Interview mit Christian Bonnesen von LLNN

  • Englische Version

    „Deads“ is the second album of the danish Post-Metal-Band LLNN and after a Split-release with Wovoka the first release on Pelagic Records. A real masterpiece in atmosphere, inspired by the movie soundtracks of the eighties. There are several unique selling points in the sound of the band we want to talk about with guitarist and vocalist Christian Bonnesen.

     

    Thank you very much for taking some time to answer my questions. How are you?
    No problem, man. I’m doing fine, thank you!

    In case some of our readers haven’t heard much about you yet, please introduce yourself and describe your musical vision in a few words.
    My name is Christian and I play guitar and sing in LLNN. LLNN is your favorite 70/80’s soundtrack played by hardcore musicians.

    What’s the meaning of the band’s name and how do you pronounce it?
    It’s two L’s and two N’s. Seek the two moons of Planet Mongo to learn the true meaning.

    Are you happy with the feedbacks you got for „Deads“ from fans and press so far?
    Most definitely. It has blown my mind to be honest. After we recorded the record I thought we had a really good record on our hands, but the reception still suprised me. I’m thankful!

    Is there any special concept behind „Deads“. If there is, what’s the idea behind it?
    Sure. Lyrically the theme of the record is about subjugation and the not so ideal use of power by people with power.

    Please tell us something about the artwork of „Deads“. Is it your own design concept?
    It’s based on photos by our drummer Rasmus. He’s a really gifted photographer. If I recall it correctly the cover is a jellyfish, but it looks like a huge crater on the moon. I think that captures the vibe of the record.

    Some of the electronic elements and interludes sound like film soundtracks (e. g. John Carpenter or Marco Beltrami) from the eighties or early nineties. Are you influenced by stuff like that?
    Most definitely. We are kids of the 80’s. We got those soundtracks in our DNA.

    Please explain the songwriting process. Is it collective work or are there only one or two of you involved?
    It’s collective. Writing a song with LLNN is like creative problemsolving to me. We have a synth melody/riff/rhythm… How do we transform that into a song? That’s usually how it starts. We jam a lot!

    You have a hardcore background and now synthetic elements are an integral part of your songs. How does that affect the way you work on music?
    Well, it opens a lot of new creative doors for us and makes us approach music in different ways. It’s like being a painter and all off a sudden having all the colors of the world at your disposal!

    What environment do you need to write music? Where do you write your songs?
    Just at our rehearsal space. Not very sexy!

    The sound on „Deads“ is very heavy, cold and some kind of mechanical… was this a partial result of your work with Tue Madsen? 
    Well, he certainly had a hand in it, but he only mastered the record (and did one hell of a job I might add) – But most of it is Jacob Bredahl who recorded and mixed us. We recorded live, so it’s also a pretty close estimation of our live sound!

    Please name an old album (before 2000) and a new album (after 2000) you still love or you are influenced by.
    „Venom“ by Breach and „White Silence“ by Cave In.

    What are your plans for 2019 so far?
    A lot of shows!

    Now I’d like to go through our traditional Metal1.info-Brainstorming with you. What comes to your mind while reading the following terms?
    Donald Trump:
    Tired of hearing about him.
    Terminator:
    Brad Fiedel
    Brexit:
    Confusion
    Justin K. Broadrick:
    Pioneer
    Global Warming:
    My biggest nightmare.

    Some final words for our readers?
    Thank you for reading!

  • Deutsche Version

    „Deads“ ist das zweite Album der dänischen Post-Metaller LLNN und nach einer Split-Veröffentlichung mit Wovoka das erste auf dem legendären Berliner Label Pelagic Records. Ein Meisterwerk von außergewöhnlicher Atmosphäre, inspiriert durch die Filmsoundtracks der achtziger Jahre. Und es gibt diverse Alleinstellungsmerkmale den Sound der Band betreffend, über die wir uns mit Gitarrist und Sänger Christian Bonnesen unterhalten haben.

     

    Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. Wie geht es Dir?
    Kein Problem. Mir geht’s gut, danke.

    Nur für den Fall, dass der eine oder andere unserer Leser noch nichts von Euch gehört hat: Bitte stelle Dich und Eure musikalische Vision kurz vor. 
    Mein Name ist Christian und ich spiele Gitarre und singe in der Band LLNN. LLNN ist Dein Lieblings-70er/80er-Jahre-Soundtrack… aber gespielt von Hardcore Musikern.

    Was bedeutet Euer Bandname und wie spricht man ihn aus?
    Einfach zwei L und zwei N. Suche nach den beiden Monden des Planeten Mongo und Du wirst die wahre Bedeutung erfahren.

    Seid Ihr glücklich mit dem Feedback von Seiten der Presse und der Fans Euer Album „Deads“ betreffend?
    Auf jeden Fall. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet. Nach der Aufnahme dachten wir, dass wir eine wirklich gute Platte in den Händen halten würden, aber dass sie so gut angekommen ist, überrascht immer noch. Ich bin dankbar.

    Steht ein besonderes Konzept hinter „Deads“? 
    Auf jeden Fall. Textlich geht es Unterwerfung und den nicht ganz so optimalen Einsatz von Macht durch Menschen, die viel davon haben.

    Was kannst Du uns zum Artwork von „Deads“ erzählen. Handelt es sich um Euer eigenes Design?
    Es basiert auf Fotos von unserem Drummer Rasmus, der ein sehr talentierter Fotograf ist. Wenn ich mich recht entsinne, ist das Coverbild eine Qualle, aber sie sieht aus wie ein großer Mondkrater. Das sollte die Stimmung der Platte ganz gut zusammenfassen.

    Einige der elektronischen Elemente und Interludes klingen sehr nach Filmsoundtracks (z. B. von John Carpenter oder Marco Beltrami) aus den 80er oder frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Seid Ihr sehr durch derartige Musik beeinflusst?
    Auf jeden Fall. Wir sind Kinder der 80er Jahre, wir haben diese Soundtracks in unserer DNA.

    Bitte erkläre uns das Songwriting: Ist das ein kollektiver Prozess oder sind lediglich ein oder zwei Leute aus der Band involviert?
    Es ist ein kollektiver Prozess. Für mich ist einen Song mit LLNN schreiben wie eine Form von kreativer Problemlösung. Wir haben eine Synthie-Melodie/-Rhythmusstrukur… wie sollen wir das Geräusch in einen Song verwandeln? So beginnt es normalerweise. Und wir jammen sehr viel!

    Ihr habt einen Hardcorebackground und nun sind elektronische Elemente essentielle Bausteine Eurer Songs. Beeinflusst Euch das auch auf anderen Ebenen?
    Diese Arbeitsweise öffnet uns eine Menge neuer kreativer Türen, wir können uns Musik auf unterschiedlichen Wegen annähern. Wie bei einem Maler, der plötzlich all diese verschiedenen Farben der Welt zur Verfügung stehen hat.

    Wo schreibt Ihr Eure Songs? Braucht Ihr hierfür eine besondere Umgebung?
    Nur unseren Proberaum. Nicht besonders sexy!

    „Deads“ klingt sehr heavy, sehr kalt und auf gewisse Weise mechanisch-industriell… inwieweit war Tue Madsen in die Klanggestaltung involviert?
    Ein bisschen hatte er da vielleicht die Finger im Spiel, aber letzten Endes hatte er die Platte nur gemastered. Den größten Anteil daran dürfte Jacob Bredahl, der das Album aufgenommen und gemischt hat, daran haben. Wir haben übrigens alles live eingespielt, weshalb das Ergebnis recht nah an unserem tatsächlichen Live-Sound liegen dürfte.

    Bitte nenne uns ein altes (vor 2000 veröffentlicht) und ein neues (nach 2000 veröffentlicht) Album, dass du liebst und dass dich maßgeblich beeinflusst hat.
    „Venom“ von Breach und „White Silence“ von Cave In.

    Wie sind eure Pläne für 2019?
    So viele Shows wie möglich spielen.

    Kommen wir nun zu unserem Metal1.info-Brainstorming. Was kommt dir zu folgenden Begriffen spontan in den Sinn?
    Donald Trump:
    Ich kann es nicht mehr hören.
    Terminator:
    Brad Fiedel.
    Brexit:
    Verwirrung.
    Justin K. Broadrick:
    Pionier.
    Global Warming:
    Mein größter Albtraum.

    Vielen Dank. Hast du ein paar abschließende Worte für unsere Leser?
    Danke fürs Lesen!

Dieses Interview wurde per E-Mail geführt.
Zur besseren Lesbarkeit wurden Smilies ersetzt.

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