CD-Review: Nrvk - Thghtlss Lght (EP)

Besetzung

Redeemer – Gesang
Lupus – Gitarre
Nox – Bass
Asgoroth – Schlagzeug

Tracklist

01. Shattering The Vessels
02. Womb Of Lilith
03. Into The Patterns Of Ajna


Wer in Geografie einigermaßen beschlagen ist, kennt Narvik als Stadt im Norden Norwegens. Wer im deutschen Black-Metal-Underground bewandert ist, kennt dafür vielleicht die Freiburger Band diesen Namens. Nun ist es keine Seltenheit, dass sich eine deutsche Black-Metal-Band einen skandinavischen Namen gibt – dass sie sich nach der Heimatstadt eines Rock-Gitarristen wie Robert Burås benennt, ist dann aber doch eher ungewöhnlich.

Zumal man NRVK, wie sich die Band mittlerweile trendbewusst vokalfrei nennt, musikalisch eigentlich eher schwedische Wurzeln attestieren würde: Wie schon auf ihrem letzten Album „Ascension To Apotheosis“ erinnert auch ihre neue EP „Thghtlss Lght“ mitunter stark an Marduk.

Ohne diese freilich plump zu kopieren: Los geht es mit einem spirituell anmutenden Intro, wie man es von Marduk nie zu hören bekäme – doch gerade das geradlinige, aggressive Riffing und der forsche Gesang machen die Bands vergleichbar. Doch auch Unterschiede sind leicht auszumachen: Nicht nur durch das rituelle im Intro, sondern auch durch eine sinistre Atmosphäre und Melodik, die NRVK erfreulich viel Eigenständigkeit verleiht.

Schade ist, dass NRVK dabei manchmal etwas über das Ziel hinaussschießen, und Atmosphäre bisweilen höher gewichten als Prägnanz: Alle drei Songs der EP sprengen die Acht-Minuten-Marke – zumindest „Womb Of Lilith“ hätte aber fraglos auch (besser?) in einer etwas knackigeren, gekürzten Version funktioniert. Auch der Sound – bei den Gitarren etwas dünn und alles in allem etwas verwaschen – ist zumindest Geschmackssache, passt aber fraglos zum generell eher truen Stil von NRVK.

Mit ihrer dichten, in sich geschlossenen Atmosphäre sind die auf „Thghtlss Lght“  gebotenen Songs durchaus hörenswert. Ob man mit dem Material 25 Minuten hätte füllen müssen, ist die andere Frage: Ein paar Riffwiederholungen weniger hätten den Songs gut getan. Andererseits können NRVK auch auf dieser EP mit erfreulicher Eigenständigkeit punkten – im traditionellen Black Metal alles, nur keine Selbstverständlichkeit.

Keine Wertung

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