CD-Review: Devil You Know - The Beauty Of Destruction

Besetzung

Howard Jones – Gesang
Francesco Artusato – Gitarre
Roy Lev-Ari – Gitarre
Ryan Wombacher – Bass
John Sankey – Schlagzeug

Tracklist

01. A New Beginning
02. My Own
03. Embracing The Torture
04. For The Dead And Broken
05. Seven Years Alone
06. It’s Over
07. A Mind Insane
08. Crawl From The Dark
09. The Killer
10. I Am The Nothing
11. Shut It Down
12. As Bright As The Darkness


Seit knapp zwei Jahren gibt es die – wenn man das böse Wort sagen darf – Metalcore-Supergroup rund um Mitglieder und Ex-Mitglieder von Bleeding Through (Ryan Wombacher), Divine Heresy (John Sankey), All Shall Perish (Francesco Artusato) und natürlich Killswitch Engage (Howard Jones). Aufgrund all der Unterschiede, welche die genannten Gruppen aufweisen, ist es spannend, endlich zu hören, in welche Richtung DEVIL YOU KNOW sich vorwiegend bewegen werden. Die Befürchtungen, dass es zu einem Killswitch-Engage-Klon kommen könnte, sind dabei zudem allgegenwärtig.

Die Eröffnung von „The Beauty Of Destruction“ durch, das für Herrn Jones passend betitelte, „A New Beginning“ überrascht schon mal gewaltig. Die melancholischen, zuweilen Gänsehaut produzierenden, cleanen Gesangsparts fehlen komplett und stattdessen geht es direkt in die Vollen. Howard Jones shoutet und keift sich in einen wahren Rausch und klingt ungewohnt giftig und aggressiv. Die Riffs werden in knallharten Stakkato-Salven abgefeuert und das Schlagzeugspiel wechselt gekonnt zwischen langsameren, eher pumpenden Parts und rasend schnellen Double-Bass-Abschnitten hin und her. Das folgende „My Own“ startet ähnlich aggressiv, lässt dann aber die eigentliche Ausrichtung der Band schon etwas deutlicher erkennen und im Refrain gibt es dann auch erstmals die altbekannten cleanen Vocals zu hören.

Hier wären wir dann auch bei den beiden einzigen Kritikpunkten angekommen, denn so gut das Material auf „The Beauty Of Destruction“ auch umgesetzt ist, so fehlt es in gewissen Situationen doch am letzten Quäntchen Abwechslung. Fast alle Songs weisen ein ähnliches bis gleiches Strickmuster aus harten Strophen und klar gesungenen Refrains auf. Der weitere Kritikpunkt ist der stellenweise etwas zu steril wirkende Sound des Schlagzeugs, aber dies ist nun wahrlich ein Jammern auf hohem Niveau.

Vielmehr überwiegen die positiven Eindrücke, welche DEVIL YOU KNOW mit ihrem Debüt hinterlassen. Allem voran ist natürlich die Gesangsleistung von Howard Jones zu nennen, da auf dieser die größten Erwartungen lasteten. Der Ex-KsE-Sänger zeigt sich vielseitig wie selten und brilliert diesmal mehr durch wutentbranntes Shouting, das mal tief grollend ertönt und sich dann wieder in giftiges Keifen verwandelt, als durch seine tiefe, melancholische Gesangsstimme. Glücklicherweise darf und muss man DEVIL YOU KNOW aber nicht auf den Gesang reduzieren, denn auch die anderen Musiker zeigen sich auf dieser Scheibe in bestechender Form. Die beiden Gitarren feuern ein ums andere Mal gewaltige Riffs ab, die sowohl den typischen Metalcore-Klang aufweisen als auch Einflüsse aus modernem Thrash Metal. Überraschend sind jedoch die selten auftauchenden frech-rockig klingenden Abschnitte. Francesco Artusato und sein Kollege lassen aber auch ein paar sehr passende Soli von der Leine, sodass die Songs wirklich immer ein rundes Bild abgeben. Ebenfalls nicht neu, aber wirklich passend, sind die stellenweise eingebauten Elektro-Parts, die dem Klangbild des Quintetts mehr Tiefe verleihen. Das nötige Adrenalin pumpt Drummer John Sankey in die Songs und durch die Boxen. Dabei wechselt er zielsicher zwischen fiesen Double-Bass-Attacken, typischen Breakdowns und punktgenauem Mid-Tempo-Drumming.

Die absoluten Anspieltipps auf „The Beauty Of Destruction“ sind, neben dem bereits erwähnten Opener „A New Beginning“, vor allem „Embracing The Torture“, „Seven Years Alone“, „A Mind Insane“ und „The Killer“. Insgesamt bewegen sich aber alle Songs auf einem ähnlich hohen Niveau und machen das Debüt dieser Herren zu einer echten Empfehlung für alle Freunde des Metalcores sowie denjenigen, die modernen Metalsounds generell nicht abgeneigt sind.

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Bewertung: 8 / 10

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