CD-Review: Crystal Ball - Dawnbreaker

Besetzung

Steven Mageney - Gesang
Scott Leach - Gitarre
Markus Flury - Gitarre
Cris Stone - Bass
Marcel Sardella – Schlagzeug

Tracklist

01. Zarathustra
02. Break Of Dawn
03. Anyone Can Be A Hero
04. The Brothers Were Wright
05. Eternal Flame
06. Skin To Skin
07. Walls Fall Down
08. Back For Good
09. Power Pack
10. Stranded
11. Sun Came Out
12. Touch The Sky (Bonus)
13. Bond Of Love (Bonus)


Bei Schweizer Hard Rock denkt man vornehmlich an Gotthard und Krokus, doch vor allem um die Jarhtausendwende konnten auch CRYSTAL BALL mit hochklassigen Alben wie „Hard Impact“ glänzen. Die Bekanntheit der beiden Szenegrößen konnte man trotzdem nie erreichen, auch wenn die Musik durchaus das bietet, was man erwartet.

Bei einem mit „Zarathustra“ betiteltem Intro bekommt man natürlich ebenso das Erwartbare und im Prinzip kann man das direkt auf das gesamte Album umwälzen. Jeder kennt das berühmte klassische Stück, niemand kann ernsthaft behaupten, es wäre eine schlechte Komposition. Durch den exzessiven Einsatz und die Allgegenwärtigkeit in verschiedenen Ausführungen aber ist es auf gewisse Weise totgenudelt und kann bei weiteren Aufgüssen kaum noch begeistern. Ausnahmen gibt es zwar immer, „Dawnbreaker“ aber fügt sich der Regel und bietet nicht mehr als hörbaren Durchschnitt.

Ob nun anständig treibende Rocknummern wie „Break Of Dawn“ und „Anyone Can Be A Hero“, ein Paket Schmalz wie „Eternal Flame“ oder Midtempostücke wie „Skin To Skin“ und „Back For Good“… Passt schon irgendwie alles, kann man sich anhören, die Frage ist nur: Warum sollte man sein Geld gerade für CRYSTAL BALL ausgeben und seine Hörzeit in „Dawnbreaker“ stecken? Steht man auf Hard Rock, hat man mit Sicherheit das ein oder andere Dutzend bessere Scheiben im Regal stehen und mindestens ebenso viele gleich gute wie diese hier. Hier wird zu keiner Sekunde ein Alleinstellungsmerkmal geboten, nichts sticht heraus, alles bleibt im biederen Durchschnitt und ist altbekannt.

Die Alben der frühen 2000er Jahre hatten da durchaus mehr zu bieten. Während im Jahr 2013 alles dahinplätschert und nach dem Hören vergessen ist, hatten CRYSTAL BALL vor einer Dekade durchaus Schmiss, konnten hymnische Refrains schmettern und haben einfach Spaß gemacht. „Dawnbreaker“ ist als Comeback-Album nach sechs Jahren handwerklich und technisch zwar einwandfrei, im Endeffekt aber egal und ein sicherer Staubfänger.

Bewertung: 5 / 10

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