CD-Review: Axel Rudi Pell - Into The Storm

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: SPV, Steamhammer
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Johnny Gioeli – Gesang
Axel Rudi Pell – Gitarre
Volker Krawczak – Bass
Bobby Rondinelli – Schlagzeug
Ferdy Doernberg – Keyboard

Tracklist

01. The Inquisitorial Procedure
02. Tower Of Lies
03. Long Way To Go
04. Burning Chains
05. When Truth Hurts
06. Changing Times
07. Touching Heaven
08. High Above
09. Hey Hey My My
10. Into The Storm


Es ist eine Herausforderung: AXEL RUDI PELL bringen mit „Into The Storm“ das 15. Studioalbum im 25. Jahr ihres Bestehens heraus – und obwohl diese Band seit Jahren alles gleich macht, soll ich noch eine neue Beschreibung dafür finden. Versuchen wir es so: „Über Vorzeigerocker AXEL RUDI PELL und seine Mannen braucht man nach dieser Diskographie keine großen Worte mehr zu verlieren, da weiß der Hörer einfach, was auf ihn zukommt.“ Nee, hatten wir schon. Dann das hier: „Schon der erste Blick auf das nunmehr zwölfte Album (…) der Gelsenkirchener verrät, hier wird nicht viel Neues geboten. Das Line-Up ist seit nunmehr 6 Jahren identisch und wie auf allen vorangegangenen Silberlingen bekommt man 10 Songs inkl einem Intro geboten.Ach, da müssten die Jahreszahlen aktualisiert werden, und das mit dem Line-Up ist so auch nicht mehr richtig. Oder so? „Wer hätte es anders erwartet, auch dieser Output unserer Hard Rock-Ikonen beginnt mit einem sphärischen Intro, das die folgenden neun Songs stimmungsvoll einleitet.Aber auch das war schon mal. Am ehrlichsten, wenn auch nicht minder verbraucht, ist noch: „Zu Axel Rudi Pell muss man nichts mehr sagen.

Man muss nicht nur nichts mehr sagen, es gibt einfach auch nur wenig zu sagen – mir fällt wenig zu „Into The Storm“ ein. AXEL RUDI PELL machen zu 100% das, was sie immer machen – und sie machen es sehr, sehr ordentlich. Wie immer gibt es wenig zu meckern an der Performance der Vollblutmusiker um den deutschen Gitarristen, die von der ersten bis zur letzten Note gute Arbeit leisten. Dazu gehört ausdrücklich auch der neue Drummer, Bobby Rondinelli, der selbstverständlich ebenfalls alles richtig macht. Hervorheben darf man auch immer wieder Johnny Gioeli, der einfach eine großartige Stimme für diese Art von Musik hat. Genauso wie die Musik stimmt auch die Produktion: Druckvoll und glasklar kommt der Sound aus den Boxen – gekonnt ist eben gekonnt.

Allerdings wird es musikalisch schwierig, neue Worte bei der Beschreibung von „Into The Storm“ zu finden. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum des Sounds von AXEL RUDI PELL: Es gibt die schnellen Rocknummern „Tower Of Lies“, die gefühlvollen Balladen („When Truth Hurts“), die gelungenen Wechsel von schnell zu langsam („Touching Heaven“) und eine längere, ausladende Nummer („Into The Storm“). Drei kleinere Momente der Überraschung haben es aber doch auf das Album geschafft: „High Above“ beginnt mit einem fast metallischen, verkürzten Riff, das im ersten Moment an modernere Bands wie Sabaton erinnert. Die Ballade „Hey Hey My My“ hingegen ist textlich derartig simpel, dass man ebenfalls aufhorcht. Und der epische Langtrack hat eine sehr markante Keyboard-Melodie. Sonst aber: im Teutonenwald nichts Neues.

Falls das jetzt alles zu despektierlich klang, hier noch einmal im Klartext: Alles ist in Ordnung an „Into The Storm“. Jeder, der ein Album von AXEL RUDI PELL kauft, weiß schließlich, was sie für Musik machen. Das aktuelle Album reiht sich ohne Innovation, aber mit gewohnter Qualität nahtlos in die Diskographie der multinationalen Band ein. Das hatte keiner anders erwartet und doch – man wird ja noch träumen dürfen …

 

Bewertung: 7 / 10

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