CD-Review: Code_red - Nightmare

Besetzung

Markus Giestl – Gesang
Jürgen Hahn – Gitarre
Michael “Grätn” Rudolf – Gitarre
Christian Schell – Bass
Hendrik “Henna” Maletzki – Schlagzeug

Tracklist

01. Nightmare
02. The Woods
03. Plug Out
04. Speed
05. Amoc
06. The Fuck Shop
07. Wake Up
08. Perishable
09. Messiah


Code_red nennen sich fünf Kerle aus dem Pegnitzer Raum und spielen – im Gegensatz zum Großteil der fränkischen Metal-Szene – nur selbstgeschrieben Songs, was ja schon mal sehr lobenswert ist. Musikalische Vorbilder kann man beim Hören der CD denke ich schnell ausfindig machen: hauptsächlich dürften hier Bands wie Pantera, Fear Factory und Slayer die Ideengeber gewesen sein. Als Stil würde ich irgendwas zwischen Thrash Metal und experimentellem Hardcore nenne, so einfach einzuordnen aber sind code_red nicht. Mit „Nightmare“ haben sie nun also ihre erste CD aufgenommen.

Mit dem gleichnamigen Titeltrack geht’s auch los, es fängt an mit einem „Nightmare On Elm Street“-Intro. Wenn dann die Musik einsetzt, kann man die Einflüsse kaum mehr verleugnen. Vor allem das Drumming und die Riffs sind doch sehr deutlich an Fear Factory und Slayer angelehnt. „Nightmare“ ist der Track, den ich am ehesten zum Anspielen empfehlen würde, also der meiner Meinung nach auch beste Track der Scheibe!
„The Woods“ ist aber nicht weniger gut, auch wenn das „Ausleihen“ bei den Vorbildern noch deutlicher wird. Als Kenner wird einen das Ende des Liedes wohl sofort an „Domination“ von Pantera erinnern. Noch dreister wird’s bei „Wake Up“, da bemächtigt man sich an einem weiterem Klassiker, nämlich Slayer’s „Raining Blood“. Versteht mich nicht falsch, dass ist jetzt nicht abwertend gemeint, oder gar so aufzufassen, dass code_red gar nichts eigenes einbringen.
„Fuck Shop“ zum Beispiel ist ein richtig cooles Teil, oder auch „Speed“ das seinem Namen vor allem zum Ende gerecht wird und bei dem man ein mehr als hörbares Solo vom Grätn geboten bekommt. Auch der Abschlusstrack „Messiah“ (die Bassparts rocken die Hölle!) geht gut ab, dagegen gefallen mir „Plug Out“, „Amoc“ und „Perishable“ gar nicht so recht, das will nicht zünden.

Live kommen code_red richtig gut, da hab ich mich schon selber überzeugen können (wenn auch bisher erst einmal, code_red-Gigs scheinen recht rar gesät). Markus schreit mir am Mikro nur manchmal etwas monoton rum, viel Abwechslung beim Gesang gibt’s da nicht wirklich. Doch sind immer wieder gute Melodien, schnelle und langsame Parts und richtig schicke Soli zu finden!
Trotz aller Kritik wurde hier wirklich gute Arbeit geliefert, von der man sich für kleinen Preis überzeugen kann. Weitere Infos über die Band, n MP3 zum antesten oder auch die CD zum bestellen (10 € hat mir meine am Merchenadise-Stand gekostet) gibt’s auf www.code-red.info.

Bewertung: 7 / 10

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