CD-Review: Murderdolls - Beyond The Valley Of The Murderdolls

Besetzung

Wednesday 13 - Gesang
Joey Jordison - Gitarre
Tripp Eisen - Gitarre
Eric Griffin - Bass
Ben Graves - Schlagzeug

Tracklist

01. Slit My Wrist
02. Twist My Sister
03. Dead In Hollywood
04. Love At First Sight
05. People Hate Me
06. She Was a Teenage Zombie
07. Die My Bride
08. Grave Robbing USA
09. 197666
10. Dawn Of The Dead
11. Let's Go To War
12. Dressed To Depress
13. Kill Miss America
14. B-Movie Scream Queen
15. Motherfucker, I Don't Care


Slipknot Schlagzeuger Joey Jordison tat es seinem Frontmann Corey Taylor gleich, indem er seinen Slipknot-Strampelanzug samt Karnevalsmaske in den Schrank hing und sich eine Gitarre krallte, um sich seinem jetzigen Sideproject mit Namen “Muderdolls” zu widmen. Unterstützt wird er durch den Static-X-Gitarristen Tripp Eisen, Bassist Eric Griffin und Ben Graves am Schlagzeug. Sänger Wednesday 13, der der ominösen Band “Frankenstein Drag Queens From The Planet 13” angehörte, komplettiert das Line Up der ehemaligen “The Rejects“.

Was uns die Murderdolls auf “Beyond The Valley Of The Murderdolls” präsentieren, ist eine erfrischende Melange aus thrashigem Punk Rock, White Zombie und dem guten alten Hair/Sleaze Metal á la Mötley Crüe.

Während dem Hören muss man eines beachten: “Beyond The Valley Of The Murderdolls” ist so ernst zu nehmen, wie ein Serienkiller, der sich als Mickey Mouse verkleidet. Die Murderdolls wollten keine anspruchsvolle technisch perfekte Musik machen, sondern einfach ein bisschen Spaß haben. Und wenn man das Album hört, merkt man, dass sie diesen auch hatten.

Wie es bei Punk’n’Roll so üblich sein sollte, verläuft jeder Song nach demselben Schema, wobei der Schwerpunkt auf dem Refrain liegt. Die Songs sind allesamt sehr eingängig und die Musiker wissen ihre Instrumente ordentlich zu spielen. Jedoch ist die Sangeskunst von Wednesday 13 ein wenig zu bemängeln, da er auf jedem Track gleich zu klingen scheint. Die Frage, ob das Absicht ist oder nicht, lasse ich lieber unbeantwortet. Seine provokant zynischen und pubertär witzigen Lyrics sind hingegen recht amüsant, solange man nicht allzu viel Wert auf tiefgründige Poesie legt.

Was mir nach mehrmaligem Hören auch aufgefallen ist, wäre, dass sich die Murderdolls verstärkt auf die ersten drei Songs konzentriert haben und sie diese dann während des restlichen Albums laufend covern, bis die Zwölfe dann voll sind. Ich würde sagen, das Potential für ein überdurchschnittliches Album wäre vorhanden gewesen, allerdings haben die Murderdolls dieses nicht ganz ausgeschöpft, weswegen es zu diesen Wiederholungen kommt.

Meiner Ansicht nach ist dieses Album entweder etwas für Hardcore Slipknot Fans, die alles haben müssen, was mit dem Neuner zusammenhängt oder für Hörer, die es einer Band verzeihen können, dass sie auf ihrem Album immer und immer wieder die selben drei Songs spielen. Aber auch Fans der Misfits und Mötley Crüe werden an “Beyond The Valley Of The Murderdolls” Gefallen finden.

Redakteur: Jan A.

Bewertung: 6.5 / 10

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