CD-Review: FM-84 - Atlas

Besetzung

Col Bennett - Songwriting, Synths, Electronica

Gastauftritte:
Ollie Wride - Gesang (Track 2, 7, 8)
Josh Dally - Gesang (Track 5)
Clive Farrington - Gesang (Track 11)

Tracklist

01. Everything 02. Running In The Night (feat. Ollie Wride)
03. Tears
04. Chasing Yesterday
05. Let's Talk (feat. Timecop1983 & Josh Dally)
06. Arcade Summer
07. Wild Ones (feat. Ollie Wride)
08. Don't Want To Change Your Mind (feat. Ollie Wride)
09. Atlas (Interlude)
10. Jupiter
11. Goodbye (feat. Clive Farrington)


„Sun-soaked 80’s inspired cinematic synth pop. The sound of a summer long gone.“ Im Grunde genommen lässt sich die Musik von FM-84 nicht besser beschreiben als mit diesem Zweizeiler, entnommen von der Facebook-Präsenz des Mehr-oder-weniger-Solo-Projektes von Col Bennett, der sich erst Ende letzten Jahres Sänger Ollie Wride als festes Bestandteil von FM-84 an Bord holte.

Kein verwunderlicher Schachzug, schließlich ist Wride das gesangliche Aushängeschild des Debüts „Atlas“, das 2016 mit den Grundstein für die seitdem exponentiell gewachsene Retrowave-Begeisterung gelegt haben dürfte.

Mit elf Songs gelingt FM-84 die Transformation der Miami-Vice-Ära in das 21. Jahrhundert. Die verblasste Erinnerung an die ’80er-Jahre-Synthie-Sounds wandelt Bennett auf „Atlas“ in aktuelle Musik um, deren Flair an eine Zeit vor vier Dekaden erinnert, deren Sound aber kaum moderner sein könnte.

Fünf der Tracks leben vom hellen Klargesang von Clive Farrington, Josh Dally (Stimme von The Midnights Song „Neon Lights“ auf deren aktuellem Album) und besonders von FM-84-Neumitglied Ollie Wride. Der Engländer unterlegt „Wild Ones“ und den Überhit „Running In The Night“ mit solch beeindruckend catchy Gesangsmelodien, dass man sich ohrfeigen möchte, diese Lieder nicht schon wesentlich eher entdeckt zu haben.

Zwischen den Nummern mit Gesang hat FM-84 rein instrumentale Songs gestreut, die sich zwischen smoothen Beats („Tears“, „Jupiter“) und tanzbarem Synthpop bewegen. Besonders Fans der bereits erwähnten The Midnight sowie Timecop1983 werden mit diesen Nummern ihre pure Freude haben – auch weil FM-84s Debüt musikalisch wandelbarer ist als beispielsweise ein „Night Drive“.

Mehr 80er-Jahre-Revival geht kaum: „Atlas“ frischt einen Sound, viel mehr noch, ein Lebensgefühl auf, ohne sich dabei krampfhaft danach anhören zu wollen. Wie seine einfachste Übung erschafft FM-84 eine Klangwelt, deren Charakteristik mit dem Bandnamen bereits gut beschrieben ist.

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Bewertung: 8 / 10

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