CD-Review: A Forest Of Stars - Beware The Sword You Cannot See

Besetzung

Mister Curse - Gesang
Mr. T.S. Kettleburner - Gesang, Gitarre
Mr. William Wight-Barrow - Gitarre
Mr. Titus Lungbutter - Bass
Mr. John "The Resurrectionist" Bishop - Schlagzeug, Percussion
Katheryne, Queen Qf The Ghosts - Violine, Flöte
The Gentleman - Keyboard, Percussion

Tracklist

01. Drawing Down The Rain
02. Hive Mindless
03. A Blaze Of Hammers
04. Virtus Sola Invicta
05. Proboscis Master Versus The Powdered Seraphs Pawn On The Universal Chessboard
06. Part I: Mindslide
07. Part II: Have You Got A Light, Boy?
08. Part III: Perdurabo
09. Part IV: An Automaton Adrift
10. Part V: Lowly Worm
11. Part VI: Let There Be No Light


Sieben Personen in einem Studio in Leeds, in den Händen halten sie Violinen, Flöten, Percussions, Keyboards und die Grundausstattung von Gitarre, Bass und Schlagzeug. Sieben Personen, die den Klang dieser Instrumente in selten unter sieben Minuten währende Songs beziehungsweise in einem in sechs Teile untergliederten Track zu Musik verschmelzen lassen, die sich irgendwo im psychedelischen und avantgarden Bereich austobt. Sieben Personen, die ihren Stil bereits auf dem Debüt „The Corpse Of Rebirth“ (2008) gefunden hatten und seitdem kontinuierlich ausbauen. Und tatsächlich nur ausbauen, denn verbessern müssen die Herren und die Frau von A FOREST OF STARS schlichtweg nicht.

Den Briten gelingt es bereits in der ersten Minute des Openers „Drawing Down The Rain“ von aktuellen Album „Beware The Sword You Cannot See“ den Hörer mit auf ihre musikalische Reise zu nehmen, die weder vor lauten wie leisen Klängen zurückschreckt noch Berührungsängste mit warmen weiblichen Klargesang und verzweifelt anmutenden Ausrufen besitzt, die zwischen treibenden und akustischen Parts wechselt und den Wandel von Samples und Symphonie zu Doublebass und Härte so harmonisch in einem Song unterbringt, dass A FOREST OF STARS mehr als nur musizieren. A FOREST OF STARS kreieren Klangkunst, die keine Grenzen kennt, da sie keine experimentellen Versuche scheut. Hingegen dieses Charakteristikum bei vielen Bands häufig in einem Konglomerat aus Ideen endet, die nicht zusammengeführt werden können, sodass ein Album entsteht, welches nicht wie aus einem Guss wirkt, verbindet das Septett auf „Beware The Sword You Cannot See“ mit erstaunlicher Leichtigkeit sämtliche Inspirationen, die ihnen seit dem Vorgänger „A Shadowplay For Yesterdays“ (2012) eingefallen sein müssen.

Das Resultat dessen ist eine Stunde Musik, die als Ganzes anstatt als elf Songs verstanden werden sollte, denn obwohl jeder Track für sich alleine stehen kann, da A FOREST OF STARS wissen, wie ein in sich stimmiger Song zu klingen hat, ist das Hörerlebnis im Ganzen gigantischer, oppulenter und mannigfaltiger als in nur einem Lied. Mit „Beware The Sword You Cannot See“ machen es die Briten erneut selbst dem härtesten Nörgler schwierig, eventuelle Kritikpunkte wie fehlende Innovation der Tracks, mangelndes Talent der Musiker oder schlechte Qualität der Aufnahmen ausfindig zu machen. A FOREST OF STARS sind nach wie vor ein Garant für sehr gute Musik!

Bewertung: 9 / 10

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