CD-Review: In Flames - Lunar Strain

Besetzung

Mikael Stanne – Gesang
Jesper Strömblad – Gitarre
Glenn Ljungström - Gitarre
Johann Larsson – Bass
Daniel Svensson – Schlagzeug

Tracklist

01. Behind Space
02. Lunar Strain
03. Starforsaken
04. Dreamscape
05. Everlost (Part I)
06. Everlost (Part II)
07. Hargalaten
08. In Flames
09. Upon An Oaken Throne
10. Clad In Shadows


In Flames – die Band die heute eine der Aushängeschilder des Melodic Death ist und von vielen Leuten vergöttert wird, hat selbstverständlich auch mal klein angefangen. Zu den Zeiten von Lunar Strain waren die Schweden noch im Underground tätig und wussten noch nicht welchen Status sie mal erreichen würde. Ebenfalls anders war der Stil, der damals noch purer Death Metal war.

Gleich zu Beginn steht „Behind Space“ in den Startlöchern, das ja etwas bekannter ist. Der Sound spricht gleich eine Sprache für sich, denn er ist doch sehr melodisch. Der Gesang ist dagegen verdammt hart. Einfach nur Geschreie. Dazu kommen etwas später noch einige Kleinigkeiten wie Spieluhren und sehr ruhige Parts dazu. An Nummer zwei kommt „Lunar Strain“ mit mittelschnellen Riffs. Die Vocals sind gleich geblieben, aber teilweise noch ein wenig extremer. Im Grunde keine hörbaren Veränderungen. Aber gleich bei „Starforsaken“ stechen die Geigen ins Gehirn. Zum Glück werden diese schnell von üblem Geknüppel abgelöst. Hier sind es öfters Tempowechsel von tiefen Growls begleitet. Zum Ende hin hört man dann noch eine etwas untypisches Solo.

„Dreamscape“ beginnt dann mit einem schönen, runden Rhythmus, der nicht besonders schnell ist. Sofort anzumerken ist das dieser Song ohne jeglichen Gesang auskommt. Eine nette Abwechslung wie ich finde. Bei „Everlost (Part I)“ wird man dann massig Schreie vernehmen. Zu erwähnen ist auch das es sehr langsam und schleppen zu Werke geht. Naja. Danach geht es mit einer Akustikgitarre in den zweiten Part über. Sofort gleitet eine schöne Stimme einer Frau ins Ohr. Dabei bleibt es auch dann die restlichen ca. zwei Minuten. Jetzt kann ich dann gleich mal erwähnen das „Everlost“ nicht allzu gut gemacht wurde.

Danach kommen schon wieder einigen Geigen. Leider die ganze Zeit über. Einfach schrecklich. Erst mit „In Flames“ kommt man endlich wieder in den Genuss von Riffs und Drums. Dieses Lied bietet mit ruhigen Parts und Soloansätzen einige gut Momente aber ist nicht Wahnsinn persönlich. „Apon An Oaken Throne“ ist da schon viel besser. Es geht schnell zu und sonst noch relativ wild. Aber keine großen Unterschiede zu den anderen Songs, die auf der metallischen Ebene laufen. So ist es dann auch bei „Clad In Shadows“, dem letzten Track der „Lunar Strain“. Zum Abschluß bekommt man noch mal die guten, dunklen Schreipassagen und ein paar gute Riffs. Der Song und somit auch das Album klingen damit schlussendlich aus.

Nun, das Debüt der In Flames ist leider nicht das wahre. Zwar bietet es mit „Behind Space“ oder auch „Clad In Shadows“ gute Lieder, doch die „Everlost Parts“ hätte man umgestalten müssen. Besonders der zweite ist nicht gut. Da fehlen einfach die Gitarren. Das gleich darauf dann noch Hargalaten folgt macht es zu einen richtigen Desaster. Diese Geigen sind schon bei „Starforsaken“ einfach nervig, obwohl es da nur einige Sekunden geht.
Zum Glück wissen wir das die fünf aus Göteborg danach noch einige Hammeralben auf den Markt gebracht haben, sodass man hier mal ein Auge zudrücken kann.

Bewertung: 6 / 10

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