Crowen-Through The Dying Mist-EP

Review Crowen – Through The Dying Mist (EP)

Seit sieben Jahren gibt es die Melodic-Death-Metal-Formation CROWEN inzwischen, ein erster Langspieler lässt aber weiterhin auf sich warten. Mit „Through The Dying Mist“ veröffentlichen die beiden Finnen Esa Uusimaa und Sami Sandberg – beide ehemals bei RAIN OF ACID – nun ihre dritte EP. Die melancholischen Einschläge der Vorgängerband finden sich auch bei CROWEN wieder. Angereichert wird dies inzwischen mit allerhand wuchtigen Riffs. Am Bass hilft auf „Through The Dying Mist“ Tuomas Saukkonen von WOLFHEART aus, ein Drummer ist im derzeitigen Line-Up nicht zu finden.

Der Opener „Ember Wraith“ setzt auch gleich die melancholische Grundstimmung der EP. Ruhig und an tropfendes Wasser erinnernde Klänge ziehen sich durch den gesamten Song. Die einsetzenden schnellen Riffs und das von Doublebass geprägte Schlagzeugspiel führen zu einem sich aufbauenden energetischen Song, der immer weiter Fahrt aufnimmt. Naturverbundene Assoziationen kommen auch mit „Line Of Silence“ auf. Stampfende und wuchtige Riffs entwickeln sich zu immer feinfühligeren Passagen. Als wenn man nach dem Erklimmen eines Gipfels in die Weiten schaut und laut (mit)schreien möchte.

Mit „I Am The Sorrow“ verweben CROWEN rasende Elemente mit ruhigen Stellen, die sich immer wieder abwechseln. Dabei werden punktiert Gesänge eingesetzt, die an sakrale Chöre erinnern. Ein akustisches Gitarrenspiel schließt den Song und wird direkt mit dem letzten Stück der Platte „The Unwritten End“ wieder aufgenommen. Es zieht zum ersten Mal Klargesang ein, der eine traurigere Stimmung mit sich bringt. Diese Emotionen kommen gut an und übertragen sich beim Hören. Dem entgegengesetzt sind die harten Schreie von Esa Uusimaa. Der Sound des Songs spiegelt diese Gegensätze gut wider.

Auf „Through The Dying Mist“ schaffen es CROWEN, traurige, melancholische und zuweilen auch wütende Stimmungen hervorragend zu vereinen. Die saubere Produktion der technisch versierten Gitarren- und Schlagzeugarbeit fügt dies alles im besten Sinne zusammen. Dabei stehen die einzelnen Elemente in einem ausbalancierten Gleichgewicht, ohne dass Gesang oder Instrumente zu sehr in den Vorder- oder Hintergrund rücken. Weiterhin kann man darauf gespannt sein, wann CROWEN wohl ihr erstes Album veröffentlichen werden. Darauf freuen kann man sich aber mit großer Sicherheit weiterhin.

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Michael Schurig

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