CD-Review: Distant - Dusk Of Anguish (EP)

Besetzung

Alan Grnja - Gesang
Nouri Yetgin - Gitarre
Vladimir Golic - Gitarre
Eise Smit - Gitarre
Elmer Maurits - Bass
Jan Mato - Schlagzeug

Gastmusiker:
John Robert C. - Gesang (Track 2)
Lochie Keogh - Gesang (Track 4)

Tracklist

1. The Offering
2. Dusk Of Anguish
3. The Eternal Lament
4. Cryogenesis
5. Graveborn
6. Rakva


Nachdem die niederländisch-slowakische Deathcore-Lawine namens DISTANT vor zwei Jahren mit ihrer starken ersten Full-Length „Tyrannotophia“ debütierte, schieben die sechs Herren nun die EP „Dusk Of Anguish“ nach. Mit der gesanglichen Rückendeckung von Lochie Keogh (Alpha Wolf) sowie John Robert C. (The Last Ten Seconds Of Life) behalten DISTANT nicht nur ihre Freude an Kollaborationen, sondern glücklicherweise auch ihren Stil bei.

Das wird an dieser Stelle deswegen betont, weil die Genrebezeichnung Deathcore oftmals ein berechtigter Gleichmacher ist: ein bisschen Downtempo hier, etwas mehr Breakdowns dort und immer mal ein paar Pig Squeals an anderer Stelle, fertig ist das typische, generische Deathcore-Abum. DISTANT gehen dabei nicht anders vor: Die jungen Herren rund um Sänger Alan Grnja bedienen sich zwar genau dieser klassischen Elemente, heben sich dabei aber dennoch deutlich vom musikalischen Einheitsbrei dieses gar nicht mehr so jungen Subgenres ab.

Inhaltlich ihren vorherigen Veröffentlichungen folgend, beschreiben DISTANT „Dusk Of Anguish“ als ein „conceptual work of our own universe spreading misery across the realms of Tyrannotophia„. Eine mehrere Platten umfassende Geschichte über ein gefallenes Königreich? Nicht nur damit heben sich DISTANT ab. Es sind ihre knackigen Kompositionen, die nicht auf einen Breakdown als ausschließlichen Songhöhepunkt hinarbeiten oder sich mit ein wenig Downtempo-Riffing zufrieden geben; vielmehr traut sich die Band, mit den Trademarks des Genres zu spielen und diese unorthodox aufeinander folgen zu lassen, was DISTANT nicht zuletzt einen gewissen Technical-Touch verleiht („The Eternal Lament“). Zusätzlich verfügt die drei Gitarristen starke Combo über ein glückliches Händchen, wenn es um das Hinzufügen von atmosphärischen Keyboard-Einschüben geht („Graveborn“).

Mit ihrer neuesten EP „Dusk Of Anguish“ bieten die jungen Europäer mehr als manch fest etablierte Bandgröße auf Albumlänge; umso schöner ist es zu hören, dass DISTANT sich ihrem Stil treu bleiben.

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