Summer Breeze Open Air 2008

  • Dinkelsbühl
  • 13. August 2008

Summer Breeze Open Air – 13.-16.08.2008
Dinkelsbühl, Deutschland

Wettertechnisch stand das diesjährige Summer Breeze zwar durchaus unter guten Sternen, bei der Anreise dürfte dies aber vielen nur ein schwacher Trost gewesen sein. Bei 10 und mehr Stunden im Stau rund um Dinkelsbühl hatten auch die härtesten Metaller mit der Hitze im Auto zu kämpfen. Einen metallischen Start ins lange Summer Breeze-Wochenende hatten sich die meisten dann doch nicht in Form einer Kilometer langen Blechkolonne vorgestellt. Nichts desto trotz machte sich auch bei jenen Vorfreude breit, die eine gefühlte Ewigkeit später den Zeltplatz erreichten und endlich Zuhause waren: auf dem Summer Breeze Open Air.

Mittwoch:

Pünktlich um 16:00 Uhr wurde am Mittwoch die Newcomer Stage (im Partyzelt) mit dem Auftritt der Paderborner Melodic Death Metal-Formation BLOODWORK eröffnet. In die selbe Kerbe schlugen auch die nachfolgenden Bands wie A DEAD LAYMENT, BLACK THOUGHTS BLEEDING, die schwäbischen Fleischfach-Liebhaber DARGOLF METZGORE. Aufgrund des schon erwähnten Staus schafften wir es erst ins Partyzelt, als die kunterbunten Heißsporne von FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND gerade die Bühne betraten. Hervorzuheben war bei dem Quintett, dass sich ebenfalls der härteren Metalcore-Gangart zuordnen lässt, aber nicht das Sängerduo (welches sich höchsten äußerlich unterschied, in Sachen Gesang aber keine Abwechslung bot), sondern das Drummonster xxx. Wie dieser maschinengewehrartige Drum-Salven aneinander reihte, ohne einen Mundwinkel zu verziehen, dürfte selbst altgedienten Schlagzeugern ein Staunen abgerungen haben. Letztendlich war es wohl durchaus auch seiner Leistung zuzurechnen, dass die Jury der Newcomer Stage sich mit der Findung des Gewinners nicht sonderlich schwer tat: FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND fuhren den Gewinn vor dem relativ jungen und begeisterungsleichten Publikum im Partyzelt souverän ein. Nach einer kurzen Beratung fand sich End Of Green-Sänger Michelle Darkness dann auch neben den Jungs in ihren bad-taste-Shorts auf der Bühne ein und verkündete das Ergebnis und den damit verbundenen Preis: F.Y.S.F.B. Durften den Summer Breeze-Donnerstag auf der Mainstage eröffnen.

Nachdem sich der Trubel darum wieder etwas gelegt hatte, fand sich auch schnell eine der diesjährigen Neuverpflichtungen von Metal Blade Records auf den Brettern des Partyzelts ein: ANIMA. Warum die aus Thüringen stammenden ANIMA allerdings vielerorts als die Durchstarter der „neuen Extreme“ gehandelt wurden, war auch nach Ende ihres Gigs nicht nachvollziehbar. Technisch zwar auf einem hohen Niveau aber dennoch wenig abwechslungsreich, schafften es die Mannen um Sänger Robert Horn nach einer Weile aber, die ersten Reihen des Publikums so sehr in Fahrt zu bringen, dass sich letztendlich noch genügend Leute für eine ordentliche Wall Of Death finden ließen. Zwar boten ANIMA sowohl melodiöse Leads als auch brutale Breakdowns in einer interessanten Symbiose, aber am Schluss hatte ich vor allem den Eindruck, das alles schonmal gehört zu haben. Trotz allen Potenzials, das in den Thüringern stecken mag, gelang es ihnen für mich noch nicht, sich wirklich vom breiten Deathcore-Feld abzusetzen. Man darf dennoch gespannt sein, was man in nächster Zeit von der Truppe zu hören bekommt.

Richtig los ging es deswegen für mich (und aufgrund des nun amtlich vollen Zelts nach zu urteilen auch für viele andere) erst mit der deutschen Todesblei-Hoffnung LAY DOWN ROTTEN, die sich kurz vor 22:00 Uhr auf die Bühne schwangen. Mit einer Beweglichkeit und Spielfreude (von der sich die Bands davor gerne noch eine Scheibe abschneiden dürfen), legten der Death Metal-Schwadron ohne großes Rumgerede direkt los. Sänger Jost gab alles und growlte sich die Seele aus dem Leib – ein Einsatz, der vom Publikum hoch anerkannt und gelobt wurde, in dem es gnadenlos jeden noch so harten Part mitbangte. Wer jetzt schon dachte, dass es im Zelt nicht mehr wilder zugehen konnte, hatte die Rechnung ohne das Carcass-Cover „Heartwork“ gemacht, bei dem die langhaarige Meute komplett durchdrehte. In Form von „House Of Insanity“ gaben LAY DOWN ROTTEN dann sogar einen Einblick in ihr neues Album, das im nächsten Jahr erscheinen soll. Wenn auch melodischer als seine Vorgänger wusste dieser bisher noch unbekannte Track aber dennoch außerordentlich zu gefallen, was vom gröhlenden Publikum mit begeistertem Applaus gewürdigt wurde. Wenn man sich an diesem Mittwoch bisher auf eine Band verlassen konnte, waren das definitiv LAY DOWN ROTTEN, die mit einer sehr harten aber auch witzigen Show genau die Richtung Mischung für die zahlreichen Besucher vor der Bühne fanden. Oder kurz: geil!

Während die eine Hälfte des Publikums die Nackenmuskulatur erst einmal bei einem kühlen Bier entspannen musste, schien die andere Hälfte gerade erst in Fahrt gekommen zu sein. Gute Voraussetzungen also für britischen THE ROTTED, die als nächstes auf die Bühne geschickt wurden. Nochmal eine Spur extremer und vor allem aggressiver als die Label-Kollegen Lay Down Rotten zeigten THE ROTTED (früher Gorerotted), welche Aggressionen man auf der Insel anstauen – und vor allem – wie man die am besten wieder abbauen konnte. Was auch immer sich Fronter Ben an diesem Abend möglicherweise reingezogen hatte: diese Power und unbarmherzige Brutalität auf der Bühne breitete sich rasch auf die Meute im Zelt aus und verwandelte den Platz vor der Stage in einen einzigen Circle Pit. Irgendwo zwischen Grindcore, Black Metal, Hardcore (-Punk) und straigtem Death Metal haben sich THE ROTTED ihr ganz eigenes Heim gebaut und an diesem Mittwochabend eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wer danach nicht außer Atem war, war entweder ein ganz harter Hund oder nicht richtig dabei!

Wer nach The Rotted noch auf ein Bier an die frische Luft wollte oder den Hunger langsam nicht mehr unterdrücken konnte, musste sich beeilen, um den Auftritt des Allstar-Projekts HAIL OF BULLETS nicht zu verpassen. Nicht wie vorgesehen um 23:05 Uhr, sondern gute 10 Minuten früher vernahm man mit Martin van Drunen schon eine der bekanntesten Stimmen des europäischen Death Metals. In ausgezeichnetem Deutsch begrüßte van Drunen die vielen Freunde vor der Bühne, bevor der Schlagzeug-Schreck Ed Warby (perfekt abgestimmt mit dem Fronter) loslegte und die nächsten Songs über kein Erbarmen mit dem Publikum zeigte. Wer sich hierbei wirklich noch nach der Existenzberechtigung von HAIL OF BULLETS fragte und meinte, im traditionellen Death Metal mit ordentlicher Schwedentod-Schlagseite sei schon alles gesagt, wurde definitiv eines Besseren belehrt. Größtenteils im gemäßigten Midtempo gehalten, hatte ein jeder der Songs eine unglaubliche Intensität und Kraft inne, was dazu noch durch das Weglassen von komplizierten Riffstrukturen und unnötigen Soli-Spielereien bekräftigt wurde. Wer sich seit dem Erscheinen von „… Of Frost And War“ im Mai noch nicht von den Live-Qualitäten der Holländer überzeugen konnte, wurde nun förmlich weggeblasen und mit „Ordered Eastwards“ auch viel zu schnell wieder aus dem Zelt geworfen. Dennoch boten HAIL OF BULLETS eine der besten Shows dieses Abends – van Drunen und Co. Gehören ganz bestimmt noch nicht zum alten Eisen!

Nach einer kurzen Umbaupause gaben sich BORN FROM PAIN die Klinke mit ihren Landsmannen von Hail Of Bullets in die Hand. Ausgeschlafen und voller Energie präsentierte sich der Fünfer kurz nach Mitternacht gut gelaunt auf der Bühne und ließ den Auftritt von der „Fluch der Karibik“-Titelmelodie intonieren. Ganz so entspannt ging es während der nächsten knappen Stunde aber nicht mehr zu – dafür war die Hardcore-Formation mit extremer Metal-Schlagseite einfach zu wild und das Publikum zu heiß auf die Songs der bei Metal Blade Records unter Vertrag stehenden Band. Obwohl Frontmann Rob Franssen für meinen Geschmack ein wenig zu viel Wert darauf legte, den Zuschauern immer wieder zu verdeutlichen, dass es keinen Unterschied mache, ob man nun auf Hardcore, Metalcore oder Death Metal steht, solange man ordentlich mitmacht, war seine Präsenz auf den Brettern deutlich zu spüren. Entsprechend angefeuert gaben dann auch seine Bandkollegen ihr Bestes, bis der Schweiß nur so in Strömen von der Stirn ran. Ob mit „Crusader“ oder dem etwas älteren „Here Lies Civilization“: weder die Füße noch Köpfe konnte bei diesem energiegeladenen Auftritt stillgehalten werden und zehrten ordentlich an den Kräften aller Anwesenden. Diese bekamen dafür mit „State Of Mind“ einen Song des neuen, bis dato noch unveröffentlichten Albums serviert – geht man nach den Reaktionen des Publikums, dürfte die Scheibe ein wahrer Kassenschlager werden. BORN FROM PAIN zeigten wieder einmal auf ihre ganz eigene Art und Weise, dass auf sie doch immer Verlass ist und durften sich am Schluss über einen tollen Auftritt mit ordentlicher Zuschauerbeteiligung freuen.

FLESHCRAWL konnten ihren Job als Rausschmeißer bei mir leider nicht mehr erfüllen, da die Strapazen der Nachtschicht davor und des Staus bei der Anreise nun ihre volle Wirkung entfalteten und der Weg ins Zelt der einzig vernünftige war. Immerhin wollte man am Donnerstagmorgen ja wieder fit sein.

Donnerstag:

Nachdem sich FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND nochmal die Ehre auf der Hauptbühne des Summer Breeze geben durften, erklang auch bald das Intro der schwedischen female fronted-Formation ALL ENDS auf der Pain Stage. Mit den beiden attraktiven Damen am Gesang, die wohl auch für jemanden, der kein musikalisches Interesse an der Band hatte ein kaum zu übersehender Blickfang waren, warfen ALL ENDS außerdem wieder die gewohnte Frage auf: wird musikalisch oder visuell überzeugt? Es war wohl ein bisschen was von beidem – und dann wieder doch nicht. Auch wenn die Skandinavier die härtere Gangart durchaus zu gehen wussten, wurde diese immer wieder von balladesken (und reichlich kitschigen) Phasen unterbrochen. Letztendlich klatsche das Publikum zwar artig Beifall, was stellenweise auch wirklich nachvollziehbar war – irgendwo blieb aber doch der Eindruck, dass sich ALL ENDS lieber für Härte oder pop-artige Songs entscheiden sollten.

Wie immer kontrovers diskutiert wurden dann nämlich Bayerns EMIL BULLS, was für mich – anhand der genannten All Ends – einen ziemlich faden Beigeschmack hatte. Wer die Crossover-Helden aus München in den vergangenen Jahren schon einmal sehen durfte, wusste, dass sie sich von einem etwas härter ausgerichteten Billing auf Festivals nicht abschrecken ließen. Man konnte hingegen schon fast den Eindruck gewinnen, als feuerte es die Band nur noch mehr an, ihr Bestes zu geben und den etwaigen Zweiflern und harten Brocken zu zeigen, wo der Hammer hängt. Vielleicht auch deshalb legten EMIL BULLS zur recht frühen Zeit um 14:00 Uhr ordentlich los und ließen vor allem auch Nummern der härteren Gangart (wie etwa „The Black Path“) verlautbaren und trafen mit ihrem Klassiker „Smells Like Rock ‚N‘ Roll“ den Nagel trotzdem auf den Kopf. Nebenbei zeigten sie mit ihrem Intro „Kings Of Metal“ (Manowar) nicht nur Humor, sondern mit ihrer Version des Megadeth-Hits „Symphony Of Destruction“ sondern auch ein Händchen für gute Musik. Nach einem mehr als gelungenen Auftritt konnten EMIL BULLS wirklich zufrieden sein – wer danach immer noch am Meckern war, hätte währenddessen halt lieber ein Bier getrunken.

In die pralle Sonne wurden die blutverschmierten ABORTED anschließend geschickt – in den Reihen vor der Bühne waren einige mit Kunstblut besudelte Mitglieder der Aborted Army zu sehen, denen bei diesen Temperaturen nicht nur das Blut von der Stirn tropfte. ABORTED selbst hatten aber nur wenig bis gar kein Erbarmen mit ihren Fans und prügelten drauf los was die Drumfelle hielten. Mit ihrem trotz aller Härte noch ziemlich raffinierten Brutal Death Metal hatten die Belgier leichtes Spiel bei den Fans und heizten denen zusätzlich zur knallenden Sonne nochmal ordentlich ein. Die obligatorische Wall Of Death wurde nur noch von den einzelnen Bandmitgliedern selbst übertroffen, die auf der Bühne umherstürmten, als hätten sie ein Nest Hummeln im Arsch. So drückend sollte Brutal Death Metal sein!

Es war kaum halb vier Uhr Nachmittags und trotzdem lockten SALTATIO MORTIS schon eine beachtliche Menschenmasse vor die Bühne. Der erste Rausch war ausgeschlafen, die Sonne ließ ein wenig nach und so stand einem gelungenen Konzert mit den Mittelalter-Gesellen nichts im Wege. Zudem stellten die aus Mannheim, Karlsruhe und Kaiserslautern kommenden Spielleute eine willkommene Abwechslung zur bisher dominierenden härteren Gangart des Summer Breeze Festivals dar. Vom Wacken-Volk scheinbar weniger begeistert, ließ sich Sangesmann Alea sogar zur Aussage hinreißen, dass die Summer Breeze-Meute um ein Vielfaches geiler war als ihre Zuschauer beim norddeutschen Open Air. Angesichts des frei nach dem SALTATIO MORTIS-Motto „Wer tanzt, stirbt nicht“ ausgelassen feiernden Publikums auf dem Summer Breeze viel es nicht schwer, das zu glauben.

Dass man sich gegen Mitte August mit allerlei ungeliebten Insekten und Ungeziefer herumschlagen muss, ist auch in Bayern kein Geheimnis und bescherten so manchem Metalhead böse juckende Mückenstiche. Bei GRAVEWORM wurde dabei allerdings eine Ausnahme gemacht. Überall, wo die Südtiroler in der Vergangenheit ihre Zelte aufschlugen, füllte sich die Menge vor der Bühne innerhalb kürzester Zeit. So war es auch kaum verwunderlich, dass die Männer um Sänger Stefan Fiori bester Laune waren und sich sichtlich auf ihren Gig freuten. Die Mischung, die wohl am besten irgendwo zwischen melodischem Black Metal, Death Metal und Gothic Metal (also am ehesten Dark Metal) anzusetzen ist, traf genau den Nerv der Summer Breeze’ler zu dieser Stunde und ließ diese ordentlich abfeiern. „Suicide Code“, das immer wieder lautstark geforderte „Bloodwork“ und „Hateful Design“ gaben den Leuten dann den Rest und zauberten GRAVEWORM ein Grinsen ins Gesicht.

Anschließend, das war gar keine Frage, ging es dann auch direkt zu SOILWORK in Richtung Mainstage. Die Schweden, die zusammen mit In Flames und Dark Tranquillity wohl zu einer der bedeutendsten Bands des Melodic Death Metals zählen, legten pünktlich um 17:00 Uhr vor vollen Rängen los. Ein wenig ungewohnt war der Anblick der Skandinavier dann doch, als sich diese – ganz old school – mit Shirts mit knallig buntem Aufdruck und einem sehr an die 80er erinnernden Stageacting die Ehre gaben. Nach dem kurzen, von niemand Geringerem als Devin Townsend gesprochenen Intro gibt es dann aber die volle Breitseite. Obwohl die Schweden hauptsächlich Songs der letzten beiden Scheiben „Stabbing The Drama“ und „Sworn To A Great Divide“ zum Besten gaben, feierte ein Teil des Publikums munter mit. Der andere Teil machte sich angesichts der bitterbösen Grimassen und des übertriebenen Stageactings lieber schnell in Richtung Essens-Stände vom Acker. Ironie ist eben nichts für Jedermann. Der Rest durfte sich auf eine gewohnt erstklassige Show des Sechserpacks freuen und bekam von den kultigen Verrenkungen des Bassisten Ola Flink und der präzisen Gitarrenarbeit der Marke Coudret und Wichers sowohl ein Lächeln auf die Mundwinkel als auch heruntergeklappte Kinnladen.

Neblig wurde es danach im Partyzelt mit NEGURA BUNGET, was soviel wie „nebliger Wald“ bedeutet. Bevor die Rumänen die Bühne im Zelt betreten, entwickeln sich – nicht nur aufgrund des nun langsam fortschreitenden Alkoholpegels – lustige Diskussionen über die richtige Aussprache des Bandnamens. Wer wissen will, wies richtig geht, darf mir auf dem Summer Breeze nächstes Jahr gerne ein Bier spendieren und es sich beibringen lassen. Dass die Band während ihrer 30-minütigen Spielzeit gerade mal ganze vier Songs darbieten konnte, sorgte nicht nur für Verdriss unter ihren Fans, sondern sagte gleichzeitig auch etwas über ihren einzigartigen Black Metal aus. Die, wie immer, für einen Auftritt personell aufgestockten Mitglieder (aus drei mach sechs) gaben trotz eines – um es vorsichtig auszudrücken – „unvorteilhaften“ Sounds im Partyzelt ihr Bestes, schafften es aber leider nicht, den Funken auf der Publikum überspringen zu lassen. Wer davor schon eine Show von NEGURA BUNGET sehen durfte, wird mir aber zustimmen, wenn ich dies hauptsächlich dem wirklich schrecklichen Sound im Partyzelt zuschreibe.

Am Anfang noch bestens gelaunt gaben sich ARCH ENEMY, trotz einer – für die Band – relativ frühen Stage-Zeit. Gerade mal 18:45 Uhr war es, als man eines der wohl bekanntesten weiblichen Gesichter der Metal-Szene erblickte: Angela Gossow. Zusammen mit den Amott-Brüdern machte sie noch Späße, ehe es dann richtig zur Sache ging und Bombensongs wie „Taking Back My Soul“ und „My Apocalypse“ zusammen mit „We Will Rise“ für kreisende Köpfe sorgten. Ein wirklich souveräner Auftritt der Schweden-Metaller war musikalisch wirklich perfekt. Auch mit „Dead Eyes See No Future“, dem Stimmungsgaranten „Nemesis“, „Ravenous“ und „Let The Revolution Begin“ gingen ARCH ENEMY auf die sichere Seite – da war wohl für jeden Zuschauer was Passendes dabei. Einziger Störfaktor während der ganzen Show: irgendwelche betrunkenen Bauern-Tölpen schafften es wieder einmal, mit ständigen „Ausziehen!“-Rufen in Richtung der Sängerin für Unmut zu sorgen. Die zeigte sich aber sympathisch wortgewandt und ließ die meisten der primitiven Zwischenrufe bald verstummen. Ein paar Idioten kapierten es zwar bis zum Ende nicht, was ein erstklassiges Konzert einer erstklassigen Band aber auch nicht mehr trüben konnte. ARCH ENEMY waren auf dem Summer Breeze in jedem Fall ein Qualitätsgarant!

Wo BEHEMOTH eine Woche vor dem Summer Breeze auf dem Party.San Open Air mit einer exzessiv in die Länge gezogenen Umbaupause samt Soundcheck noch für ordentlich Unmut bei den wartenden Fans sorgten, hatten die Polen ihre Lektion in Sachen „Staralüren“ scheinbar gelernt und betraten die Stage brav im Rahmen der verkraftbaren Zeit. BEHEMOTH gelten nicht zu Unrecht als eine DER Institutionen in Sachen polnischen (und europäischen) Extreme Metals. Wer schon meint, dass sich die Polen von der CD auf die Bühne gar nicht mehr steigern können, hat die Rechnung definitiv ohne diese mächtige Bühnenpräsenz der Osteuropäer gemacht. Da war es auch kein Wunder, dass die Metalhorden in der Abenddämmerung beinahe jeden Song selbst auf den Lippen trugen und bei Nummern wie „Conquer All“, „Christgrinding Avenue“ und „From The Pagan Vastelands“ komplett durchdrehten. Immer wieder für offene Münder sorgte neben der perfekt abgestimmten Bühnenshow auch das unverkennbare Drumming von Meister Inferno. Derart präzise, kraftvoll und mit einer solchen Hochgeschwindigkeit findet man es europaweit wohl nur noch sehr schwer. „Slaves Shall Serve“, „At The Levt Hand ov God“ und das von Nergal mit einer Maske unterstützte „Chant For Eschaton“ bildeten die Schlusslichter eines genialen BEHEMOTH-Konzertes.

Nachdem bei Behemoth also bereits kräftigst den Acker gerockt hatte und von weiter hinten auch mit exzellentem Sound brillieren konnten, schaffte das DIABLO SWING ORCHESTRA bald im Anschluss, noch einen draufzusetzen. Und das in einer Weise, wie es wohl kaum jemand erwartet hätte: Nach einer höchstens 5-minütigen Eingewöhnungszeit entschied sich das gesteckt volle Partytent, dass die für ein Metalfestival verdammt exotische Musik dennoch zum Abfeiern und Abtanzen kaum zu übertreffen ist und stand die restlichen 25 Minuten Kopf. Angefangen bei frenetischem Applaus weiter über flummiartiges Auf- und Abhüpfen bis hin zu einer Polonaise durch das Zelt reagierte das Publikum aber nur angemessen auf die sympathischen Schweden: Stilvoll in rot bzw. schwarz gekleidet, verausgabten sich die Musiker mindestens ebensosehr an ihren Instrumenten und machten durch Gehüpfe, improvisierte Tänze und viele viele Pirouetten weit mehr als meist ausschließlich schädelschwingende Metal-Instrumentalisten klar, dass die eigene Musik hier wirklich gespürt und gelebt wird. Andererseits, wer würde eine derartige musikalische Party auch nicht leben wollen? Jazzige, klassische und rockige Elemente kunterbunt aber homogen vermixt und das Produkt unter einen omnipräsenten, lässigen Groove mit bisweilem orientalischen Touch gestellt – Da bleibt eigentlich keine andere Wahl als abzugehen. Einziges Manko an dem Auftritt für die meisten war wohl die Stimme der (Opern-)Sängerin, die zwar definitiv technisch auf hohem Niveau sang, aber schlicht nie in den restlichen Sound eingegeliedert wurde, sondern immer penetrant schrill etwas die Laune verdarb – Böse Zungen empfehlen einen Sängerinnentausch mit Nightwish.

Auf einem Festival auf keinen Fall fehlen durften dieses Jahr die irischen PRIMORDIAL. Nachdem sie mit dem aktuellen Album „To The Nameless Dead“ ihren zweiten Frühling erlebten, wurden Sänger Alan und seine tapferen Iren von nahezu jeder Booking-Agentur im europäischen Raum umworben und schafften auch endgültig den Sprung nach Amerika. Ob des Erfolgs der genannten Scheibe war es auch kein Wunder, dass an diesem Abend hauptsächlich Songs davon gespielt wurden und man darauf verzichtete, großartig im Archiv zu wühlen. Die Menge dankte es PRIMORDIAL mit einer Atmosphäre, die einem eine Gänsehaut verpassen konnte. Einen großen Teil trug dazu Alan bei, der von der Bühne aus eine derartige greifbare Präsenz versprüht, wie ich es in den vergangenen Jahren nur von wenigen Frontmännern gesehen habe. „As Rome Burns“ und „Heathen Tribes“ kamen zusammen mit „The Coffin Ships“ (da gab es dann doch einen etwas älteren Song) wohl am besten im Publikum an, wenn man nach dessen Reaktionen geht. Es steht außer Frage: für viele waren PRIMORDIAL die beste Band des Tages, mit einem meilenweiten Vorsprung vor allen anderen. Und das vollkommen zurecht.

Es war noch nicht ganz 23:00 Uhr, als HELLOWEEN sich bereitmachten, dem Summer Breeze eine Lehrstunde in Sachen deutschem Speed Metal zu verpassen. Wohl kaum eine Band dieses Sektors hat in den vergangenen Jahren derart konstant gute Werke abgeliefert, wie die Hamburger. Entsprechend voll war es vor der Bühne, die Vorfreude auf die kommende Show lag greifbar in der Luft. In 25 Jahren Business mag sich bei jeder anderen Band schon eine ermüdende Routine eingebürgert haben – bei HELLOWEEN hat man aber während jeder Show das Gefühl, als erlebe man wieder etwas vollkommen Neues. Um ihrem Stand gerecht zu werden, fuhren die Hamburger dann auch in Sachen Bühnenausstattung einiges auf und boten damit auch auf audiovisueller Ebene einen reinen Festtagsschmaus. Während man sich die mega-lange Version des Klassikers „Helloween“ meiner Meinung nach auch ruhig hätte sparen können, überzeugten die darauf folgenden „March Of Time“ und der Kassenschlager „As Long As I Fall“ restlos. Auch wenn HELLOWEEN langsam aber sicher in die Jahre kommen mögen – von ihrer puren Energie, Spielfreude und ihrem Begeisterungsvermögen haben sie absolut nichts eingebüßt. Da schafften es auch die an beiden Seiten der Bühne angebrachten Riesen-Kürbnisse nicht mehr, den ein oder anderen Betrunkenen auf einen schlechten Trip zu bringen, so dass es während der Zugaben „I Want Out“ und „Future World“ immer noch gerappelt voll war.

Die Gute Nacht-Band des Donnerstags war für mich um 10 nach zwölf dann das schwedische Flakgeschütz-Unikat MARDUK. Der Uhrzeit entsprechend nicht mehr ganz fit platzierte ich mich eher außen mit angemessenem Abstand zur Bühne und richtete mich auf einen eher gemäßigten Ausklang des Abends ein – Dass eine Band, deren Musik sich meiner Meinung nach zum Zerlegen eines Clubs mit maximaler Besucherzahl von 300 Leuten eignet, es schaffen könnte, mich auf einer doch sehr geräumigen Festivalbühne vor ein paar übermüdeten Zuschauerhäufchen zu überzeugen, konnte ich mir nicht im Ansatz vorstellen. Wie es immer so läuft kam dann aber alles ganz anders, mal in Kurzform: MARDUK schafften es auch zu dieser späten Stunde noch, eine riesige Anzahl an Zuschauern vor die Bühne zu locken, hatten das Publikum von der ersten Sekunde an im Griff und dominierten den beginnenden Freitag mit durchschlagendem Sound und einer absolut gelungenem Auswahl aus dem Munitionsdepot der Panzer Division. Besonders freute mich hierbei, dass mit „The Hangman of Prague“ mein Lieblingssong von der „Plague Angel“ zum Zuge kam, so hatte ich sogar noch meinen High-Life-Moment bei dieser Show, die sonst bei selbstverständlich vollkommen schwarzem Himmel und leichtem Nachtwind auch in Ruhe genossen werden konnte. Der ganze Gig hatte eine ganz eigene Atmosphäre, was nicht zuletzt daran lag, dass MARDUK es wie schon erwähnt schafften, Shooting Star-like eine große Menge an Zuschauern problemlos mitzureißen. Höhepunkt in Sachen Publikumsreaktionen dürfte wohl „Accuser / Opposer“ gewesen sein, bei dem Primordials Alan A. Nemtheanga auf die Bühne stürmte und im Duett mit Mortuus seine schon vom Album bekannte Peformance ablieferte.

In diesem Jahr außerdem von keinem Festival wegzudenken waren die Viking Metal-Durchstarter von TÝR, von denen man den Eindruck bekommen konnte, dass sie an jeder Steckdose spielten, die ihnen angeboten wurde. Dennoch kann ich der eingängigen Musik der von den Faröer Inseln kommenden Truppe um Fronter Heri bei jedem Konzert neue Qualitäten abgewinnen. Schade war jedoch, dass sich die Band wieder mit dem miesen Sound im Partyzelt herumärgern musste, was bei ihrer Musik glücklicherweise jedoch nicht derart schwer ins Gewicht fiel. Die absolut eingängigen Gitarrenmotive, die genau wie Heris Gesang absolut unverkennbar sind, beendeten einen gelungenen Summer Breeze-Donnerstag für mich ebenso gelungen.

Freitag:

MIDNATTSOL haben mit ihrer Frontfrau Carmen einen wahren Blickfang in der Sängerposition. Die international besetzte Band, die sich wohl noch am ehesten als eine Mischung aus Gothic Metal und Folk Metal beschreiben lässt, hatte am frühen Freitagmittag das Glück, das der größte Regen schon wieder aufgehört hatte und sich vor der Bühne auch wieder einige Leute herumtummelten, die während Heidevolk einen trockenen Unterstand gesucht hatten. Allerdings hatte ich hierbei das selbe Problem, wie auf Platte: zwar waren die einzelnen Stücke kompositorisch durchaus hörenswert (allen voran „Open Your Eyes“ und „Northern Light“), aber irgendwie doch nichts von einem sonderlichen Langzeitspaßfaktor. Ähnlich muss es wohl auch den tapferen Männern und Frauen vor der Bühne gegangen sein, die größtenteils nur artig applaudierten, ansonsten aber eher verhalten wirkten.

Eindeutig rockiger als ihre Kollegen von Saltatio Mortis präsentierten sich die Mittelalter-Rocker von SCHELMISH. Es schien fast so, als hätten die Barden extra für das Summer Breeze eine etwas rockigere Setlist gewählt und so war es auch kein Wunder, dass sich die Ränge im Laufe ihrer Show füllten und füllten. Wem die Band bisher noch nicht bekannt war, wird sie nach dem gelungenen Auftritt mitsamt der Mitgröhl-Titel „Wir werden sehen“ und dem Johnny Cash-Cover „Ring Of Fire“ mit Sicherheit nicht so schnell vergessen.

Der Freitag begann dann mit MAD SIN, den Psychobilly-Ikonen aus Berlin. Die Iros saßen, Bier schien ausgehend von den Ansagen des Sängers auch schon ausreichend getankt worden zu sein, da steht einer ausufernden Party vor der Bühne ja nichts mehr im Wege. So hatte ich mir das – und die Band sich wohl auch – ausgemalt, funktioniert hat es dann im Endeffekt nicht. Ein Schuldiger dafür war natürlich schnell gefunden, um 14 Uhr hatte der Großteil des Publikums einfach noch Probleme, gerade zu stehen und die Augen offen zu halten. So war von einem Moshpit keine Spur und auch sonst hielten sich die Reaktionen eher in Grenzen. Der Band muss dementsprechend dann natürlich zugute gehalten werden, dass sie dennoch eine Spielfreude sondersgleichen an den Tag legte, was vor allem auf den Kontrabassisten zutraf, der sich kontinuierlich und unbeirrt einen Wolf zupfte. Das darf bei MAD SIN aber natürlich auch nicht anders sein, basiert doch der komplette Sound auf dem völlig irren Psychobilly-Basssound der Band, was bei praktisch jedem Song deutlich wurde. Am meisten umjubelt war dann natürlich das abschließende „Communication Breakdown“, dennoch müssen MAD SIN fürs Summer Breeze in die Kategorie „Opfer der Uhrzeit“ eingeordnet werden, hier wäre ein paar Stunden später wohl deutlich mehr gegangen.

Kaum eine Band dürfte auf dem Summer Breeze bisher noch publikumswirksam wie KORPIKLAANI gewesen sein. Mit den nicht mehr wegzudenkenden Elchs-Geweihen auf der Bühne stellte sich die Frage erst gar nicht, wer denn nun an der Reihe war. Kaum zu übersehen war auch, dass sich das Durchschnittsalter des Publikums rasch um ein paar Jahre senkte – Zielgruppenanalyse geklückt. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass sich schon während der Umbaupause die ersten Rufe zu kleinen Sprechchören entwickelten und wenige Minuten, bevor die Finnen sich endlich auf den Brettern blicken ließen, auch schon zu einer amtlichen Lautstärke angeschwollen waren. Wo so viel gefeiert, getanzt und gelacht wird, waren dann natürlich auch die Crowdsurfer nicht weit, die sich – zum Verdruss der Security und der Fans in den ersten Reihen – scheinbar Wettrennen lieferten. Aber anders ist man es bei Konzerten der Skandinavier auch gar nicht gewohnt, die einen guten, aber nicht weiter hervorhebenswerten Auftritt ablieferten.

Als eine der „Thrashigen Drei“, wie sie in immer größer werdenden Kreisen zusammen mit Onslaught und Destruction während des Festivals genannt wurden, traten EXODUS um 17:00 Uhr vor eine beachtliche Menge. Trotz der absoluten Hitdichte an Bands auf dem diesjährigen Summer Breeze, gab es für mich nur wenige Bands, auf die ich mir derartig einen Wolf freute. Rob Dukes hatte etwas von einem tollwütigen Bären mit seiner Art über die Bühne zu toben, steckte die Menge förmlich damit an und bewies abermals: Alter schützt vor Wildheit nicht! Während das Gitarrenduo Holt und Altus in Form von „Funeral Hymn“ einen wahren Klassiker anstimmte, strömten immer mehr Leute zum heutigen Thrash Metal-Spektakel herbei. Fans der Band dürften ihre Erektionen anhand von Hits wie „Children Of A Worthless God“, „Piranha“ und „Strike Of The Beast“ gar nicht mehr unter Kontrolle bekommen haben. Aber das war Sinn der Sache – EXODUS stehen für außer Kontrolle ratende Shows, Brutalität, unverkennbare Melodien und Gitarrenläufe und Thrash Metal, wie er besser fast nicht sein könnte. Wer bei dieser thrashmetallischen Machtdemonstration dabei sein durfte, hat fürs Leben gelernt. Basta.

END OF GREEN sind mittlerweile einfach nicht mehr vom Summer Breeze wegzudenken. Passenderweise fiel das Veröffentlichungsdatum der neuen Scheibe „The Sick’s Sense“ dann auch genau auf den Tag ihres Auftritts. Sänger und vermeintliche Stilikone Michelle Darkness und seine Männer waren dann auch entsprechend gut gelaunt und wurden gar nicht mehr fertig, den Besuchern des Summer Breeze stellvertretend für alle Fans für die vergangenen Jahre zu danken. Glücklicherweise folgten auf die ganzen Worte auch ebenso denkenswerte Taten, denn: „The Sick’s Sense“ ist ein wahrhaftiges Meisterwerk und der bisher beste Output der Stuttgarter geworden. Dass die ausgedehnte Werbekampagne der Marke „Ich kleb euch einfach auf jeden Bierbecher des Festivals!“ nicht umsonst gewesen war, zeigte sich dann auch an den vollen Rängen während der END OF GREEN-Show. Sowohl Songs der letzten Scheiben „Dead End Dreaming“ und „Last Night On Earth“, kamen – neben den selbstverständlich überwiegenden – Titeln der neuen Langrille nicht zu kurz. Nach einer intensiven, verdammt melancholischen Show, die vereinzelt sogar Tränen in die Augen zauberte, verabschiedeten sich die Schwaben nach einem bewegenden Auftritt mit „Highway 69“ und „I Hate“.

Der Himmel färbte sich bereits rot, draußen stimmen End of Green die Gitarren, die richtige Zeit war gekommen für ROTTEN SOUND. Halte ich es normalerweise für stimmungsvoller, eine Band an der frischen Luft anzuschauen, hätte sich für die Finnen keine bessere Stage als die im Partytent finden lassen können. Räudig und rotzig vom der ersten Sekunde an – ROTTEN SOUND wirkten hier nochmal extremer, als auf Platte. Passend dazu fiel dann auch der Moshpit aus, der immer wieder von selbst zum Circle Pit wurde und in Verbindung mit der Musik und Beleuchtung eine verdammt rohe, primitive Stimmung verbreitete. Insofern verwunderlich, dass bis auf einen ferndiagnostizierten Armbruch offenbar nichts weiter passierte. Songs aufzählen kann ich hier nun aber beim besten Willen nicht, ich könnte nicht einmal beschwören, dass nicht einfach ein einziger die komplette gute halbe Stunde wiederholt wurde. Trotzdem ging es ab wie Hölle und diese Show stand für mich, was das Freisetzen von Energie anbelangt, ziemlich weit oben in der Rangliste der gelungensten Gigs auf dem Summer Breeze.

Nach so viel Melancholie, Herzschmerz und Trauer war es dann allerhöchste Zeit, den Kopf wieder ordentlich frei zu bekommen. Ob es vielleicht nicht nur mir so ging, mochte eventuell an den längeren Wartezeiten am Bierausschank deutlich geworden sein. Aber zum Glück verspäteten sich KATAKLYSM um ein paar Minuten, so dass man ihrer Show auch von Anfang an beiwohnen konnte und genau den richtigen Gegensatz zur End Of Green-Stimmung hatte. Die Kanadier gehörten eindeutig zu jenen Death Metal-Bands, die am meisten Publikum zogen. So wurden die zahlreichen Fans, die sich mittlerweile vor der Pain Stage eingefunden hatten, auch von einer abwechslungsreichen Soongauswahl. Ob „Taking The World By Storm“, „Prevail“oder ältere Kassenschlager wie „Face The Face War“ und „As I Slither“ – da war für jeden was dabei und trotz ausgeliehenen Equipments (das bandeigene war irgendwo unterwegs auf der Strecke geblieben), lieferten KATAKLYSM eine perfekte Show in ihrem „Lieblingsland gleich nach Kanada“ ab. Bei einer derart geilen Audienz kein Wunder!

Nach einer kurzen Bierpause war es dann auch schon Zeit für den Headliner des Tages: SUBWAY TO SALLY. Wer die Truppe in der Vergangenheit hin und wieder live gesehen hat, weiß, dass man sich zwar auf eine geile und mitreißende Show, nicht aber auf sonderliche Neuerungen oder Überraschungen freuen darf. Das schien allerdings die wenigstens zu stören, denn schon gegen 22:30 Uhr konnte man sich vor der Main Stage kaum noch vom Fleck bewegen. Die ersten Chöre erklangen innerhalb des Publikums schon, da marschierte Sänger Eric Fish in gewohnter Lässigkeit auf die Bühne, um die Stimmbänder mit einer a capella-Version von „Canticum Satanae“ schonmal richtig in Fahrt zu bringen. Was hier noch weitestgehend unbemerkt blieb: der Sound sollte während des gesamten Auftritts dumpf und irgendwie farblos klingen, was scheinbar auch dem hin und wieder in Richtung Mischturm gestikulierenden Fish aufgefallen war. Trotz (oder gerade ob) des größtenteils neuen Materials feierten die Menschen freudig mit, als bewährte Stimmungslieferanten wie „Falscher Heiland“, „Henkersbraut“ oder „Sieben“. Visuell wurde die Truppe durch eine passend eingesetzte Pyro-Show unterstützt, an der sich Sänger Eric mit Fackeln in beiden Händen auch aktiv beteiligte. Als die Stimmung schon am Überkochen war, kam es dann letzten Endes auch wie es kommen musste: „Julia und die Räuber“ wurde eingestimmt, und auch als die Band sich die Band nach einem gelungenen Konzert ohne Überraschungen schon längst wieder vom Acker gemacht hatte, verhallten vereinzelte „Blut, Blut… Räuber saufen Blut…“-Chöre noch lange nicht. Die Potsdamer dürfen sich gerne wieder auf dem Summer Breeze blicken lassen!

Etwas später, viel angetrunkener, selber Abend. Nachdem ich die letzten Klänge von Hollenthon bereits als Schlummerliedchen für das gemütliche Nickerchen vor dem Partytent nützte, wurde ich zu THE VISION BLEAK glücklicherweise wieder geweckt. Nachdem es in München auf der Tour mit Negura Bunget und Farsot irgendwie nicht so klappte, hatte ich nun die Hoffnung, es werde sich da doch Besserung einstellen und die Songs würden live endlich so wirken, wie man sich das zuhause vor der Anlage so gut ausmalen konnte. Aber, leider leider, ich war wieder etwas zwiegespalten. Ob es diesmal an mir lag, da durchaus müde und / oder betrunken, oder an der Band, ich weiß es nicht. Konstanz überzeugte gesanglich leider abermals nicht auf ganzer Strecke, die meisten Passagen waren entweder gesprochen oder leicht daneben gesungen. Auch der Sound schien mir persönlich etwas unausgewogen, und, wie eigentlich immer im Partytent, viel zu laut. Aufgrund meiner nicht mehr gerade objektiven Urteilskraft zur der Stunde möchte ich die restlichen Show-Aspekte diesmal nicht besonders beurteilen, da sie offenbar in der Gesamtheit den meisten anderen Anwesenden sehr gefallen hat. Obligatorisch natürlich besonders „Kutulu!“ und „By Our Brotherhood with Seth“. Zumindest was die Songauswahl angeht konnte man aber dann auch mich voll überzeugen: Bis auf „The Lone Night Rider“ gab es die gewohnte Klassiker-Riege aus „Night of the Living Dead“, „Wolfmoon“ und „Carpathia“. Zudem wurde in Form von „The Demon of the Mire“ auch wieder der Holzhammer ausgepackt, während mit dem überraschenden „The Grand Devilry“ eher rockige Töne angeschlagen wurden.

Im Leben eines jeden Redakteurs gibt es mindestens eine, meistens aber gleich mehrere Bands, die angeschaut zu haben man später bitter bereut. In Zeiten, in denen selbige ein knappes und kostbares Gut ist, muss man sich schon überlegen, womit man sie verbringt – oder, wie in diesem Fall, auch verschwendet. Da schleppte mich ein hübscher Lockenkopf aus Deutschlands Osten zu später Stunde (die Band betrat erst gegen 02:15 Uhr die Bühne) noch ins Partyzelt, damit ich mir JESUS ON EXTASY anschauen konnte, die „live eine Wucht sind, wirste sehen!“. Obwohl die Knaben mit ihrem Gitarristen Chai Deveraux einen sympathischen Mann und mit Keyboarderin Ophelia Dax und der ehemaligen Pain-Gitarristin Alicia Vayne ebenso attraktive Frauen in ihren Reihen hatten, taugten sie als Publikumsmagnet um diese Uhrzeit praktisch gar nicht mehr. Getreu dem bandnamen hatte man dann auch während des gesamten Auftritts das Gefühl, dass sich Sänger und Front-Hampelmann Dorian Deveraux etwas reingepfiffen hatte und wohl auf einem ziemlich bösen Trip hängen geblieben war. Nach ein paar unendlich anmutenden Songs, die – auch wegen des Sounds im Partyzelt – nur schwerlich von einander zu unterscheiden waren, und zwei, drei Stolpereinlagen des Sängers, war dann zum Glück auch bald wieder Schluss. Nehmen sich JESUS ON EXTASY mit ihrem Motto „Future Of Industrial“ wirklich ernst, schauts düster für diese Spielsparte aus.

Samstag:

Nach einem bösen Albtraum (ich wurde von einem Industrial-Sänger zu Tode gestolpert), ging es am frühen Samstagnachmittag wieder aufs Gelände, um sich den Kopf von einer ordentlichen Portion Extreme Metal der Marke KEEP OF KALESSIN freiwaschen zu lassen. Mit ihrem Nuclear Blast Records-Debüt „Kolossus“ im Rücken räumten die Norweger in letzter Zeit ab, was es nur abzuräumen gab und konnten sich nicht über zu wenig Action bei ihren Auftritten beschweren. Auch heute hatten sich deshalb gegen 14:40 Uhr wieder zahlreiche Fans auf dem Festivalgelände eingefunden und trotzten der Mittagssonne mit einem kalten Bier und ordentlicher Vorfreude auf den Auftritt der Skandinavier. Die absoluten Highlights bildeten nach dem Intro (ja, auch das gibt’s!) vom Band mit Live-Beteiligung des Sängers und Gitarristen Obsidian C. Vor allem die atmosphärischen Meisterwerke „A New Empires Birth“, „Ascendant“ und „Many We Are“ sorgten für ein verdammt episches Feeling und gaben tiefe Einblicke und das virtuose und vielschichtige Gitarrenspiel des Fronters. An dieser Stelle möchte ich noch einmal dem strammen Zeitgenossen in der ersten Reihe danken, der sich freundlicherweise dazu bereiterklärte, erst Red Bull auf meine Kamera zu schütten und mir diese dann auch noch aus der Hand zu schlagen. Wer sich deshalb wundert, warum der Artikel so bilderlos daher kommt, darf sich gerne bei diesem Vollidioten bedanken.

Wer Torsten den Unhold am Vorabend des AGRYPNIE-Gigs noch zu Gesicht bekommen hatte, wusste, dass der sympathische Kopf hinter dem avantgardistischen Black Metal-Projekt sich auf den Gig im Partyzelt freute – so sehr, dass sich sogar ein gewisses Lampenfieber bei ihm breit machte. Während des Auftritts war davon zwar nichts mehr zu spüren, wirkliche Atmosphäre kam aber abermals nicht auf – weswegen? Dem altbekannten Sündenbock und Hauptproblem des Partyzelts: der schlechte, viel zu undifferenzierte Sound. Torsten ließ sich die Laune dadurch aber nicht verderben und gab freudig Songs aus dem erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Album „Exit“ zum Besten. Das nach „Fenster zum Hof“ folgende Stück „Mauern“ riss dann auch die letzten Barrikaden zwischen Band und Publikum ein und ließ den Auftritt somit noch zu einem beachtlichen Erfolg werden. Ein kleiner Tipp meinerseits: schaut euch AGRYPNIE an, wenn sie in eurer Nähe sind. Mit einem gut gemischten Sound werdet ihr es mit Sicherheit nicht bereuen!

Wo ENSIFERUM auf dem diesjährigen Bang Your Head noch ziemlich zu gefallen wussten, obgleich die Band sich derzeit nicht zu Glanzleistungen antreiben lässt, artete ihr Auftritt auf dem Summer Breeze – zumindest für mich und unzählige Andere – zu einer Orgie der Langeweile aus. Vom Stageacting angefangen, über die (mittlerweile schon gar nicht mehr so spannenden) Wall Of Death-Pflichtspiele bishin zur Songauswahl; alles klang und wirkte irgendwie lieblos zusammengeschustert, schon tausend Mal gehört und erinnerte kaum mehr an die ENSIFERUM zu Zeiten von „Ensiferum“ oder „Iron“. Versteht mich nicht falsch: ich kann dem aktuellen Werk „Victory Songs“ durchaus Qualität und Klasse abgewinnen, aber live ist in letzter Zeit irgendwie ordentlich der Wurm drinnen. Viele schien das an diesem späten Nachmittag aber trotzdem nicht gestört zu haben, das Publikum vor der Bühne war nämlich eifrig dabei und grölte Lieder wie „Deathbringer From The Sky“, „Token Of Time“, „One More Magic Potion“ und „Blood Is The Price Of Glory“ artig mit.

„Was haben die sich dabei nur gedacht?“, durfte sich der eine oder andere Metalhead berechtigterweise in Richtung der Summer Breeze-Booker fragen, als man den Namen H-BLOCKX auf den ersten Flyern entdeckte. Ihr erinnert euch bestimmt noch: das ist jene Crossover-Truppe aus der Nähe von Münster, die 1995 mit ihrem Hit-Album „Risin‘ High“ die deutschen Charts stürmen konnte. Und genau die betraten nun um 18:45 Uhr die Bretter der Mainstage. Allen Zweiflern zum Trotz fanden sich einige Interessierte vor der Bühne ein, um diesem ungewöhnlichen Auftritt beizuwohnen, der für mich einen der Highlights des Summer Breeze 2008 darstellte. Sich ihrer Lage durchaus bewusst, gab die Band – allen voran Sänger Henning Wehland – ihr absolut Bestes und steckte die Summer Breeze’ler mit ihren gnadenlos in Beine und Ohr gehenden Rhythmen epedemie-artig an. Auch wenn ein jeder Heuschnupfen-Allergiker (wovon ich auch einer bin) bei der Aufforderung Wehlands, doch eine schöne Strohschlacht anzuzetteln, entweder am liebsten abgehauen oder ein paar dieser Leute umgehauen hätte, befand sich die Stimmung bei den Hits „Move“, „Revolution“ und den Überhammern „Little Girl“ und „Risin‘ High“ auf dem absoluten Höhepunkt und machten die Show von H-BLOCKX zu einem unvergesslichen Highlight des diesjährigen Summer Breeze.

Rasend schnell ging es dann dem Ende des Festivals zu, aber für den Samstag hatte man sich wirklich ein absolutes Highlight aufgehoben, besser bekannt als HEAVEN SHALL BURN. Und was die deutsche Metalcore-Institution hier als Co-Headliner abzog, war mindestens denkwürdig. Unter bereits verdunkeltem Himmel stellte man riesige Lichtsäulen auf der Bühne auf, die in kleinerer Version auch für die Clubshows verwendet werden. Dies in Kombination mit dem schlichten neuen Logo als Banner versprühte schonmal einen modernen, atmosphärischen Charme, der durch das Einspielen von „Awoken“ komplettiert wurde: Hier lauschte das Publikum beinahe andächtig, bevor dann mit „Endzeit“ ein ca. 60-minütiger Orkan losbrach. Auge des Sturms war selbstverständlich der Moshpit, der hier Dimensionen annahm, die man, sobald man sich mal drinnen befand, kaum mehr überschauen konnte. Es wäre doch mal interessant, wie viele Leute auf einmal sich an diesem Abend die Birne eingeschlagen haben. Dass Songs wie „The Weapon They Fear“, „Forlorn Skies“ oder „Voice of the Voiceless“ hierfür prädestiniert sind weiß jeder, der auch nur mal entfernt mit der Band zu tun hatte. Fronter Marcus heizte selbstredend noch zusätzlich an und trieb das Publikum zu Höchstleistungen in Form von Hüpfspielen, Crowdsurfer weitergeben oder natürlich den obligatorischen Wall of Deaths, wobei hierbei eine Variante ausprobiert wurde, in der die Teilnehmer, einmal aufeinandergeprallt, sofort wieder auseinander gehen und dasselbe noch einmal durchführen sollten. Eng wurde es beim ebenfalls altbekannten Circle Pit um die Tower, bevor mit dem Edge of Sanity-Cover „Black Tears“ großartig auf das furiose Ende „Behind a Wall of Silence“ vorbereitet wurde. Bei diesem – man muss ihn so nennen – Band-Klassiker gab es nochmal einen finalen Circle-Pit, der wiederum alle mir bekannten Maßstäbe übertraf und, wie alle Aktionen während der Show, wohl zu den umfangreichsten Publikumsbeteiligungen gerechnet werden müssen, die auf dem Summer Breeze je zustandegebracht wurden. Erwähnenswert wäre zu dieser großartigen Show vielleicht noch, dass bis auf ein paar Violent Dancer, die sich herverlaufen hatten, nur hilfsbereite Leute im Moshpit waren, die, soweit ich das mitbekommen habe, immer sehr schnell reagiert haben, wenn es dann dochmal jemanden ungünstig gelegt hatte und diesem aufhalfen. Daumen hoch hier also sowohl für die Band als auch fürs Publikum, für mich persönlich die beste Show des Festivals.

Nachdem an den beiden Festival-Vortragen bereits Onslaught und Exodus für kreisende Matten sorgten, sollten DESTRUCTION am letzten Tag des Summer Breeze und als letzte Band der „Thrashigen Drei“ für schmerzende Nacken sorgen. Auch wenn Frontmann und Szene-Urgestein Schmier scheinbar einen eher schlechten Tag erwischt hatte, ließ er sich dies während des Auftritts vor vollen Reihen auf der Pain Stage nicht mehr anmerken. Für das Summer Breeze hielten die Thrash Metal-Titanen dann neben Feuersäulen, lustigen Knalleffekten und einer perfekt durchdachten Lichtshow eine weitere Überraschung parat, die nach „Nailed To The Cross“ die Bühne betrat. Niemand Geringeres als Mad Butcher höchstpersönlich gab sich die Ehre und erntete begeisterten Applaus der anwesenden Fans, die von nun an für den Rest des Gigs den dicken Schlächter und die Kultfigur der Band begutachten durften. Bei dargebotenen Songs wie „Mad Butcher“ (natürlich!), „Curse The Gods“ und „Total Desaster“ flippten die Leute vor der Bühne dann auch aus so gut es ging. „Thrash Till Death“ hätte es dann auch gar nicht mehr gebracht – das Summer Breeze hatte auch so verstanden, was es zu tun hatte. Geil!

ANATHEMA haben Zeit ihrer Karriere schon viele Spielarten des härteren Rocks, düsteren Metal und atmosphärischen Dooms abgearbeitet und bewegen sich mit ihrem neuen Material wohl vor allem in Richtung in eine sehr eigene und individuelle Form des melancholischen Alternative Rock. Kurz nach Mitternacht fanden sich die Cavanaugh-Brüder Danny, Vincent und Jamie dann auch als letzte Band auf der Pain Stage ein und zogen noch einmal eine riesige Menschenmenge, da sie auch ein anderes Zielpublikum als die im Partyzelt spielenden Dark Fortress ansprachen. Ob die Lichtshow tatsächlich an die Mondfinsternis angelehnt, sprich danach geplant war, wird wohl ewig ein Mysterium bleiben – Fakt ist aber, dass sich während des ANATHEMA-Auftritts Gänsehaut an Gänsehaut reihte und eine Atmosphäre herrschte, wie bei noch keiner Band auf diesem Festival zuvor. Passend fürs Summer Breeze hatten die Jungs dann – nicht wie zuerst gedacht – hauptsächlich Titel aus ihrer lauteren und wilderen Schaffensperiode parat. „A Dying Wish“ stellte zusammen mit „Sleepless“ und „Comfortably Numb“ die absoluten Höhepunkte da, die auch nicht mehr vom abermaligen Auftritt Mad Butchers (der sich ein heftiges Duell mit Sänger Danny lieferte) getoppt werden konnte. Musikalisch zwar perfekt, melancholisch-bewegend wie eh und je und zum ganzen Geknüppel willkommen abwechslungsreich, hatte der späte Slot für ANATHEMA doch einen Nachteil, was mir am Ende des Konzerts auch einige Besucher bestätigten: es machte nur bedingt Spaß, ein großartiges Festival mit einer derart melancholischen Stimmung zu verlassen, wie man sie nach ANATHEMA unweigerlich inne hatte. Dennoch: ein atemberaubendes Konzert einer atemberaubenden Band, die auch noch 18 Jahren immer noch solche Emotionen zu wecken versteht.

Fazit: auch wenn das Summer Breeze ganz gewiss nicht mehr so „kuschelig“ wie früher ist (heuer wurde zum ersten Mal die 25.000-Besucher-Marke geknackt), ist es Jahr für Jahr wieder einen Besuch wert. Ob nun aufgrund der ausgewogenen und abwechslungsreichen Bandauswahl, die (vom Newcomer-Contest mal abgesehen) nur hochwertige (Metal)-Acts lieferte, den fairen Preisen, der (nicht ausschließlich aber größtenteils) friedlichen Atmosphäre und dem einzigartigen Feeling: auch nächstes Jahr wird das Summer Breeze definitiv wieder einen Besuch wert sein!


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