CD-Review: Paradise Lost - Paradise Lost

Besetzung

Nick Holmes - Gesang
Gregor Mackintosh - Gitarre, Keyboard
Aaron Aedy - Gitarre
Stephen Edmondson - Bass
Lee Morris - Schlagzeug
Gastmusiker:
Leah Randi - Chor
Heather Thompson - Gesang
Chris Elliott - Keyboard
Rhys Fulber - Keyboard

Tracklist

01. Don't Belong
02. Close Your Eyes
03. Grey
04. Redshift
05. Forever After
06. Sun Fading
07. Laws Of Cause
08. All You Leave Behind
09. Accept The Pain
10. Shine
11. Spirit
12. Over The Madness


War schon das Debüt quasi selbstbetitelt, machen PARADISE LOST hier Nägel mit Köpfen und stellten die beiden Worte entsprechend um. Häufig wollen Bands mit einem solchen Albumnamen darauf hinweisen, dass sie ein besonders außergewöhnliches Werk fabriziert haben und in den meisten Fällen kommt das auch hin. Warum das in diesem Fall etwas anders liegt, sollen die folgenden Zeilen zeigen.

Die Vorgeschichte ist hinlänglich bekannt: Death-Doomer entdecken die seichtere Variante des musikalischen Daseins, wagen gar Ausflüge in elektrische Gefilde und arbeiten sich mühsam in Richtung Wurzeln zurück. Auch wenn sie diese bis zum heutigen Tag nicht mehr erreicht haben und dies auch (mit Recht) nicht wollten, erkennt man in den Alben der ersten Dekade des neuen Jahrtausends schon das Bestreben, auch die Freude an härterem Material wiederzuentdecken. Damit rannte man bei den Fans offene Türen ein, leider nahm man sich in Sachen Qualität hier eine Auszeit.
Ging das Konzept sonst auf, bleiben dieses Mal vor allem die potentiellen Hits hinter den Erwartungen zurück. Wenig Hervorstechendes ist zu vermelden und glänzten Alben wie „Symbol Of Life“ noch mit einigen wirklich guten Nummern, könnte man hier kaum ein Lied benennen, welches sich positiv vom Rest abhebt. Sicherlich horcht man an der einen oder anderen Stelle auf, aber es hat im Gesamteindruck doch den Schein, als wenn PARADISE LOST dieses Mal aber so richtig auf Nummer sicher gehen wollten. Überwiegend lockeres Riffing, wenig spektakuläre Breaks, entspannter Sound, Holmes zugegebenermaßen gute und irgendwie einzigartige Stimme, aber kaum mal das Risiko, aus der vorgegebenen Marschroute auszubrechen.
Kann man natürlich so machen und wer der Band über all die Jahre die Treue gehalten hat, wird sich sicher auch an diesem eher durchschnittlichen Album nicht stören. Es plätschert einfach so vor sich hin, man hat beinahe bei jedem Durchlauf das Gefühl, eine neue Platte vor sich zu haben, da bis auf wenige Refrains einfach nichts hängen bleiben will.

Glücklicherweise zeigten PARADISE LOST vorher und auch später, dass sie es viel besser können. Wer die Band über die Jahre schätzen gelernt hat, begutachtet „Paradise Lost“ mit der angemessenen Kritik, Diskographen sollten es aber trotzdem im Schrank stehen haben. Wahrlich kein Meilenstein und unter dem Strich eines der schwächsten Alben der Briten.

Bewertung: 5 / 10

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1 Kommentar zu “Paradise Lost – Paradise Lost”

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