CD-Review: Horisont - Sudden Death

  • Veröffentlichung: 2020
  • Label: Century Media
  • Spielart: Rock
Besetzung

Axel Söderberg - Gesang
Charlie Van Loo - Gitarre
David - Gitarre
Magnus Delborg - Bass
Pontus Jordan - Schlagzeug

Tracklist

01. Revolution
02. Free Riding
03. Pushin' The Line
04. Into The Night
05. Standing Here
06. Runaway
07. Gråa Dagar
08. Sail On
09. Breaking The Chain
10. Hold On
11. Archaeopteryx In Flight


Erinnert sich noch jemand an den knarzigen Hard Rock des ersten HORISONT-Langspielers? Kaum zu glauben, dass „Tva Sidor Av Horisonten“ und das aktuelle Werk „Sudden Death“ von der gleichen Band stammen. Statt kernigem Rock spielen die Schweden inzwischen epischen Stadion-Rock im Stile der 70er und 80er mit ganz großen Gefühlen. Zugegeben, diese Entwicklung vollzog sich bereits über die letzten Alben hinweg, doch erst mit „Sudden Death“ könnten HORISONT wirklich Kultstatus erreichen.

Im Gegensatz zu so vielen anderen Retro-Bands klingen HORISONT nicht wie eine Band aus dem 21. Jahrhundert, die Retro-Sound spielt, sondern tatsächlich wie eine der großen Rock-Bands des letzten Jahrhunderts. Dabei legen sich die Schweden keinesfalls auf ein Vorbild fest, sondern wildern munter im Sound von Journey, Queen, Toto, Deep Purple oder Dire Straits. Der Opener „Revolution“ lässt sogar echte Beatles-Vibes aufkommen. All diese Einflüsse, der mehrstimmige hohe Gesang und die ausladenden Keyboard-Flächen können den Hörer anfangs fast erschlagen. „Sudden Death“ ist daher ein Album, das mehrmals genossen werden muss, um seinen wahren Glanz zu entfalten. Doch dann bekommt man gar nicht genug von den wunderschönen Melodien von „Standing Here“ und  „Sail On“, möchte zu den Keyboards in „Pushin‘ The Line“ immer weiter tanzen und zu „Runaway“ und „Free Riding“ abrocken, bevor einem das proggige „Archaeopteryx In Flight“ in andere Dimensionen entführt.

Mit der Kreativität und Spielfreude auf „Sudden Death“ setzen HORISONT neue Maßstäbe im Bereich Retro-Rock. Denn auch wenn sich für jeden Song mindestens eine Referenz im letzten Jahrhundert finden lässt, klingen sie doch alle auch nach HORISONT. Sucht man nach Schwachpunkten auf „Sudden Death“, könnte man die teilweise etwas zu dominanten Keyboards anführen. Allerdings hat das bei Journey auch noch nie jemanden gestört. Wer auf den Sound der Glanzzeit des Rock steht, kommt also um „Sudden Death“ nicht herum.

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Bewertung: 8 / 10

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