CD-Review: Motör Militia - World In Flames

Besetzung

John Baker – Gesang
Hisham Alawadhi – Gitarre
Ahmed Janahi – Gitarre
Mohammed Alkhuzaie – Bass
Abdulla Muijrers – Schlagzeug

Tracklist

01. Zul
02. Ascendancy
03. Illuminate
04. Altar
05. Supremacy
06. Fallacy
07. Heretic Eye
08. Reckoning


Dem aufmerksamen Metal1.info-Leser könnten MOTÖR MILITIA vielleicht von ihrem Beitrag zum Special „Metallisierte Welt – Auf den Spuren einer Subkultur“ her ein Begriff sein. Musikalisch jedoch dürften hierzulande wohl nur die Wenigsten bereits von der Band aus dem fernen Bahrain gehört haben – wenngleich die Truppe in ihrer Heimat Kultstatus genießt: MOTÖR MILITIA gelten gemeinhin als die erste Thrash-Metal-Band im Mittleren Osten.

Dass man sich aber auch hierzulande definitiv mit MOTÖR MILITIA beschäftigen sollte, unterstreicht deren drittes Album der Thrasher, „World In Flames“. Dieses kann nämlich nicht nur mit einemabsolut gelungenen Artwork mit monumental-epischem Motiv punkten, sondern weiß auch sonst in allen Aspekten absolut zu überzeugen: Während MOTÖR MILITIA in den Texten vom Opener „Zul“ bis zum das Album beschließenden „Reckoning“ ein sich über alle neun Stücke erstreckendes Endzeit-Epos erzählen, liefern sie dazu durchgehend energiegeladenen Thrash Metal, der durch seine Qualität in Sachen Sound und Technik ebenso besticht wie durch seinen schmissigen Stil.

Dazu, dass „World In Flames“ als Ganzes so gelungen ist, trägt der nach Bahrain ausgewanderte Australier John Baker, seit 2016 Sänger bei MOTÖR MILITIA, ebenso seinen Teil bei wie die Musiker, die hier auf höchstem Standard performen: Während das aggressive Riffing und der Fokus auf einprägsame Refrains wie in „Supremacy“ immer wieder an die Soulfly-Werke der letzten Jahre denken lässt, verleihen MOTÖR MILITIA ihren Songs durch eine Mischung aus griffigen Riffs und flotten Soli stets die richtige Dynamik. Orientalische Einsprengsel, wie man sie vielleicht intuitiv bei einer Band aus Bahrain erwarten würde, sucht man – anders als bei Soulfly – im Sound von MOTÖR MILITIA hingegen vergebens: Der Thrash der Bahrainer ist so lupenrein, dass er ebenso gut aus Amerika, England oder Deutschland kommen könnte.

Nicht zuletzt deswegen ist „World In Flames“ nicht nur für experimentierfreudige Hörer oder Fans mit Faible zum Exotischen zu empfehlen. Im Gegenteil: „World In Flames“ ist ein messerscharfes Thrash-Album, das jedem Fan des Genres vorbehaltslos empfohlen werden kann.


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Bewertung: 8.5 / 10

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