CD-Review: Intronaut - Habitual Levitations

Besetzung

Sacha Dunable – Gesang, Gitarre
Dave Timnick – Gesang, Gitarre, Percussion
Joe Lester – Bass
Danny Walker – Schlagzeug

Tracklist

01. Killing Birds With Stones
02. The Welding
03. Steps
04. Sore Sight For Eyes
05. Milk Leg
06. Harmonomicon
07. Eventual
08. Blood From A Stone
09. The Way Down


Den Freunden frischer, progressiver Klänge sind INTRONAUT und ihr letztes Album „Valley Of Smoke“ angenehm in den Ohren geblieben. Nach drei Jahren legen die Kalifornier nun mit „Habitual Levitations“ nach. Am Konzept hat sich dabei nichts geändert, nach wie vor steht progressiver Post Metal auf dem Programm.

Was sich weiterhin in einem äußerst offenen, dynamischen Sound äußert, der trotz der ein oder anderen Progressive-Metal-Affinität immer individuell klingt. Klirrend-cleane Gitarren, beschwörende Gesänge, aufgewühlte Rhythmen, fließende Bassläufe, INTRONAUT reproduzieren den Sound von „Valley Of Smoke“ so deutlich, dass man sich schwer tut, überhaupt Unterschiede zum Vorgänger auszumachen. Die Folge davon ist, dass die Band das Experiment, statt es weiterzuführen, zum eigenen Stil etabliert. Ureigen ist die Musik auf „Habitual Levitations“ zwar nach wie vor, sie bleibt aber eben doch ohne überraschende neue Einflüsse. Das macht den einzelnen Song zwar nicht schlechter, aber doch unattraktiver – wo man den Vorgänger noch bedenkenlos als „Mal was Anderes“ empfehlen konnte, muss man sich bei „Habitual Levitations“ nun fragen, was genau der Mehrwert dieses Albums ist. Was man sich vielleicht gewünscht hätte, entweder greifbarere Melodien und Strukturen oder noch extremere Experimente, ist nicht eingetreten.

So ist „Habitual Levitations“ zwar ebenfalls technisch anspruchsvoll und die Klangvielfalt ist der Band auch nicht verloren gegangen. Aber wer sich das Album zulegt, muss sich vorher bewusst machen, dass es im Vergleich zu „Valley Of Smoke“ ausschließlich more of the same gibt. Angesichts des dort schon unheimlich ergiebigen Sounds und der konstanten Qualität ist das zwar irgendwie gut, aber irgendwie auch unaufregend.

Bewertung: 8 / 10

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