CD-Review: Evergrey - A Night To Remember (live)

Besetzung

Tom S. Englund - Gesang, Gitarre
Henrik Danhage - Gitarre
Michael Hakansson - Bass
Rikard Zander – Keyboards
Jonas Ekdahl - Schlagzeug

Tracklist

CD 1:
01. Intro
02. Blinded
03. End Of Your Days
04. More Than Ever
05. She Speaks To The Dead
06. Rulers Of The Mind
07. Blackened Dawn
08. Waking Up Blind
09. As I Lie Here Bleeding
10. Mislead
11. Mark Of The Triangle

CD 2:
01. When The Walls Go Down
02. Harmless Wishes
03. Essence Of Conviction
04. Solitude Within
05. Nosferatu
06. Recreation Day
07. For Every Tear That Falls *
08. Touch Of Blessing
09. The Masterplan

* Leadvocals von Tom Englund und seiner Frau Carina Kjellberg


Die schwedischen Immergrauen servieren uns hier einen vollen Konzertmitschnitt aus dem Jahre 2004 wo die fünf Mannen im Storan Theater/Göteborg spielten. Dieses Konzert wird im Sommer 2005 auch als DVD erscheinen.

Nach einem kurzen, verspielten Intro legen EVERGREY auch los mit „Blinded“ und die Fans scheinen jetzt schon aus dem Häuschen zu sein. So steigert sich die Stimmung während des Konzertes auch immer weiter bis es zum krönenden Abschluss durch „The Masterplan“ kommt.
Der Sound ist absolut klasse, da sollten sich einige Bands wirklich mal ein Beispiel dran nehmen. Kein Instrument welches im Soundbrei untergeht und auch Sänger Tom Englund kann man wunderbar verstehen. Die dargebotenen Songs bewegen sich durch die komplette Schaffensphase von EVERGREY und mit „Harmless Wishes“ sowie „Essence Of Conviction“ von der 2004 veröffentlichten The Inner Circle feiern zwei Songs ihr Live-Debüt. „A Night To Remember“ ist also definitiv etwas für Fans der ersten Stunde.

Doch wie steht es um jene die mit EVERGREY bisher nichts anfangen konnten? Wer alles recht bombastisch mit einem Tick Konfusion mag, kann hier getrost zugreifen. Trotzdem bitte vorher reinhören sonst kriege ich wieder Morddrohungen. Als Genre-Bezeichnung wird hier oft einfach Progressive Metal angegeben, doch von progressiven Elementen fehlt hier jede Spur. Meist wird sogar die selbe Songstruktur verwendet welche aus eins, zwei Break, kurzes Solo, Refrain und Vers besteht – die Anordnung der einzelnen Fragment variiert ab und zu aber es bleibt einfach nur unspektakulär. Eher Power Metal im Stile von Iced Earth, allerdings noch sanfter.
Was noch dazu kommt ist, dass diese Musik wohl irgendwo einen gewisen Gothic-Touch haben soll aber einfach keine bedrückende Stimmung erzeugen kann. Die Fähigkeiten der Musiker halte ich weder für schlecht noch für überragend gut, dafür wissen sie aber wie man mit seinen Fans umgeht und jenen zeigt, dass man seine Musik liebt.

Wer EVERGREY-Fan ist kann hier wirklich nichts falsch machen, auch wer Nightwish oder Iced Earth hört wird seine Freude an „A Night To Remember“ haben. Alle anderen können sich aber ihr Geld sparen. Die dargebotene Musik hat weder Neues noch Besonders inne und was das alles mit Progressive Metal zu tun haben soll kann ich sowieso nicht verstehen. Vielleicht für EVERGREY ein Mitschnitt einer erinnerungswürdigen Nacht, für den Gros der Metal-Gemeinde wird es aber ein Album bleiben das eher im CD-Regal verstaubt. Sorry Jungs.

Keine Wertung

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