CD-Review: The Black Dahlia Murder - Abysmal

Besetzung

Trevor Strnad - Gesang
Ryan Knight - Gitarre
Bryan Eschbach - Gitarre
Max Lavelle - Bass
Alan Cassidy - Schlagzeug

Tracklist

01. Receipt
02. Vlad, Son Of The Dragon
03. Abysmal
04. Re-Faced
05. Threat Level Number Three
06. The Fog
07. Stygiophobic
08. Asylum
09. The Advent
10. That Cannot Die Which Eternally Is Dead


Manche Dinge ändern sich nie: Alle paar Monate gibt es eine neue Staffel von DSDS, Lebkuchen sind immer ab Ende August im Regal, die deutsche Bahn ist immer unpünktlich und alle zwei Jahre gibt es ein neues Album von THE BLACK DAHLIA MURDER, dessen Titel nie länger ist als ein sechs bis zehn Buchstaben langes Wort, immer aus drei Silben besteht und das immer ein bisschen, aber nie wirklich anders klingt als die zuvor erschienenen Alben. Das neueste Werk hört auf den Namen „Abysmal“.

Das Quintett aus Detroit legt zwar los wie die Feuerwehr: Wo der Opener „Receipt“ hochmelodische Strophen und rasante Blastbeats mit einem mächtig groovenden Refrain und einem längeren Solo vereint und so sowohl Headbanger als auch das tanzwütige Konzertpublikum erfreuen wird, hält sich der Titeltrack eher im Midtempo auf – in „Threat Level Number Three“ wird dann auch mal ein angemessener Groove in Kombination mit Double-Bass-Spiel aufgefahren.
Die Krux bei „Abysmal“ ist, dass die Songs zwar alle grundsolide sind, – die typischen Stilelemente der Band sind präsent und auch eine große Portion Spielfreude lässt sich den Amis nicht absprechen – sich insgesamt jedoch wenige bis keine großen Momente herauskristallisieren, von jeglichem Überraschungsmoment mal ganz abgesehen.

„Abysmal“ klingt im Grundsatz genauso wie die Vorgängeralben: Das ist erstmal gar nichts Schlechtes, denn gerade das letzte Album „Everblack“ wusste auf ganzer Linie zu überzeugen. Jedoch stellt sich doch Routine ein, in dem Sinne, dass das neue Album zwar ganz nett ist, aber zu keinem Zeitpunkt begeistert. Vielmehr hat man das Gefühl, dass alter Kaffee nur neu aufgewärmt wird.

Am Überzeugendsten sind noch die Songs „Vlad, Son Of The Dragon“ und „Abysmal“, die am Anfang der Platte stehen – davon abgesehen gibt es Durchschnittskost aus dem Hause THE BLACK DAHLIA MURDER zu hören, die sich für das nächste Album auch ruhig drei Jahre Zeit lassen könnten: Vielleicht bringt das ja neue Inspiration.

Bewertung: 6 / 10

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