Destruction: Schmier mit weiteren Infos zum Status von Gitarrist Mike

Nachdem die Thrash-Metal-Veteranen DESTRUCTION vor wenigen Wochen auf dem österreichischen „Area 53 Festival“ ohne Gitarrist und Gründungsmitglied Mike aufgetreten waren, hatte dies einige Unklarheiten bei Fans der Band ausgelöst. Das anschließende Statement von Frontmann Schmier heizte Spekulationen über den Ausstieg des Musikers nur weiter an, weshalb Schmier im Interview mit dem Youtube-Kanal „Metal Pilgrim“ nun weitere Details zur aktuellen Situation enthüllte:

Schmier über das Verhältnis zum DESTRUCTION-Gitarristen: „Das wüsste ich selbst gern. Es ist eine sehr schwierige Situation, weil er sich bereits vor einigen Monaten von der Band abgekoppelt hat. Ich meine damit, dass wir ins Studio gegangen sind, um das neue Album aufzunehmen und er ist einfach nicht aufgetaucht. Wir haben Demo-Sessions angesetzt und an neuen Songs gearbeitet und er kam einfach nicht, um mit uns Songs zu schreiben.

Als ich ihn mit diesem Problem konfrontiert habe, ist er abgetaucht und hat sich mehr oder weniger komplett von uns abgekoppelt. Da geht es auf jeden Fall um etwas, das tiefer sitzt und wovon ich noch nichts weiß. Wir geben ihm jetzt noch etwas Zeit – bis  zum 19. August, wenn die Pressemitteilung bereit ist. Wir haben ein neues Album aufgenommen. Und wir haben am 19. noch eine besondere Überraschung für unsere Fans.

Natürlich werden wir nicht aufhören. Mike ist Gründungsmitglied und er war immer extrem wichtig für die Band, aber wenn er keine Lust mehr hat, dann kann ich ihm nicht helfen. Ich kann auch nicht in ihn hineinsehen. Keiner kann dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was ein anderer will. Natürlich bin ich enttäuscht. Und auch schockiert. Aber ich war lange genug in diesem Geschäft und weiß, dass so etwas passieren kann. Ich hab ihm immer gesagt, dass die Tür offen bleibt. Es ist seine Entscheidung und wir werden sehen, was passiert.

Für mich geht es jetzt darum, zu überleben und ich muss die Band am Leben halten. Wir hatten einige sehr schwierige Momente, in denen es darum ging, die Band zusammenzuhalten und ein neues Label zu finden – wir haben ja von Nuclear Blast zu Napalm gewechselt. Und wir mussten auch das Live-Album fertigstellen, obwohl wir wussten, dass Mike uns nach der Veröffentlichung vielleicht verlassen würde. Es war also nicht einfach.

Aber ich versuche, mich jetzt auf die Zukunft der Band zu konzentrieren. Wir sind alle gut miteinander befreundet und was mit Mike passiert liegt letztendlich in seiner Hand. Ich hoffe also, dass wir in zwei Wochen eine Pressemitteilung herausgeben können, die genau darstellt, wie es für ihn weitergeht. Denn die Band wird so oder so weitermachen.

Manche Leute meinen, DESTRUCTION sei nichts ohne Mike und das ist verständlich. Aber ich bin der Haupt-Songwriter dieser Band. Ich habe alle DESTRUCTION-Songs geschrieben. Mike hat manchmal mit mir an den Songs gearbeitet, aber Vieles habe ich alleine geschrieben. Obwohl ich kein Gitarrist bin, bin ich der Haupt-Songwriter dieser Band. Nicht alle Fans wissen das. Aber die Band wird fortgesetzt, egal was kommt. Und wir werden weder unseren Stil noch unseren Sound verändern. Ich hoffe einfach, dass die Fans uns eine Chance geben und sehen, dass wir noch nicht bereit sind, zu sterben.“

Bezüglich der Gründe zum (wahrscheinlichen) Ausstieg des Gitarristen sagt Schmier: „Einige Fans kamen auf mich zu und fragten, was mit Mike los sei, weil er ziemlich ungesund aussieht. Und ich habe versucht, mit ihm über seine Art zu leben zu reden. Bei sowas geht’s immer um den Lebensstil.

Manche Leute leben gerne gesund, treiben Sport und bleiben clean – keine Drogen, kein Alkohol oder wenigstens ein geregeltes Leben. Und manche Leute… naja, denen ist es eben scheißegal, wie sie ihren Körper behandeln. Wenn man sich Mikes Gesundheit im Laufe der letzten Jahre ansieht, wird recht schnell deutlich, dass er seine Lebensart nicht ändern wollte. Das Problem beim Rauchen und Saufen und was auch immer sonst noch ist, dass man mit fortschreitendem Alter langsam mal was dran ändern sollte. […]

Als wir 17 waren, war Musik ein Hobby und alles war eine riesige Party. Wir mussten nicht schlafen, weil wir anschließend trotzdem noch auftreten konnten. Aber je älter man wird, um so mehr muss man das alles im Griff haben und auf sich aufpassen. Da hatte ich eine andere Sicht drauf als Mike. Das ist alles, was ich dazu sagen kann. Er ist ein freier Mensch und kann machen, was er will. Und wenn er so leben will, dann ist das seine Sache.“

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