CD-Review: Hatesphere - The Great Bludgeoning

Besetzung

Esben Hansen – Gesang
Peter Lyse Hansen – Gitarre
Jakob Haagen Nyholm – Gitarre
Dennis Buhl – Bass
Mixen Lindberg - Schlagzeug

Tracklist

01. The Killer
02. Venom
03. Smell Of Death
04. Decayer
05. The Wall Of My Threnode
06. Resurrect With A Vengeance
07. The Great Bludgeoning
08. Need To Kill
09. Devil In Your Own Hell


HATESPHERE sind zurück. Nachdem es bei den Dänen in den letzten Jahren einige Line-Up-Wechsel gab, und vom ursprünglichen Line-Up nur noch ein Mitglied übrig war und ist, war das letzte Album für einige eine Enttäuschung. Ich, der die frühen HATESPHERE-Alben nicht kennt, fand es dennoch mehr als passabel, und so wuchs die Vorfreude, als Ende September „The Great Bludgeoning“ endlich freigeschaltet wurde.

HATESPHERE machen genau dort weiter, wo sie 2009 mit „To The Nines“ aufhörten: Mit geradlinigem, modernem und übelst dreschendem Thrash Metal. Die Produktion ist derweil noch wuchtiger ausgefallen als auf dem Vorgänger-Album, was zum hier dargebotenen Songmaterial sehr gut passt. Denn „The Great Bludgeoning“ ist auf seine Art vor Allem eines: Brutal. Und das ist das Besondere, denn wirklich extrem geht es nicht zu, aber dennoch sind die einzelnen Songs wahnsinnig druckvoll und abwechslungsreich ausgefallen. Da wären schnellere Titel wie der Opener „The Killer“ und „Smell Of Death“, variablere Songs, zum Beispiel „Venom“, der ebenfalls temporeich startet, und im weiteren Verlauf mörderisch groovt. Oder das geniale „Resurrect With A Vengeance“, das von wütend stampfenden Riffs geprägt ist – hier kommt besonders Esben Hansens Stimme zum Tragen: Der Vocals des Sängers passen wirklich super zur Musik, und seine Growls sind göttlich böse. So muss das sein.
„Decayer“ braucht zwar etwas länger, um in die Gänge zu kommen, da HATESPHERE hier auf einen langsamen Stimmungsaufbau setzen: Dafür geht es dann mit tragenden, melodischen Gitarren-Riffs und in headbangtauglichem Midtempo weiter. Dass der Titeltrack des Albums eine Klasse für sich ist, braucht da wohl nicht mehr erwähnt werden.

Wer das neueste Werk von Criminal mochte, und es dazu noch etwas deathlastiger mag, der sollte bei „The Great Bludgeoning“ blind zuschlagen – für mich ist das Album trotz der erneut kurzen Spielzeit definitiv das stärkste, was die Band seit einigen Jahren hervor gebracht hat, und hat auch im Vergleich mit allen anderen Bands, die dieses momentan sehr beliebte Feld beackern, die Nase vorn. „The Great Bludgeoning“ ist genau das: Bludgeoning!

Bewertung: 9 / 10

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