CD-Review: Candlemass - Death Thy Lover (EP)

Besetzung

Mats Levén - Gesang
Mats "Mappe" Björkman - Gitarre
Lars Johansson - Gitarre
Leif Edling - Bass
Jan Lindh - Schlagzeug

Tracklist

01. Death Thy Lover
02. Sleeping Giant
03. Sinister N Sweet
04. The Goose


Eigentlich sollte bereits 2012 Schluss sein: „Psalms For The Dead“ wurde als letzte Studioaufnahme seitens CANDLEMASS bekanntgegeben, auf die nur noch Live-Auftritte folgen sollten. So ganz können es die schwedischen Doom-Giganten aber wohl doch nicht lassen, denn zum 30-jährigen Bandjubiläum steht man mit der EP „Death Thy Lover“ in den Startlöchern, welche vier brandneue Songs bietet.

Interessant ist zuvorderst die Frage, wie sich denn der Neue so macht. Fans konnten Mats Levén seit 2012 schon live dabei zuhören, wie er ältere Candlemass-Songs intoniert, auf „Death Thy Lover“ erfolgt sein Studio-Einstand. Und den meistert er vorbildlich, seine Stimme passt zur musikalischen Untermalung und bringt angenehmen, frischen Wind in den CANDLEMASS-Sound.
Ansonsten bietet „Death Thy Lover“ gewohnte Kost. Der Titelsong startet mit schwerem, druckvollem Gitarrenspiel, bevor das Tempo angezogen wird und der Gesang einsetzt. Sehr gelungene Riffs und Melodien sowie diverse Tempiwechsel und nicht zuletzt ein Laune machender Refrain zeichnen die Nummer aus und lassen die knapp sieben Minuten schnell vergehen. „Sleeping Giant“ lebt von einer bedrohlicheren Atmosphäre als das Titelstück, erreicht dessen Niveau jedoch nicht ganz. Dennoch eine sehr solide Nummer, bevor es mit „Sinister N Sweet“ an das Highlight der EP geht: Drückende Gitarren wechseln sich mit sanften Melodien ab, Mats Levén spielt mit seinem variablen Gesang und der tolle Refrain setzt dem Ganzen die Krone auf. Ob man ein sechseinhalbminütiges Instrumental in Form des abschließenden „The Goose“ gebräucht hätte, ist fraglich, angesichts der vorausgehenden drei wirklich tollen Songs ist dies aber schnell verziehen.

Mit „Death Thy Lover“ beweisen CANDLEMASS, dass ihre Rückkehr ins Studio definitiv eine lohnenswerte war. Wenn es sich bei der EP nur um einen Appetizer bis zum nächsten Full-Length-Album handelt, so hat er seinen Zweck, Hunger auf mehr zu machen, erfüllt. Und unter dieser Voraussetzung könnte man, trotz der Ankündigung, dass es keine weiteren Studiowerke mehr geben würde, einem insgesamt zwölften Langspieler auch sehr positiv gestimmt entgegenblicken.

Keine Wertung

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