CD-Review: Children Of Bodom - Something Wild

Besetzung

Alexi “Wildchild” Laiho – Gesang, Gitarre
Alexander Kuoppala – Gitarre
Henkka Blacksmith – Bass
Jaska Raatikainen – Schlagzeug
Janne Wirman - Keyboards

Tracklist

01. Deadnight Warrior
02. In the Shadows
03. Red Light in my Eyes Pt.1
04. Red light in my Eyes Pt.2
05. Lake Bodom
06. The Nail
07. Touch like Angel of Death


Das Nuclear Blast das Debut der Finnen ca. 3 Jahre nach Erscheinen noch mal in einer Special Edition mit allem drum und dran auf den Markt wirft hat seine Gründe. Something Wild war der Startschuß für die steile Karriere der Bodomskinder, die sich nach wenigen Jahren im Business zweifellos zur absoluten Speerspitze zählen dürfen. Eine unglaubliche Wildheit und Agression mit fantastischen Melodien auf einem so hohen technischen Niveau zu verbinden, das macht ihnen kaum jemand nach.
All diese Elemente beherbergt der erste Song auf Something Wild: Deadnight Warrior. Relativ kurz gehalten massieren hier irre Gittarrenläufe und eine fette Doublebass das Trommelfell. In the Shadows baut diese Elemente weiter aus, allerdings in etwas sperriger, weil längerer, Form. Definitiv einer der wenigen COB Songs, in die man sich ein wenig reinhören muss, denn eigentlich entfaltet sich erst dann die enorme Vielseitigkeit des Stückes. Red Light in my Eyes Pt.1 dagegen hat absolutes Hitpotential- soweit man bei dieser Art Musik überhaupt davon reden kann.
Der Albumtitel Something Wild ist hier wirklich Programm. Der Song ist ein unglaublicher Ausbruch wilder Agression mit einem absolut fantastischen Refrain!! Mit Sicherheit einer der stärksten Tracks des Albums. Im Vergleich dazu verblasst der folgende zweite Part. Eigentlich schade, denn das Stück hat auch seine Stärken. Weiter geht’s mit Lake Bodom, ein eher im Midtempobereich angesiedeltes Stück, das allerdings trotz der COB typischen Eingängigkeit, wie In the Shadows eher ein Stück zum reinhören ist. Das gilt mit Einschränkungen auch für The Nail, dass aber erstmal wie ein Sturm losbricht, bevor es von den Gittarren- und Keayboardduellen geprägt wird, die Children of Bodom auf späteren Alben perfektionieren. Zum Abschluss reißt einem Touch like Angel of Death nochmal mächtig den Arsch auf. Mit einer unglaublich hasserfüllten Atmosphäre fährt der Song noch mal alle Stärken der Band auf und ist wirklich ein würdiger Abschluss eines tollen Albums!!

Traurig ist leider ,dass der Sound der CD, der Qualität der Musik nicht wirklich gerecht wird. Vor allem das Keyboard klingt stellenweise arg billig. Zum glück ist das aber nicht so gravierend und tut der fantastischen Musik keinen großen Schaden. Überhaupt lässt sich über die Art der Musik ganz gut streiten. Irgendwo zwischen klassischem Heavy Metal der 80er und modernem Black/Thrash Metal angesiedelt ist aber auch die Bezeichnung Melodic Death Metal irgendwie nicht falsch. Eigentlich ist’s auch ziemlich egal, denn das die Jungs um Gittarero/Schreihals Alexi Laiho allesamt herausragende Musiker sind lässt sich nicht bestreiten, egal, wie man ihre Musik bezeichnen will. Die Zukunft bestätigte recht eindrucksvoll das unglaubliche Potential der Band und straft die spärlich gesäten Kritiker Lügen. Children of Bodom haben mehr als deutlich bewiesen, dass sie keine Eintagsfliege oder One-Hit-Wonder, sondern eine der vielversprechendsten Bands der Szene sind!

(Alexander)

Bewertung: 8.5 / 10

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