CD-Review: In Flames - Whoracle

Besetzung

Anders Fridén - Gesang
Jesper Strömblad - Gitarre
Glenn Ljungström - Gitarre
Johan Larsson - Bass
Björn Gelotte - Schlagzeug

Gastmusiker:
Ulrika Natterdahl - Gesang

Tracklist

1. Jolun
2. Food For The Gods
3. Gyroscope
4. Dialogue With The Stars
5. The Hive
6. Jester Script Transfigured
7. Morphing Into Primal
8. Worlds Within The Margin
9. Episode 666
10. Everything Counts
12. Whoracle


Das Album Nummer Drei der fünf Göteborger kann mich im Gegensatz zum streckenweise recht dünnen Vorgänger richtig überzeugen.
Von Anfang an knallt es hier richtig, wenn auch der Opener noch teilweise langsam ist, dafür aber richtig gut ist und schon wunderbaren Bang-Stoff liefert. Power, Energie und auch wunderbar Bleifuß gibt’s schon bei „Food For The Gods“, dass über die gesamten 4:20 knallt und ein richtig starkes Solo im Gepäck hat.
Erst bei „Gyroscope“ kommt hier die Akustikklampte zum Zug, wird aber durch einen stampfenden Riff schnell wieder verbannt.

Über durchgehend fast jeden Song kann man hier eigentlich nur positives berichten, Abwechslung zwischen harten und ruhigen, schnellen und langsameren, knüppenlden und melodsichen Tracks ist hier auch genug vorhanden.
Ein wenig aus der Reihe fällt „Jester Script Transfigured“, dass ohne den wunderbar krächzenden Gesang glatt als Power Metal-Halbballade durchgehen könnte. Verzerrte Vocals sprechen mich im allgemeinen ja nicht gerade an, doch die Anfangsphase dieses Stückes kann mich eines besseren belehren, da hier auch wirklich viele Emotionen drin liegen.
„The Hive“ und „Morphing Into Primal“ drücken das Gaspedal bis zum Anschlag durch und hämmern, was die Lunte hergibt, das Instrumental „Dialogue With The Stars“ und „Worlds Within The Margin“ geben sich in Punkto Geschwindigkeit eher gemäßigt und klotzen dafür mit wunderbaren und knallenden Riffs und massig Tempiwechseln, vor allem zu „Worlds…“ lässt sich ausgezeichnet bangen.
Bisher nicht erwähnt: Das absolute Highlight der Scheibe, „Episode 666“. Die aggressiven und diabolischen Vocals sind mit dem zwar nicht aussergewöhnlichsten, aber mit Sicherheit sehr genialem Mosh-Riff bestens unterlegt und der Refrain lässte jede Kehle von alleine mitgröhlen. Eines der besten Lieder, die IN FLAMES je geschrieben haben – top!
Einen guten Abschluss bildet dann auch das zweienhalbminütige Akustik-Drum-Outro „Whoracle“, dass von einer sanften Frauenstimme unterlegt ist.

Musikalisch besser als der „Jester Race“-Vorgänger ist „Whoracle“ sicherlich. Auch von der Produktion her, denn hier steht der Gesang viel mehr im Vordergrund, ohne dass sich ein anderes Instrument benachteiligt fühlen müsste. Es gibt zwar noch etwas zu verbessern, aber einfach ein klasse Album, dass kein Melodic Death Metaller verpassen sollte!

Bewertung: 8.5 / 10

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