium“ sowie „I Am The Black Wizards“ und „Inno A Satana“ vom ’94er-Debüt „In The Nightside Eclipse“ folgen. Obwohl der qualitative Unterschied zum „Anthems To The Welkin At Dusk“-Material nicht zu überhören ist, wissen auch diese Songs zu überzeugen. Wie nicht anders zu erwarten: Bestnote für den Klassenprimus EMPEROR!

Während auf der Oriental-Stage UADA aus den USA den Black-Metal-Jüngern noch Nachschlag gewähren und im Zelt KMFDM ihren Fans mit ihrem Techno-Metal kräftig einheizen, geht es auf der Sea-Shepherd-Bühne mit OPETH eher progressiv weiter. Unmittelbar nach der eindrucksvollen EMPEROR-Show die Atmosphäre aufrechtzuerhalten, mag keine dankbare Aufgabe sein, doch erweist sich die Entscheidung, diese OPETH zu übertragen, als sehr glücklich. Mikael Åkerfeldt lässt es sich wie üblich nicht nehmen, zwischen den Songs breit über Gott und die Welt zu sinnieren und lässt somit den Pathos, den die vorangegangene Show aufgebaut hatte, langsam aber sicher entweichen. Darüber hinaus haben die Schweden eine Setlist mit einer exquisiten Auswahl aus Highlights der Diskographie mitgebracht, die zwischen federleichtem Prog und entfesseltem Death Metal alles bietet, was man sich von der Genre-Legende erwartet.

Vom nun über das Brutal Assault hereinbrechenden Regenguss profitieren die tschechischen Thrasher SIX DEGREES OF SEPARATION, die mit der Zeltbühne ein trockenes Plätzchen zu bieten haben. Doch SUFFOCATION wären nicht SUFFOCATION, ließen sich ihre Fans von etwas Wasser aufhalten: Obwohl es wie aus Kübeln schüttet, stehen die Reihen vor der Mainstage dicht geschlossen, um der New Yorker Brutal- / Tech-Death-Instanz zu huldigen. Die Amis wissen diese Hingabe zu würdigen und liefern im Gegenzug mit einer musikalischen Punktlandung allen Grund, dem Wetter zu trotzen.

Obwohl der Regen etwas nachgelassen hat, ist es auch um kurz nach 1:00 Uhr nicht gemütlich im Festungshof. Dass trotz der späten Uhrzeit und dem Unwetter, das mittlerweile zum Gewitter mutiert ist und grelle Blitze über den Himmel schickt, noch gut was los ist vor der Bühne, spricht Bände über ROTTING CHRIST. Als Szene-Koryphäe, die sich ständig neu erfunden hat, haben sich die Griechen eine so breit gefächerte wie treue Fanschar aufgebaut. Diese belohnen ROTTING CHRIST mit einer kraftvollen Show, die vom druckvollen Sound ebenso profitiert wie von der beeindruckenden Bühnenpräsenz aller vier Bandmitglieder.

Der Regen ist damit vorerst ausgestanden: Wer sich noch nicht ins (hoffentlich) trockene Zelt verkriechen mag, kann im Zelt der Metalgate-Stage den Tag mit dem düsteren Heavy-Doom von MOURNING BELOVETH ausklingen lassen.

Lässt man das etwas wechselhafte Wetter beiseite, gibt es an den ersten beiden Festival-Tagen keinen Grund zur Beschwerde: Dank weiterentwickelter Organisation (Festival-Bändchen wurden vorab per Post versendet) und Technik (sämtliche Stände auf dem Gelände rechnen mittels Cashless-System über einen Chip im Armband ab, der via Kreditkarte und Smartphone aufgeladen werden kann) gibt es in diesem Jahr keine Schlangen am Einlass und nur vereinzelt an den Auflade-Station für Chip-Aufladung mittels Bargeld/Karte.

Musikalisch haben bereits der zum vollen Festivaltag mutierte „Warm-Up-Mittwoch“ und der Donnerstag massig Highlights zu bieten – so darf es weitergehen! [MG]

 

>> Lies hier TEIL 2…

… unter anderem mit ELUVEITIE, TRIVIUM und CARCASS (Freitag), ARCHITECTS, DEVIN TOWNSEND PROJECT, AMORPHIS und MAYHEM (Samstag) sowie unserem Fazit!

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1 Kommentar zu “Brutal Assault Open Air 2017 – Teil 1”

  1. Uta A.

    Kompliment an Christoph Emmrich für die Fotos von Emperor. Ich weiß aus Wacken selbst, wie besch…eiden die Lichtverhältnisse während derer Show sind (und wie wenig sie sich bewegen, da trotzdem ein paar Motive zu erwischen, die vom „ins Mikro singen“ abweichen, ist verdammt schwer). Good Job! :-)

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