Der Namensrechtsstreit um BLOOD FIRE DEATH geht in die nächste Runde: Demnach wird die skandinavische All-Star-Band, die sich diesen Namen zu eigen machte, bis auf Weiteres als A TRIBUTE TO QUORTON AND BATHORY auftreten und den Namen BLOOD FIRE DEATH vorerst nicht weiter verwenden. Das Statement der Band liest sich wie folgt:
„Da eine Coverband aus Bruchsal, Deutschland, „Blood Fire Death“ als Marke hat eintragen lassen – einen von Bathory geschaffenen Titel, der Generationen von Fans als Teil des Vermächtnisses von BATHORY bekannt ist – und damit begonnen hat, Festivalankündigungen und Social-Media-Beiträge zu blockieren, in denen unsere Band zu sehen ist, haben wir die drei Worte vorübergehend aus unserem Logo und unserer Außendarstellung entfernt. Damit wollen wir unsere Partner schützen, während die Angelegenheit geklärt wird.
Wir vertrauen darauf, dass die Ironie dieser Situation den BATHORY-Fans nicht entgehen wird.
– Erik, Frederick, Grutle, Ivar, Rune, Bård & Ole Jørgen“
Die deutsche Bathory-Tribute-Band BLOOD FIRE DEATH hatte Einspruch gegen die Verwendung des Namens durch die Norweger eingelegt (Metal1.info berichtete).
Diesen begründen sie damit, dass sie BLOOD FIRE DEATH – A TRIBUTE TO BATHORY seit 2010 verwenden und als eingetragene EU-Marke schützen ließen. Als Begründung führen BLOOD FIRE DEATH an, sich in mehr als 15 Jahren unter diesem Namen ihren Live-Ruf und ihre Promotion-Identität aufgebaut zu haben. Nach eigenen Angaben haben BLOOD FIRE DEATH frühzeitig das Gespräch gesucht, um den Konflikt beizulegen. Die Reaktion der Gegenseite habe sich jedoch auf den Hinweis beschränkt, die Bands seien anhand ihrer Logos unterscheidbar. Gleichzeitig berichten BLOOD FIRE DEATH von wiederkehrenden Verwechslungen. Diese Verwechslungen hätten für BLOOD FIRE DEATH spürbare Folgen in Form von zusätzlichem Aufwand, Kosten und einem Schaden für ihre Glaubwürdigkeit und Promotionarbeit. Inhaltlich grenzen sie sich in ihrer Stellungnahme jedoch ausdrücklich von einer generellen Kritik an Tribute-Projekten ab und betonen ihren Respekt für Bathory und Quorthon sowie das Engagement der norwegischen Musiker.
Das skandinavische All-Star-Tribute-Projekt war erstmalig 2024 zum 20. Todestag von Quorthon in Erscheinung getreten. Gegründet wurde es von Mitgliedern von WATAIN, ENSLAVED, AURA NOIR, VLTIMAS, MAYHEM, BATHORY, hinzu kamen live weitere Gastmusiker.

