CD-Review: Circle Of Silence - The Crimson Throne

Besetzung

Nick Keim - Gesang
Christian Sommerfeld - Gitarre
Tobias Pfahl - Gitarre
Björn Boehm - Bass
Peter Suppinger - Schlagzeug

Tracklist

01. Conquer The Throne
02. Race To The Sky
03. Destroyers Of The Earth
04. The Chosen One
05. Lionheart
06. The Crimson Throne
07. Into The Fire
08. A Kingdom Divine
09. Endgame
10. Possessed By Fire
11. Wild Eyes


Die Süddeutschen von CIRCLE OF SILENCE gehören zu jener Sorte Power-Metal-Bands, bei denen die Genre-Bezeichnung noch zutreffend ist: Diese Band hat bereits mit ihrem 2011 erschienenen Debüt „The Blackened Halo“ vor allem demonstriert, dass sie ordentlich Energie – eben Power – in ihre Musik zu legen versteht. Man durfte, nachdem knapp fünf Jahre seit der Veröffentlichung des letzten Albums „The Rise Of Resistance“ ins Land gegangen sind, gespannt auf ein neues Lebenszeichen der Heilbronner sein. Und wer hohe Erwartungen hatte, der sieht diese erfüllt – wenn nicht übertroffen.

Zwar waren CIRCLE OF SILENCE seit ihren frühen Tagen immer schon etwas härter als Bands vergleichbarer Signatur, der Sound der Truppe war nie von übergroßem Bombast oder donnerden Chöre geprägt; stattdessen setzte das Quintett auf hartes Riffing, das immer wieder in klassische Thrash-Metal-Gefilde vordrang. Dieser Mixture ist man auch auf „The Crimson Throne“ treu geblieben, hat aber die Thrash-Anteile intensiviert – die CD fällt im Vergleich noch einmal eine Spur aggressiver aus als die beiden Vorgänger. Das liegt vor allem an Songs wie „Destroyers Of The Earth“, „Possessed By Fire“ oder „Into The Fire“, die ein ordentlich hohes Tempo anschlagen und modernes, auf Härte setzendes Power-Metal-Riffing und Shout-Chöre kombinieren. Dabei gelingt es der Band erneut, einprägsame Melodiebögen zu entwickeln und diese in ihre Songstrukturen einzuflechten.

Besonders gut gelingt dies in jenen Momenten, in denen CIRCLE OF SILENCE Tempo rausnehmen und auf groovige Songaufbauten setzen, wie sie dies beispielsweise in dem grandios eingängigen „The Chosen One“ oder dem ähnlich komponierten „A Kingdom Divine“ mit seinem gelungenen Refrain tun. „The Crimson Throne“ präsentiert sich als konsequente Fortführung des musikalischen Weges, den die Band bereits auf ihren beiden vorangegangenen CDs gegangen ist. Die Ingredienzien sind also die absolut gleichen, aber alles funktioniert auf dem dritten Album ein wenig besser, die Songs verfahren nuancierter, sind treffsicherer aufgebaut. Kurz: CIRCLE OF SILENCE machen nichts anders, aber sie machen alles noch ein wenig besser als zuvor. Man kann diesem Album nur die Menge an begeisterten Hörer wünschen, die es verdient hat. Fans des modernen Power Metals härterer Gangart können sich hier den perfekten Start in den Sommer verschaffen.

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Bewertung: 8.5 / 10

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