CD-Review: Beast In Black - From Hell With Love

Besetzung

Yannis Papadopulous - Gesang
Anton Kabanen - Gitarre
Kasperi Heikkinen - Gitarre
Mate Molnar - Bass
Atte Palokangas - Schlagzeug

Tracklist

01. Cry Out For A Hero
02. From Hell With Love
03. Sweet True Lies
04. Repentless
05. Die By The Blade
06. Oceandeep
07. Unlimited Sin
08. True Believer
09. This Is War
10. Heart Of Steel
11. No Surrender
12. Killed By Death
13. No Easy Way Out


Obwohl BEAST IN BLACK 2015 vom ehemaligen Battle-Beast-Gitarristen Anton Kabanen gegründet worden sind und dieser Gruppe nicht nur namentlich, sondern auch stilistisch durchaus ähneln, stellte sich schnell heraus, dass es sich dabei um mehr handelt als einen bloßen Ableger. Das 2017er Debüt-Album „Berserker“ ist ein Werk mit enorm hoher Hitdichte und dürfte eine der stärksten Platten des jüngeren, durch moderne Einflüsse ergänzten Heavy Metal darstellen. Dieser Erfolg brachte den Finnen, ebenso wie eine Tour mit keiner geringeren Band als Nightwish im vergangenen Jahr, rasch einen gewissen Bekanntheitsgrad ein. Entsprechend hohe Erwartungen hat der Nachfolger „From Hell With Love“ zu erfüllen, mit dem sich BEAST IN BLACK nun zurückmelden.

Zugegeben: Den Preis für das beste Album-Cover des Jahres räumen BEAST IN BLACK auch dieses Mal nicht ab. Immerhin erinnert das Artwork aber gewissermaßen an alte Manowar– oder Warlock-Alben und verdeutlicht so, wo sich die Finnen auch mit ihrem Zweitwerk verorten. Hier ist abermals eine Symbiose aus Heavy Metal der alten Schule und ausufernden, bisweilen überdrehten Keyboard-Melodien angesagt. Wen das auf „Berserker“ schon abgeschreckt hat, braucht im Grunde weder weiterlesen, noch mit dem Gedanken spielen, sich mit „From Hell With Love“ zu befassen, wer das Debüt jedoch mochte, hat zunächst allen Grund, sich zu freuen: BEAST IN BLACK machen im Grunde genau dort weiter, wo sie aufgehört haben. Viel verändert sich im Stil der Band nicht, der aber nach gerade mal zwei Alben auch noch frisch und unverbraucht klingt. So teilen sich auf Songs wie dem Opener „Cry Out For A Hero“, dem hymnischen „Repentless“ oder „Unlimited Sin“ kräftige Riffs und klebrige Keyboard-Zuckerwatte die Aufmerksamkeit, garniert von maximal eingängigen Refrains. Das verschreckt erneut waschechte True-Metaller und versetzt Fans von Bands wie Battle Beast oder Sabaton in Verzückung. BEAST IN BLACK wären jedoch kaum sie selbst ohne ihren Sänger und so gibt der Grieche Yannis Papadopulous erneut die volle Bandbreite seiner markanten Vocals von rauen Lagen bis zu äußerst hohen Tönen zum Besten.

All das steht und fällt freilich in erster Linie damit, ob man den Stil mag oder nicht. Wenn ersteres der Fall ist und man bereits von „Berserker“ überzeugt war, ist man mit „From Hell With Love“ aber definitiv an der richtigen Adresse. Das einzige wirkliche Problem der Platte ist letztlich, dass BEAST IN BLACK mit ihrem Debüt die Messlatte derart hoch gelegt haben, dass der Nachfolger im direkten Vergleich nicht ganz den gleichen „Wow“-Effekt erzielt. Songs des Debüts wie „Beast In Black“, „Blind And Frozen“ oder „Blood Of A Lion“ werden vermutlich noch eine ganze Weile unübertroffen bleiben. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch „From Hell With Love“ etwa mit „Cry Out For A Hero“, „Die By The Blade“, „This Is War“ oder „Heart Of Steel“, um nur einige Kandidaten zu nennen, eine ganze Reihe weiterer potenzieller Band-Klassiker liefert. Wer sich in der Metal-Sparte, in der BEAST IN BLACK wildern, heimisch fühlt, dürfte unter aktuell trotz des leichten Rückgangs zum Erstlingswerk kaum etwas Hochwertigeres als „From Hell With Love“ finden.

Bewertung: 8.5 / 10

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2 Kommentare zu “Beast In Black – From Hell With Love”

  1. Marvin Jordan

    Schönes Review (wenn auch etwas spät). Jedoch sehe ich wenige bis gar keine Parallelen bzw. Ähnlichkeiten zum Debut. Das Debut war nicht einmal im Ansatz so keyboardlastig wie der neue Silberling. Aber genau diese Veränderung macht das Album meiner Ansicht nach so gut. Es ist eine Weiterentwicklung. Oder Rückentwicklung. Je nachdem, ob man das Album mag oder nicht. ;)

    1. Pascal Weber Post Author

      Danke für das Lob. Ich denke, dass man den Stil der Band, wie er auf dem Debüt zelebriert worden ist, alles in allem doch wiedererkennt. Allerdings hast du recht, „From Hell With Love“ ist deutlich keyboardlastiger – das ist sicher auch einer der Gründe, warum ich das Debüt etwas stärker fand ^^

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